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Der letzte Zeitungsleser

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

11.08.2016

Verlag

Galiani Berlin ein Imprint von Kiepenheuer & Witsch

Seitenzahl

160

Maße (L/B/H)

19,3/12,3/1,7 cm

Gewicht

213 g

Farbe

Elfenbein / Graugrün

Auflage

3. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-86971-128-7

Beschreibung

Rezension

Liebenswerte und originelle Hymne. Hervorragend. ("Münchner Merkur")
Der Autor versammelt historische Häppchen, die den Zauber gedruckter Neuigkeiten bezeugen und zugleich deren Bindung an einen kontemplativen Lebensstil anzeigen. (...) Angele legt eine amüsante und anekdotendralle Hommage vor, deren Zeitungssatz die ideale Darreichungsform ist. ("Weser-Kurier")
Angele hat ein kluges, witziges Buch geschrieben, keine weitere Liebeserklärung an die Tageszeitung. Es ist eine Hommage an den Zeitungsleser. (...) Angele interessiert Zeitungslesen als Kulturtechnik, als aussterbendes, den Geist – und nicht nur ihn – auf sehr spezifische Weise prägendes Handwerk. ("Frankfurter Rundschau")
Das Buch ist eine Liebeserklärung an eine liebgewonnene Kulturtechnik, die mitsamt ihren Ritualen wohl bald wie eine seltsame Marotte erscheinen wird. (...) Was wird bleiben, wenn die Zeitung verschwindet? Vielleicht Michael Angeles Buch über das Verschwinden der Zeitung. ("MDR artour")
In wohltuend unprätentiöser Weise resümiert hier ein journalistischer Vollprofi seine persönlichen Wahrnehmungen über die Rezeption der allseits im Untergang gesehenen Printmedien (…) Angele listet in nur wenigen Sätzen alle erdenklichen Topoi auf, die eine Zeitung ausmachen. Das Wissen, das Wundern, die Anregung, das Aufregen, sie alle werden behutsam in ihrem Bedeutungswandel referiert. ("taz")
Bis in die gelungene Buchgestaltung hinein ist es der Zeitungsmimikry verfallen (das Cover simuliert eine Zeitungstitelseite; der Satz imitiert eine endlose Zeitungsspalte), und es beschwört an der Lebensform Zeitung vor allem das Sinnliche und Situative – eine Kulturtechnik, deren Distinktionsgewinn mit abnehmender Umblättererpraxis weiter zunehmen dürfte. ("Die Welt")

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

11.08.2016

Verlag

Galiani Berlin ein Imprint von Kiepenheuer & Witsch

Seitenzahl

160

Maße (L/B/H)

19,3/12,3/1,7 cm

Gewicht

213 g

Farbe

Elfenbein / Graugrün

Auflage

3. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-86971-128-7

Herstelleradresse

Galiani, Verlag
Friedrichstraße 119
10117 Berlin
DE

Email: produktsicherheit@kiwi-verlag.de

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  • Literaturlounge eu

    aus Gießen

    5/5

    02.11.2018

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Es öffnet einem die Augen

    Ein schwieriges Buch war es für mich und dabei so unsagbar gut. Ich habe das Buch innerhalb von Stunden gelesen. Schon als es ankam war ich unsagbar neugierig auf das Buch. Der Einband, der einer Zeitung nachempfunden ist, machte mich ja schon mal kribbelig, dann der Titel „Der letzte Zeitungsleser“ einfach passend und gut gemacht. Die Seiten sind alle in schmalen Spalten wie bei einer Zeitung gehalten und ich muss sagen, da hat sich jemand schon bei der Gestaltung des Buches richtig Mühe gegeben. Und dann der Text von Michael Angele. Ich hatte am Anfang ein wenig Bedenken, da er ja selbst mal eine Netzzeitung betrieben hat. Ich dachte, na ja vielleicht erklärt er einem warum Zeitungsleser aussterben und macht sich nicht weiter Gedanken darüber, sondern erklärt es zur Folge der normalen Entwicklung. Aber man sollte nicht immer gleich alle Menschen nach dem ersten Eindruck oder ihrer Vita beurteilen. Da lag ich schlicht falsch! Er erläutert, warum die Zeitung eigentlich nicht sterben sollte, dass es eine Art Kulturgut ist, welches man schützen sollte. Vor allem zeigt er auf, warum gerade auch die lokalen Zeitungen so wichtig für uns sind, und warum man auch diese kleinen Blätter ruhig lesen sollte. Er beschreibt allerdings ebenso, wie austauschbar die Zeitungen mittlerweile wegen des Sparzwangs auch sind, da sie teilweise voneinander abschreiben bzw. die gleichen Journalisten nutzen, zumal sie irgendwie doch zusammengehören. Aber er zeigt auch auf, wie wichtig die Zeitung auch zur Entschleunigung ist, oder auch dafür vielleicht mal eine andere Gegend kennenzulernen. Gerade dies geschieht durch die lokalen Zeitungen, die immer mehr zu kämpfen haben. Es ist halt mittlerweile so, dass man die Zeitung auf dem Handy oder Tablett liest und nicht mehr die Zeitung als Papier in die Hand nimmt – viel zu unhandlich und viel zu unbequem. Aber dass man dadurch vielleicht mal etwas weniger hektisch ist, dies vergessen viele. Das ist ungefähr genauso, mit dem Buch. Es ist für mich ein Unterschied, ob ich ein Buch auf dem E-Bookreader lese oder ob ich das Buch wirklich in Papierform in die Hand nehme. Amazon erzählt einem zwar immer wieder, dass ein E-Book genauso gut ist wie ein Buch, aber nehmt z.B. mal dieses Buch in die Hand und seht es auf dem E-Bookreader an - es wird nicht das gleiche sein. Herr Angele erzählt, wie ein Zeitungssüchtiger nach seiner Zeitung sucht und wie es ist, wenn die Zeitung im Stammkiosk nicht da ist. Da läuft man selbst auch gerne mal ein paar hundert Meter weiter, um Sonntags die FAS oder WAMS, oder welche Zeitung auch immer, bei Frühstück zu lesen. Das Buch ist von vorne bis hinten eine Hommage an die Zeitung - wie wichtig sie für unser Leben sein kann. Es hat mir einige Dinge aufgezeigt, die mir teilweise in den letzten Jahren einfach gefehlt haben. Wenn ich z.B. in ein Kaffee gegangen bin, ja da fehlen die auf Holz gespannten Zeitungen und wenn dann gibt es immer nur ein Exemplar oder vielleicht mal zwei. Ich kann mich noch daran erinnern, dass ich früher in ein Kaffee gekommen bin und da war immer eine große Auswahl an verschiedenen Tageszeitungen vorhanden. Die Zeit ist sicherlich nicht mehr zurückzudrehen, aber bestellt euch mal einen Kaffee oder Tee und lest dabei eine Zeitung. Ihr werdet merken, auch wenn die Nachrichten vielleicht sogar von gestern sind, es ist wie bei einem Buch - es entschleunigt euch. Sucht ihr ein gut gemachtes Buch für jemanden der noch Zeitungen liest, oder wollt ihr einfach mal ein Buch lesen, was aus der Art schlägt und von vorne bis hinten etwas besonderes ist, dann lest genau dieses Buch. Es öffnet einem die Augen.

