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Irène Némirovsky

1. Suite française

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Irène Némirovsky

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Suite française Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

Gesprochen von

Regina Lemnitz

Spieldauer

15 Stunden und 4 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

25.01.2016

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

260

Verlag

Der Hörverlag

Originaltitel

Suite française

Übersetzt von

Eva Moldenhauer

Sprache

Deutsch

EAN

9783844521993

Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

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Gesprochen von

Regina Lemnitz

Spieldauer

15 Stunden und 4 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

25.01.2016

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

260

Verlag

Der Hörverlag

Originaltitel

Suite française

Übersetzt von

Eva Moldenhauer

Sprache

Deutsch

EAN

9783844521993

Herstelleradresse

Der Hörverlag
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Zeitzeugenbericht über den 2.…

Gabrielle am 28.06.2022

Bewertungsnummer: 2773881

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Zeitzeugenbericht über den 2. Weltkrieg im Herzen Frankreichs als Roman Eigentlich sollte dieser Roman Emigrantin Irène Némirovski, geboren im russischen Kaiserreich, eine Art literarische Suite auf ihre Wahlheimat Frankreich werden. Doch das Werk wurde nie beendet, da die schon lange in Frankreich lebende und berühmte Autorin 1942 von den französischen Behörden an die Deutschen verraten und ausgeliefert wurde, wo sie im KZ Auschwitz verstarb. Dieses Wissen ist beim Lesen besonders berührend, wenn man wahrnimmt, wie sehr Frau Némirovski in die Gesellschaft Frankreichs integriert war und dennoch in ihrem Roman die deutschen Besatzer als Menschen mit ebenfalls warmen Gefühlen darstellt. Was die Schilderung der Massenflucht der Pariser anbelangt, erkannte ich eine Verbindung zu dem Erlebnisbericht des ebenfalls französischen Autors Léon Werth in 33 Tage. Gewalt, Verzweiflung, Mangel an allem Lebensnotwendigen verändern unbestreitbar das Wesen der Menschen. Der kalte Egoismus zeigt sich plötzlich ohne Maske gegen das eigene Volk, ja gegen die eigene Familie und Schutzbefohlenen. Angst ist wirklich kein guter Lehrmeister, denn sie erdrückt die Liebe, ob Nächstenliebe oder Liebe zu den einst angestrebten Idealen. Der Tanz zwischen Liebe und Egoismus zeigt sich auch in den anderen Kriegsszenen, etwa als sich ein deutscher Offizier in eine unglücklich verheiratete Französin verliebt. Die verbotene Liebe zwischen den beiden wird als so zart und unschuldig dargestellt, dass sie an dem Hass ihrer Umgebung zerbrechen muss. Aber ich will nicht zu viel verraten. Die Autorin bewies sehr viel Einfühlungsvermögen und Menschenkenntnis in ihrem Roman. Ihre Schreibweise war außerdem sprachlich sehr ansprechend und fein. Die Sätze, trotz oder gerade wegen der Länge und den vielen Verschachtelungen ein Genuss beim Lesen. Ebenso interessant war für mich als Autorin der Anhang mit den Arbeits-Notizen von Frau Némirovski, sowie die Briefe, die ihr Mann auf der Suche nach ihr schrieb. Die ganzen Umstände um den Roman sind sehr berührend. – Im wahren Leben der Familie der Autorin wurden noch Jahre nach ihrer Deportation und Tötung ihres Ehemannes von den französischen Behörden die beiden kleinen Töchter Némirovski akribisch gesucht, um sie ebenfalls in ein Konzentrationslager zu bringen. Doch Freunde der Autorin versteckten die Kinder, die dieses Manuskript ihrer Mutter im Koffer hatten, immer wieder aufs Neue. Leider sind die geschilderten Szenen des Flüchtlingszuges der Franzosen vor dem Angriff der Deutschen auf Paris von einer erschreckenden Aktualität. Da der Mensch aus seiner Geschichte nichts dazulernt, bleiben solche literarischen Zeitzeugnisse leider immer aktuell. Unbedingt lesenswert!

