Lebensgeister

detebe Band 24460

Banana Yoshimoto

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Beschreibung

Nach einem schweren Unfall und dem Tod ihres Geliebten ist Sayoko nicht mehr sie selbst. Sie hat Geheimnisse der unsichtbaren Welt erfahren. In der Tempelstadt Kyoto lernt sie das Leben so zu akzeptieren, wie es ist: voller Ungewissheiten und Rätsel, dem Tod immer nahe, ob man jung ist oder alt. Aber sie begreift auch, wie einmalig das Diesseits ist.

Banana Yoshimoto, geboren 1964, hieß ursprünglich Mahoko Yoshimoto. Ihr erstes Buch >Kitchen< schrieb sie, während sie als Kellnerin in einem Café jobbte und sich dort in die Blüten der >red banana flower< verliebte, daher ihr Pseudonym. Es verkaufte sich auf Anhieb millionenfach. Ihre Bücher erreichen auch außerhalb Japans ungewöhnlich hohe Auflagen.

Produktdetails

Format ePUB i
Kopierschutz Nein i
Family Sharing Ja i
Text-to-Speech Ja i
Erscheinungsdatum 28.09.2016
Verlag Diogenes
Seitenzahl 160 (Printausgabe)
Dateigröße 847 KB
Auflage 2. Auflage
Originaltitel Sweet Hereafter
Übersetzer Thomas Eggenberg
Sprache Deutsch
EAN 9783257607765

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Nachrichten aus der Zwischenwelt

Bewertung am 05.05.2019

Bewertet: eBook (ePUB)

Die japanische Autorin Banana Yoshimoto steht schon länger auf meiner Bucket List, um genau zu sein seit exakt 30 Jahren, als ihr Debut “Kitchen” in England erschien. “Lebensgeister” knüpft stilistisch und thematisch an “Kitchen” an. Yoshimoto hat diesen Roman als Reaktion auf die Katastrophe von Fukushima geschrieben, wobei die zwar keine Rolle in der Geschichte spielt, dafür aber um so mehr die Nahtoderfahrung nach einem schweren Unfall, Tod, Verlust, Trauer und das eigene Überleben und Weiterleben in einer Art Zwischenwelt. Wie selbstverständlich stehen hier Geister herum oder schieben ihr Fahrrad durch die Straßen. Es ist eine Erzählung zwischen Faszination und Befremden. Dabei findet sich alles wieder, was für mich japanisches Schreiben ausmacht: Sprachliche und erzählerische Eleganz, dazu eine kühle Distanziertheit, die auch in Anbetracht der schlimmen Erlebnisse abgeklärt und kaum emotional, dann wiederum total naiv wirkt. So manches scheint etwas zusammenhangslos. Eliptische Handlungssprünge, eingestreute Lebensweisheiten und Aphorismen, ständige Stilbrüche zwischen “elitärer” Sprache und Umgangssprache (“kann man nix machen, was soll’s”). Der Roman bildet eine Zwischenwelt ab, durch und durch. “So lauert, wo der Himmel ist, stets auch die Hölle.” “Änderung bedeutet, dass die Zeit plötzlich zerrissen wird. Eine Person, die eben noch da war, ist plötzlich nicht mehr da. Dinge, die man eben noch hatte, sind auf einmal verschwunden. Außer der eigenen Existenz im Hier und Jetzt ist nichtsmehr gewiss.” “Im Jetzt leben – schön und gut, aber vielleicht bedeutet es auch, dass man zu einem Einfaltspinsel wird, der sich keinerlei Gedanken mehr macht.” Ein Roman wie ein literarisches Manga, in dem seelische Verwundungen sichtbar werden und das zeigt, wie die Dinge im Fluss sind und nichts bleibt, wie es ist. Das einzige, das bleiben kann und muss, ist Akzeptanz. Ein ähnliches “literarisches Manga” (wenn auch dusterer), ebenfalls bei Diogenes erschienen und wie “Lebensgeister” übersetzt von Thomas Eggenberg ist Fuminori Nakamuras “Die Maske.” Eggenberg hat die Übersetzung von “Lebensgeister” mit zahlreichen Fußnoten ausgestattet, die u.a. die japanischen Ortsbezeichnungen sowie kulturelle Gegebenheiten erklären.

