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Produktbild: Die Sprache der Eroberinnen

Die Sprache der Eroberinnen und andere Glossen

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

04.10.2016

Abbildungen

3

Verlag

Wallstein Verlag

Seitenzahl

143

Maße (L/B/H)

1,2/12/20 cm

Gewicht

175 g

Farbe

Weiß / Anthrazit

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-8353-1896-0

Beschreibung

Rezension

»Mit Witz und Verstand nimmt Pusch explizit Stellung zu den ›vielen Gesichtern‹ sprachlicher Diskriminierung«
(Esra Ates, Mathilde, Januar/Februar 2017)
»mit ihren Online-Glossen legt sie häufig Bedeutungen offen, die sich in der Sprache verstecken und unbemerkt ihr frauenfeindliches Werk tun«
(Weiber Diwan, Sommer 2017)
»Diesem Band kann man nur möglichst viele Leser!nnen wünschen.«
(Damaris Nübling, Germanistik 2017, Band 58, Heft 3-4)

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

04.10.2016

Abbildungen

3

Verlag

Wallstein Verlag

Seitenzahl

143

Maße (L/B/H)

1,2/12/20 cm

Gewicht

175 g

Farbe

Weiß / Anthrazit

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-8353-1896-0

Herstelleradresse

Wallstein-Verlag GmbH Verlag und Werbung
Geiststr. 11
37073 Göttingen
Deutschland
Email: info@wallstein-verlag.de
Url: www.wallstein-verlag.de
Telephone: +49 551 548980
Fax: +49 551 5489833

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  • Manfred Orlick

    aus Halle (Saale)

    4/5

    14.01.2021

    Buch (Taschenbuch)

    Kkritisch und pointiert

    Seit über dreißig Jahren schreibt die Schriftstellerin und Feministin Luise F. Pusch (Jg. 1944) Glossen und so ist mit „Die Sprache der Eroberinnen“ ein weiterer Auswahlband mit Glossen, alle im Göttinger Wallstein Verlag, erschienen. In den 42 neuen Glossen setzt sich Pusch wie immer kritisch und pointiert mit der Benachteiligung der Frau durch den männlich dominierten Sprachgebrauch auseinander. Die Mitbegründerin der feministischen Linguistik richtet ihren Blick dabei auf ein großes Themenspektrum, das von der aktuellen Politik über Film und Fernsehen oder Mode bis hin zum Paarlaufen des Eiskunstsportes reicht. So stellt sie z.B. die provozierende Frage wann heißt die beliebte TV-Sendung endlich „Wer wird Millionärin?“ Oder sie erörtert die Frage was sind die weiblichen Formen von „Täufling“ oder „Flüchtling?“ Vielleicht „Eingetauchte“ und „Schutzsuchende“? Pusch rückt mit Humor, aber auch mit ernstem Nachdruck ihren feministischen Blick auf unsere Männerwelt, um nicht zu sagen auf unsere „Herrensprache“. Das löst mitunter Unverständnis und Protest aus wie ihre Glosse „Frauenquote fürs Cockpit“, die sie als Reaktion auf den von einem Piloten herbeigeführten Absturz einer Maschine mit 149 Toten schrieb: die Selbstmordrate sei bei Frauen deutlich niedriger als bei Männern. Das löste einen wahren „Shitstorm“ los. In allen Bereichen entdeckt Pusch die Man(n)kos der deutschen Sprache, spürt sie die sprachlichen Geschlechterklischees überall auf. So plädiert sie in ihren Glossen für die Feminisierung der Sprache, um in der vorherrschenden Männerwelt die Rollenverteilung zu ändern und Platz für die Frau zu machen. Dabei geht die Autorin nicht immer bierernst vor, sondern setzt sich oft mit einer gehörigen Portion Ironie über die sprachliche Herrenkultur hinweg. Und so hat sie z.B. in der titelgebenden Glosse „Die Sprache der Eroberinnen“ ganz neue Erkenntnisse zur deutschen Sprachgeschichte gewonnen: der Mann als „Nicht-Frau“. Mit provozierenden, aber durchaus unterhaltsamen Texten will Pusch den Leser und die Leserin zum Nachdenken anregen und so sind die 144 Seiten eine geistreiche Aufforderung, überkommene sprachliche Gegebenheiten nicht einfach als selbstverständlich hinzunehmen, sondern unseren aktuellen Sprachgebrauch näher zu hinterfragen.

  • MaWiOr

    aus Halle

    4/5

    13.10.2016

    Buch (Taschenbuch)

    Seit über dreißig Jahren…

    Seit über dreißig Jahren schreibt die Schriftstellerin und Feministin Luise F. Pusch (Jg. 1944) Glossen und so ist mit „Die Sprache der Eroberinnen“ ein weiterer Auswahlband mit Glossen, alle im Göttinger Wallstein Verlag, erschienen. In den 42 neuen Glossen setzt sich Pusch wie immer kritisch und pointiert mit der Benachteiligung der Frau durch den männlich dominierten Sprachgebrauch auseinander. Die Mitbegründerin der feministischen Linguistik richtet ihren Blick dabei auf ein großes Themenspektrum, das von der aktuellen Politik über Film und Fernsehen oder Mode bis hin zum Paarlaufen des Eiskunstsportes reicht. So stellt sie z.B. die provozierende Frage wann heißt die beliebte TV-Sendung endlich „Wer wird Millionärin?“ Oder sie erörtert die Frage was sind die weiblichen Formen von „Täufling“ oder „Flüchtling?“ Vielleicht „Eingetauchte“ und „Schutzsuchende“? Pusch rückt mit Humor, aber auch mit ernstem Nachdruck ihren feministischen Blick auf unsere Männerwelt, um nicht zu sagen auf unsere „Herrensprache“. Das löst mitunter Unverständnis und Protest aus wie ihre Glosse „Frauenquote fürs Cockpit“, die sie als Reaktion auf den von einem Piloten herbeigeführten Absturz einer Maschine mit 149 Toten schrieb: die Selbstmordrate sei bei Frauen deutlich niedriger als bei Männern. Das löste einen wahren „Shitstorm“ los. In allen Bereichen entdeckt Pusch die Man(n)kos der deutschen Sprache, spürt sie die sprachlichen Geschlechterklischees überall auf. So plädiert sie in ihren Glossen für die Feminisierung der Sprache, um in der vorherrschenden Männerwelt die Rollenverteilung zu ändern und Platz für die Frau zu machen. Dabei geht die Autorin nicht immer bierernst vor, sondern setzt sich oft mit einer gehörigen Portion Ironie über die sprachliche Herrenkultur hinweg. Und so hat sie z.B. in der titelgebenden Glosse „Die Sprache der Eroberinnen“ ganz neue Erkenntnisse zur deutschen Sprachgeschichte gewonnen: der Mann als „Nicht-Frau“. Mit provozierenden, aber durchaus unterhaltsamen Texten will Pusch den Leser und die Leserin zum Nachdenken anregen und so sind die 144 Seiten eine geistreiche Aufforderung, überkommene sprachliche Gegebenheiten nicht einfach als selbstverständlich hinzunehmen, sondern unseren aktuellen Sprachgebrauch näher zu hinterfragen.

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