Endlich in Frieden leben und die Freiheit auskosten – das ist Annas einziger Wunsch, als ihre Flucht aus der Diktatur Mitteleuropas gelingt und sie auf afrikanischem Boden mit ihren Eltern wieder glücklich vereint ist. Doch der Kontakt zu ihrem besten Freund Felix ist abgebrochen. Und ihre erste große Liebe Adonis wird immer noch gefangen gehalten von dem rückständigen Regime, auf dessen Todesliste er steht. Der Verlust ist groß. Zu groß?
Wie schon beim erfolgreichen ersten Band der «Kreuzträgerin»: Das Buch liest sich wie ein Actionfilm mit feinem geistlichen Durchsatz. Nicht nur die Lesetemperatur steigt – Anna geht diesmal ins ferne Afrika.
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Anna Tanner hat in ihrer…
LEXI aus Österreich am 13.02.2017
Bewertungsnummer: 2712655
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Anna Tanner hat in ihrer Vergangenheit in einem Mitteleuropa, in dem Menschenrechte rigoros ignoriert werden und es weder Meinungs-, noch Religions- und Pressefreiheit gibt, für einigen Tumult gesorgt. Die ehemals mustergültige Apollinerin wird durch eine schicksalhafte Begegnung zum Nachdenken gebracht, lehnt sich gegen das Regime auf und wird letztendlich als Verräterin zu Tode verurteilt. Sie entkommt den europäischen Schergen mit knapper Not und flieht zu ihren Eltern nach Afrika. In Kenia sieht sie ihre schmerzlich vermisste Mutter wieder und begegnet auch ihrem Vater, der die Familie vor vielen Jahren verließ. Reinhold Tanner hatte sich der Rettung der Christen in Europa verschrieben und im fernen Afrika ein Rettungscenter aufgebaut. Anna genießt es zum ersten Mal in ihrem Leben, ausreichend Nahrung und Kleidung zur Verfügung zu haben, nicht über jeden Schritt Rechenschaft ablegen oder auf jedes Wort, das man sagt, achtgeben zu müssen. Sie ist in einem Land angekommen, in dem man sagen, denken, reden und glauben darf, was man möchte. Durch die liebevolle Zuwendung ihrer Familie und deren Freunde erholt sich Anna zwar rasch, sie fühlt sich jedoch einsam und isoliert und kann zudem Gott in ihrem neuen Umfeld nicht finden. Ihr Innerstes findet keine Ruhe. Durch eine Intrige in der Kollegenschaft werden Ungereimtheiten in der Organisation aufgedeckt und plötzlich überschlagen sich die Ereignisse: Anna muss fliehen und findet sich in einem Land wieder, dessen Sprache sie nicht mächtig ist und deren Kontaktpersonen sie misstraut… wird Anna es schaffen, ihren Verfolgern erneut zu entkommen? In kurzen Sätzen wird dem Leser ein Rückblick auf die Ereignisse des Vorgängerbuches gegeben. Man begegnet den Sympathieträgern Kephas und Felix aus dem ersten Band wieder und darf sich über die Wiedervereinigung der Familie Tanner freuen. Da dieser zweite Teil in Afrika und anschließend in Finnland spielt, stellt Lydia Schwarz ihrer Protagonistin neue Nebenfiguren zur Seite, die ich allesamt als sehr gut konstruiert empfand. Besonders ans Herz gewachsen ist mir die herzliche Mama Moses, die Mutter des Felix Livingstone. Meine größte Sympathie galt allerdings dem schwermütigen Philosophen Kephas, der als Abtrünniger und Outlaw ebenfalls eine neue Heimat in Afrika gefunden hatte und immer noch um seine Familie trauert. Bei den Mitarbeitern der Hilfsorganisation handelt es sich um sehr originell gezeichnete Charaktere, die durch die ausführliche Beschreibung der Autorin in diesem Buch regelrecht zum Leben erweckt werden. Der Buchtitel und die Abbildung der Protagonistin mit der großen Tätowierung eines Kreuzes auf ihrem Oberarm als Erkennungszeichen der Christen