Deutsche und zentraleuropäische Juden in Palästina und Israel Kulturtransfers, Lebenswelten, Identitäten - Beispiele aus Haifa
40,10 €
inkl. gesetzl. MwSt.Beschreibung
Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Ja
Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
19.05.2016
Herausgeber
Anja SiegemundVerlag
Neofelis VerlagSeitenzahl
514 (Printausgabe)
Dateigröße
32560 KB
Sprache
Deutsch
EAN
9783958080874
Lange Jahre waren im kollektiven Gedächtnis sowie in der Geschichtsschreibung über die 'Jeckes' genannten Migrantinnen und Migranten aus Deutschland und Zentraleuropa zwei Narrative dominierend: Während das eine artikuliert, dass diese sich nur begrenzt in die bereits bestehende jüdische Gesellschaft des britischen Mandatsgebiets Palästina und Israels integriert hätten, betont das andere ihren positiven Beitrag zur Modernisierung des Landes. Beide Narrative sind nicht unbedingt konkurrierend, sondern ergänzen sich, beiden liegt zumeist dasselbe normative Diktum zugrunde - der Aufbau von Stadt, Land und Staat als jener Maßstab, an dem eine Migrantengruppe zu messen sei.
Doch so zählebig beide Narrative sind, wird die Geschichte der Jeckes zunehmend mittels innovativer historiografischer und kulturwissenschaftlicher Ansätze und Methoden geschrieben, wie sie für die moderne, auch deutsch-jüdische Geschichtsschreibung längst üblich sind. Diese Trends bündelt und intensiviert der vorliegende Band. Die versammelten Beiträge analysieren kulturelle Transfers von Deutschland und Zentraleuropa nach Palästina und Israel im Spannungsfeld von Bewahrung und Transformation; sie fragen nach Lebenswelten und Identitätsentwürfen, untersuchen 'jeckische Institutionen' der Stadt, Biografien von Individuen, Familien und Generationen, Alltag und Habitus, 'Kulturkämpfe' sowie Milieus, kulturelle Gedächtnisse und Tradierungen.
Deutsche und zentraleuropäische Juden in Palästina und Israel, ein polyphones - auch disparates - Mosaik, will damit die Stereotype, die im Zusammenhang mit den Jeckes beharrlich reproduziert werden, aufbrechen, zumindest überprüfen und die Komplexität und Pluralität der Befunde herausstellen. Das Buch ist interdisziplinär angelegt und enthält Originalbeiträge internationaler Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie reichhaltiges, bisher weitgehend unveröffentlichtes privates Bildmaterial. Haifa dient als Prisma und Beispiel. Unter den drei großen Städten des Landes am meisten 'jeckisch' geprägt, spiegelt die Hafenstadt im Norden Israels die Migration der weniger Prominenten wider, gleichzeitig aber auch jener, die die deutschen Juden ganz besonders repräsentierten.
Kundinnen und Kunden meinen
Verfassen Sie die erste Bewertung zu diesem Artikel
Helfen Sie anderen Kund*innen durch Ihre Meinung
Kurze Frage zu unserer Seite
Vielen Dank für Ihr Feedback
Wir nutzen Ihr Feedback, um unsere Produktseiten zu verbessern. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir Ihnen keine Rückmeldung geben können. Falls Sie Kontakt mit uns aufnehmen möchten, können Sie sich aber gerne an unseren Kund*innenservice wenden.
zum Kundenservice