Zeitzeugenbericht über den 2.…

Gabrielle am 28.06.2022
Bewertungsnummer: 2773881
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Zeitzeugenbericht über den 2. Weltkrieg im Herzen Frankreichs als Roman Eigentlich sollte dieser Roman Emigrantin Irène Némirovski, geboren im russischen Kaiserreich, eine Art literarische Suite auf ihre Wahlheimat Frankreich werden. Doch das Werk wurde nie beendet, da die schon lange in Frankreich lebende und berühmte Autorin 1942 von den französischen Behörden an die Deutschen verraten und ausgeliefert wurde, wo sie im KZ Auschwitz verstarb. Dieses Wissen ist beim Lesen besonders berührend, wenn man wahrnimmt, wie sehr Frau Némirovski in die Gesellschaft Frankreichs integriert war und dennoch in ihrem Roman die deutschen Besatzer als Menschen mit ebenfalls warmen Gefühlen darstellt. Was die Schilderung der Massenflucht der Pariser anbelangt, erkannte ich eine Verbindung zu dem Erlebnisbericht des ebenfalls französischen Autors Léon Werth in 33 Tage. Gewalt, Verzweiflung, Mangel an allem Lebensnotwendigen verändern unbestreitbar das Wesen der Menschen. Der kalte Egoismus zeigt sich plötzlich ohne Maske gegen das eigene Volk, ja gegen die eigene Familie und Schutzbefohlenen. Angst ist wirklich kein guter Lehrmeister, denn sie erdrückt die Liebe, ob Nächstenliebe oder Liebe zu den einst angestrebten Idealen. Der Tanz zwischen Liebe und Egoismus zeigt sich auch in den anderen Kriegsszenen, etwa als sich ein deutscher Offizier in eine unglücklich verheiratete Französin verliebt. Die verbotene Liebe zwischen den beiden wird als so zart und unschuldig dargestellt, dass sie an dem Hass ihrer Umgebung zerbrechen muss. Aber ich will nicht zu viel verraten. Die Autorin bewies sehr viel Einfühlungsvermögen und Menschenkenntnis in ihrem Roman. Ihre Schreibweise war außerdem sprachlich sehr ansprechend und fein. Die Sätze, trotz oder gerade wegen der Länge und den vielen Verschachtelungen ein Genuss beim Lesen. Ebenso interessant war für mich als Autorin der Anhang mit den Arbeits-Notizen von Frau Némirovski, sowie die Briefe, die ihr Mann auf der Suche nach ihr schrieb. Die ganzen Umstände um den Roman sind sehr berührend. – Im wahren Leben der Familie der Autorin wurden noch Jahre nach ihrer Deportation und Tötung ihres Ehemannes von den französischen Behörden die beiden kleinen Töchter Némirovski akribisch gesucht, um sie ebenfalls in ein Konzentrationslager zu bringen. Doch Freunde der Autorin versteckten die Kinder, die dieses Manuskript ihrer Mutter im Koffer hatten, immer wieder aufs Neue. Leider sind die geschilderten Szenen des Flüchtlingszuges der Franzosen vor dem Angriff der Deutschen auf Paris von einer erschreckenden Aktualität. Da der Mensch aus seiner Geschichte nichts dazulernt, bleiben solche literarischen Zeitzeugnisse leider immer aktuell. Unbedingt lesenswert!

Krieg als persönliches Erlebnis

Susanna Wiedermann aus Wien am 25.04.2021

Bewertungsnummer: 725578

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Irène Nemirsovsky war eine bekannte Autorin im Paris der 30er-Jahre. Nach Ausbruch des Zweiten Weltkrieges und dem Einmarsch der Deutschen in Frankreich wurde sie 1942 nach Auschwitz deportiert, wo sie wenige Wochen später verstarb. Das Manuskript, das 2004 als „Suite française“ erstmals veröffentlicht wurde, konnte von Nemirovskys Tochter auf der Flucht vor den Nazis gerettet werden. 60 Jahre später entzifferte die Tochter die Aufzeichnungen und ließ den Roman publizieren. Im Anhang dieser Ausgabe finden sich noch persönliche Notizen der Autorin sowie Korrespondenzen über den ungewissen Verbleib Nemirovskys nach ihrer Deportation. Der Roman besteht aus zwei Teilen. Der erste Teil beschreibt die Massenflucht der Pariser Bevölkerung angesichts der einmarschierenden Deutschen. In der größten Not wird das wahre Gesicht der Menschen offenbart. Während die einen ihre Wohltätigkeit und Güte behalten, gilt für die anderen das Motto: „Jeder ist sich selbst der Nächste“. Der zweite Teil ist in einem besetzten Dorf in der Provinz angesiedelt. Die Einwohner müssen in ihren Häusern Platz für ihre Besetzer machen und auf engstem Raum zusammenleben. Die Dorfbewohner, stellvertretend für das besiegte Frankreich, zeigen ganz unterschiedliche Reaktionen auf ihre deutschen Besatzer. Während die einen mit völliger Ablehnung reagieren, versuchen andere auch die Menschen hinter der Soldatenuniform zu sehen. Das Ende des Romans bleibt freilich offen, das Irène Nemirovsky selbst das Ende des Krieges nicht mehr erlebte.

Krieg als persönliches Erlebnis

Susanna Wiedermann aus Wien am 25.04.2021
Bewertungsnummer: 725578
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Irène Nemirsovsky war eine bekannte Autorin im Paris der 30er-Jahre. Nach Ausbruch des Zweiten Weltkrieges und dem Einmarsch der Deutschen in Frankreich wurde sie 1942 nach Auschwitz deportiert, wo sie wenige Wochen später verstarb. Das Manuskript, das 2004 als „Suite française“ erstmals veröffentlicht wurde, konnte von Nemirovskys Tochter auf der Flucht vor den Nazis gerettet werden. 60 Jahre später entzifferte die Tochter die Aufzeichnungen und ließ den Roman publizieren. Im Anhang dieser Ausgabe finden sich noch persönliche Notizen der Autorin sowie Korrespondenzen über den ungewissen Verbleib Nemirovskys nach ihrer Deportation. Der Roman besteht aus zwei Teilen. Der erste Teil beschreibt die Massenflucht der Pariser Bevölkerung angesichts der einmarschierenden Deutschen. In der größten Not wird das wahre Gesicht der Menschen offenbart. Während die einen ihre Wohltätigkeit und Güte behalten, gilt für die anderen das Motto: „Jeder ist sich selbst der Nächste“. Der zweite Teil ist in einem besetzten Dorf in der Provinz angesiedelt. Die Einwohner müssen in ihren Häusern Platz für ihre Besetzer machen und auf engstem Raum zusammenleben. Die Dorfbewohner, stellvertretend für das besiegte Frankreich, zeigen ganz unterschiedliche Reaktionen auf ihre deutschen Besatzer. Während die einen mit völliger Ablehnung reagieren, versuchen andere auch die Menschen hinter der Soldatenuniform zu sehen. Das Ende des Romans bleibt freilich offen, das Irène Nemirovsky selbst das Ende des Krieges nicht mehr erlebte.

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