Theophanie und Mythos in Heinrich von Kleists 'Amphitryon'. Der Einfall der Götter als Ausnahmezustand des Ichs
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
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Nein
Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
02.03.2016
Verlag
GRINSeitenzahl
22 (Printausgabe)
Dateigröße
523 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783668164123
Im Rahmen dieser Hausarbeit soll die These belegt werden, dass die Theophanie Jupiters und Merkurs einen Ausnahmezustand generiert, in dem die Identitäten der handelnden Figuren sukzessive unsicher werden. Dieser Ausnahmezustand des Ichs manifestiert sich in einer politisch-gewalttheoretischen Dimension, einer sprachtheoretischen sowie einer epistemologischen Dimension, die eine kritische Subversion von zeitgenössischen religiösen Vorstellungen inkludiert. Dieser umfassende Ansatz bietet sich durch die Betonung der spielerischen Selbstreflexion des Dramas an, die die drei verschiedenen Dimensionen des Dramentextes verbindet.
In einem ersten Schritt soll aufgezeigt werden, dass die Theophanie und das damit verbundene Doppelgängerspiel einen Ausnahmezustand erzeugt, in dessen Verlauf durch die Täuschungen der Götter die handelnden Figuren, einschließlich der Götter, eine je unterschiedlich nuancierte Krise ihrer Identität erfahren, die in einem Ausnahmezustand des Ichs kulminiert. Jupiter verhängt einen Ausnahmezustand, in dessen Verlauf ihm die souveräne Verfügungsgewalt über diesen sukzessive wieder entgleitet. Jupiters Machtverlust als Souveränitätseinschränkung führt zu einer spezifischen Form von Biopolitik, die zugleich eine Veränderung des Verhältnisses zwischen Menschen und Göttern, Herrschern und Untertanen impliziert.
In einem zweiten Schritt soll dann die sprachtheoretische und epistemologische Dimension des Ausnahmezustands untersucht werden.
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