Nachrichten aus der Zwischenwelt

Bewertung am 05.05.2019
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Die japanische Autorin Banana Yoshimoto steht schon länger auf meiner Bucket List, um genau zu sein seit exakt 30 Jahren, als ihr Debut “Kitchen” in England erschien. “Lebensgeister” knüpft stilistisch und thematisch an “Kitchen” an. Yoshimoto hat diesen Roman als Reaktion auf die Katastrophe von Fukushima geschrieben, wobei die zwar keine Rolle in der Geschichte spielt, dafür aber um so mehr die Nahtoderfahrung nach einem schweren Unfall, Tod, Verlust, Trauer und das eigene Überleben und Weiterleben in einer Art Zwischenwelt. Wie selbstverständlich stehen hier Geister herum oder schieben ihr Fahrrad durch die Straßen. Es ist eine Erzählung zwischen Faszination und Befremden. Dabei findet sich alles wieder, was für mich japanisches Schreiben ausmacht: Sprachliche und erzählerische Eleganz, dazu eine kühle Distanziertheit, die auch in Anbetracht der schlimmen Erlebnisse abgeklärt und kaum emotional, dann wiederum total naiv wirkt. So manches scheint etwas zusammenhangslos. Eliptische Handlungssprünge, eingestreute Lebensweisheiten und Aphorismen, ständige Stilbrüche zwischen “elitärer” Sprache und Umgangssprache (“kann man nix machen, was soll’s”). Der Roman bildet eine Zwischenwelt ab, durch und durch. “So lauert, wo der Himmel ist, stets auch die Hölle.” “Änderung bedeutet, dass die Zeit plötzlich zerrissen wird. Eine Person, die eben noch da war, ist plötzlich nicht mehr da. Dinge, die man eben noch hatte, sind auf einmal verschwunden. Außer der eigenen Existenz im Hier und Jetzt ist nichtsmehr gewiss.” “Im Jetzt leben – schön und gut, aber vielleicht bedeutet es auch, dass man zu einem Einfaltspinsel wird, der sich keinerlei Gedanken mehr macht.” Ein Roman wie ein literarisches Manga, in dem seelische Verwundungen sichtbar werden und das zeigt, wie die Dinge im Fluss sind und nichts bleibt, wie es ist. Das einzige, das bleiben kann und muss, ist Akzeptanz. Ein ähnliches “literarisches Manga” (wenn auch dusterer), ebenfalls bei Diogenes erschienen und wie “Lebensgeister” übersetzt von Thomas Eggenberg ist Fuminori Nakamuras “Die Maske.” Eggenberg hat die Übersetzung von “Lebensgeister” mit zahlreichen Fußnoten ausgestattet, die u.a. die japanischen Ortsbezeichnungen sowie kulturelle Gegebenheiten erklären.

Bewertung am 16.08.2020

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

EIn kurzweiliges poetisches Juwel.

Bewertung am 16.08.2020
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Anja Hehenberger

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5/5

Kunstvoll und traumhaft schön.

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Ein Buch zwischen Traum und Wirklichkeit. Banana Yoshimoto schreibt in leisen Tönen, man bekommt ein Gefühl von schwerelos-Sein. Das Buch hat mich sehr beeindruckt und nachdenklich gestimmt. Es ist die Erzählweise der Autorin, die mich auf voller Linie begeistert hat. Sehr poetisch und einfühlsam. Ich bin so begeistert, dass ich bestimmt noch weitere Bücher der Autorin lesen werde.
5/5

Kunstvoll und traumhaft schön.

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Ein Buch zwischen Traum und Wirklichkeit. Banana Yoshimoto schreibt in leisen Tönen, man bekommt ein Gefühl von schwerelos-Sein. Das Buch hat mich sehr beeindruckt und nachdenklich gestimmt. Es ist die Erzählweise der Autorin, die mich auf voller Linie begeistert hat. Sehr poetisch und einfühlsam. Ich bin so begeistert, dass ich bestimmt noch weitere Bücher der Autorin lesen werde.

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2/5

Prägendes Nahtoderlebnis

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Banana Yoshimotos "Lebensgeister" handelt von einer jungen Frau, die nach einem Nahtoderlebnis das Leben mit neuen Augen betrachtet. Nach einem schweren Autounfall, der Sayochans Freund aus dem Leben gerissen und auch sie selbst fast umgebracht hat, sieht die junge Frau das Leben mit neuen Augen. Verstärkt wird ihr neues Bewusstsein nicht nur durch ihre Nahtoderfahrung, sondern auch durch die Tatsache, dass sie seit der Tragödie auch die Fähigkeit besitzt, Geister zu sehen. Auf knapp 160 Seiten schildert sie ihren Weg zurück ins Leben. Der Klappentext dieses Buchs hat mich sehr angesprochen und neugierig gemacht, aber leider konnte mich "Lebensgeister" letzten Endes nicht überzeugen. Ich finde es zwar schön zu sehen, wie sich die Protagonistin im Laufe der Geschichte verändert, aber mir kommt die Handlung insgesamt zu kurz. Dafür sinniert Sayochan wiederholt seitenlang über das Leben und den Tod, was mit der Zeit anstrengend wird. Insgesamt hat das Buch zwar eine interessante Grundlage, die mir persönlich aber auf zu spirituelle Art und Weise verarbeitet wird.
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Banana Yoshimotos "Lebensgeister" handelt von einer jungen Frau, die nach einem Nahtoderlebnis das Leben mit neuen Augen betrachtet. Nach einem schweren Autounfall, der Sayochans Freund aus dem Leben gerissen und auch sie selbst fast umgebracht hat, sieht die junge Frau das Leben mit neuen Augen. Verstärkt wird ihr neues Bewusstsein nicht nur durch ihre Nahtoderfahrung, sondern auch durch die Tatsache, dass sie seit der Tragödie auch die Fähigkeit besitzt, Geister zu sehen. Auf knapp 160 Seiten schildert sie ihren Weg zurück ins Leben. Der Klappentext dieses Buchs hat mich sehr angesprochen und neugierig gemacht, aber leider konnte mich "Lebensgeister" letzten Endes nicht überzeugen. Ich finde es zwar schön zu sehen, wie sich die Protagonistin im Laufe der Geschichte verändert, aber mir kommt die Handlung insgesamt zu kurz. Dafür sinniert Sayochan wiederholt seitenlang über das Leben und den Tod, was mit der Zeit anstrengend wird. Insgesamt hat das Buch zwar eine interessante Grundlage, die mir persönlich aber auf zu spirituelle Art und Weise verarbeitet wird.

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