weisen bereits darauf hin, dass dem Glauben an Gott großen Raum in diesem Buch gegeben wird. Diese Tatsache hat dieses spannende und Abenteuer verheißende Buch meiner Ansicht nach sehr bereichert. Ich habe die Lektüre in hohem Maße genossen, und wurde auf den letzten drei Buchseiten dermaßen positiv überrascht, dass ich es nun kaum erwarten kann, den dritten Band in Händen halten zu dürfen. An die kleine Schrift, den engen Zeilenabstand und die ungewöhnliche Platzierung der Seitenanzahl des Buches hatte ich mich nach der Lektüre des ersten Bandes inzwischen notgedrungen gewöhnt. Ein großer Kritikpunkt meinerseits ist jedoch die Darstellung jener Szenen, die in Finnland spielen, wo man sich als Leser regelrecht durch zweihundert Buchseiten in gebrochenem Deutsch quälen muss. Es hat meinen Lesefluss empfindlich gestört und mich ehrlich gesagt irgendwann dermaßen genervt, dass ich dazu überging, einige Passagen sogar zu überlesen. Mit „Jenseits des Feuersturms“ wird die Buchreihe „Die Kreuzträgerin“ auf interessante, abenteuerliche und spannende Weise fortgesetzt. Dieser Roman wirft ernste Themen auf und zeichnet ein erschreckendes Zukunfts-Szenario, das in Mitteleuropa hoffentlich niemals zur Realität wird. Spannend – unterhaltend – empfehlenswert! (gekürzte Version)
Mare Concordia
eskimo81 (Mitglied der Book Circle Community) am 29.10.2023
Bewertungsnummer: 2056383
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Anna Tanners Flucht nach Afrika - direkt an den ersten Band schliesst dieser an. Anna ist frei, endlich - sie findet ihre Mutter und ihren Vater und müsste eigentlich glücklich sein. Aber sie bangt um Adonis. Ist der Verlust zu gross?
Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht. Es braucht eben alles seine Zeit. Gib dir Zeit. (Seite 75)
Gott straft uns nicht, er liebt uns, er leidet mit uns (Seite 227)
Die Kreuzträgerin - Teil 2 - Spannend gehts weiter. Aber auch wenn die Autorin authentisch erscheinen wollte mit dem Englischen und dem Finnischen Ausdrücken / Dialekten hat mich das am meisten genervt. Ich bin der englischen Sprache nicht gerade “mächtig” und dann so viele Sätze auf Englisch überfliegen zu müssen war nicht gerade ein Lesegenuss. Gut, vieles wurde übersetzt aber trotz allem - für mich war das einfach nur nervig und unnötig. Es nahm einfach den Fluss und machte das ganze extrem schwerfällig.
Es scheint einen dritten Teil zu geben, auch wenn ich nirgends dazu Hinweise fand. Der Schluss ist kein Schluss und man hängt noch immer in der Luft, wie das Ende einmal sein wird. Da hoffe ich doch, dass wir nicht zu lange auf die Erlösung warten müssen.
Was Lydia Schwarz schon beim ersten Teil gelungen ist und auch hier immer wieder einfloss, der Glaube. Die vielen feinen Hinweise auf Gott, auf den Glauben, auf Freundschaft und Lebensweisheiten. Oftmals wurden mit kleinen Nuancen den Finger gezeigt. Einfach auf die feine und nicht direkte Weise. So, dass jeder Leser selber wissen muss, was er daraus entnehmen möchte. Und auch so, dass man bewusst lesen muss um die feinen Hinweise überhaupt zu sehen.
Der Schreibstil dürfte etwas mehr den Schweizer Charakter der Autorin zeigen :-)
Fazit: Ein faszinierender zweiter Teil, der etwas übertrieben war. Englisch und Finnische Sprachfetzten, die einem nicht gerade sprach versierten Leser ärgern können. Dafür umso mehr Glaubenshinweise für den “richtigen” Weg. Schade, dass nirgends vermerkt ist, dass es sich - vermutlich - um eine Trilogie handelt.
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