Gewaltdarstellung und ihre Funktionen in Heinrich von Kleists 'Michael Kohlhaas' "mit Feuer und Schwert, die Arglist, in welcher die ganze Welt versunken sei, zu bestrafen"
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
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Nein
Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
04.03.2016
Verlag
GRINSeitenzahl
28 (Printausgabe)
Dateigröße
562 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783668165816
Die Funktionen und Bedeutungen der Gewaltdarstellung stehen in der Forschungs- und Rezeptionsgeschichte nicht selten im Fokus des Interesses an den Texten, deren zentrales Thema häufig Gewalt in allen ihren Facetten darstellt und in nahezu jedem Text verhandelt wird. Gewalt wird in Kleists Michael Kohlhaas in drei exemplarischen Diskursfeldern verhandelt. Zum ersten wird Gewaltdarstellung als Begründung für eine sozialkritische Fortführung der Aufklärung genutzt. Zweitens stellt Kleists Text Gewalt als meist einziges probates Mittel zur Durchsetzung legitimer libertärer Forderungen heraus. Und drittens instrumentalisiert Kleist Gewaltdarstellung aber auch als Mittel einer Aufklärungskritik im Sinn einer kritischen Reflexion auf die Möglichkeiten und Grenzen des Perfektibilitätsstrebens der Aufklärung, das auf einem positiven, entwicklungsfähigen Menschenbild und auf einer vernünftig eingerichteten Weltordnung basiert. In dieser Hausarbeit soll die These einer Funktionstrias der Gewaltdarstellung als Fortführung der Aufklärung, als Aufklärungskritik und als Didaxe der Macht in Kleists Michael Kohlhaas nachgewiesen werden.
Der Titel der Hausarbeit "mit Feuer und Schwert, die Arglist, in welcher die ganze Welt versunken sei, zu bestrafen" reflektiert alle drei Aspekte der Funktionstrias der Gewaltdarstellung in Kleists Michael Kohlhaas, indem durch die Benennung des Weltzustandes mit der Bezeichnung "Arglist" eine Unordnung angedeutet wird, die auf institutionalisierten Vorurteilen und Machtmissbrauch beruht und durch eine Fortführung der Aufklärung beseitigt werden soll. Gleichzeitig rechtfertigt diese Arglist der Weltordnung aber auch den Einsatz von Gewalt zu libertären Zwecken.
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