  • http://www.literaturlounge.eu

    aus Gießen

    4/5

    02.11.2018

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein schwieriges Buch war es…

    Ein schwieriges Buch war es für mich und dabei so unsagbar gut. Ich habe das Buch innerhalb von Stunden gelesen. Schon als es ankam war ich unsagbar neugierig auf das Buch. Der Einband, der einer Zeitung nachempfunden ist, machte mich ja schon mal kribbelig, dann der Titel „Der letzte Zeitungsleser“ einfach passend und gut gemacht. Die Seiten sind alle in schmalen Spalten wie bei einer Zeitung gehalten und ich muss sagen, da hat sich jemand schon bei der Gestaltung des Buches richtig Mühe gegeben. Und dann der Text von Michael Angele. Ich hatte am Anfang ein wenig Bedenken, da er ja selbst mal eine Netzzeitung betrieben hat. Ich dachte, na ja vielleicht erklärt er einem warum Zeitungsleser aussterben und macht sich nicht weiter Gedanken darüber, sondern erklärt es zur Folge der normalen Entwicklung. Aber man sollte nicht immer gleich alle Menschen nach dem ersten Eindruck oder ihrer Vita beurteilen. Da lag ich schlicht falsch! Er erläutert, warum die Zeitung eigentlich nicht sterben sollte, dass es eine Art Kulturgut ist, welches man schützen sollte. Vor allem zeigt er auf, warum gerade auch die lokalen Zeitungen so wichtig für uns sind, und warum man auch diese kleinen Blätter ruhig lesen sollte. Er beschreibt allerdings ebenso, wie austauschbar die Zeitungen mittlerweile wegen des Sparzwangs auch sind, da sie teilweise voneinander abschreiben bzw. die gleichen Journalisten nutzen, zumal sie irgendwie doch zusammengehören. Aber er zeigt auch auf, wie wichtig die Zeitung auch zur Entschleunigung ist, oder auch dafür vielleicht mal eine andere Gegend kennenzulernen. Gerade dies geschieht durch die lokalen Zeitungen, die immer mehr zu kämpfen haben. Es ist halt mittlerweile so, dass man die Zeitung auf dem Handy oder Tablett liest und nicht mehr die Zeitung als Papier in die Hand nimmt – viel zu unhandlich und viel zu unbequem. Aber dass man dadurch vielleicht mal etwas weniger hektisch ist, dies vergessen viele. Das ist ungefähr genauso, mit dem Buch. Es ist für mich ein Unterschied, ob ich ein Buch auf dem E-Bookreader lese oder ob ich das Buch wirklich in Papierform in die Hand nehme. Amazon erzählt einem zwar immer wieder, dass ein E-Book genauso gut ist wie ein Buch, aber nehmt z.B. mal dieses Buch in die Hand und seht es auf dem E-Bookreader an - es wird nicht das gleiche sein. Herr Angele erzählt, wie ein Zeitungssüchtiger nach seiner Zeitung sucht und wie es ist, wenn die Zeitung im Stammkiosk nicht da ist. Da läuft man selbst auch gerne mal ein paar hundert Meter weiter, um Sonntags die FAS oder WAMS, oder welche Zeitung auch immer, bei Frühstück zu lesen. Das Buch ist von vorne bis hinten eine Hommage an die Zeitung - wie wichtig sie für unser Leben sein kann. Es hat mir einige Dinge aufgezeigt, die mir teilweise in den letzten Jahren einfach gefehlt haben. Wenn ich z.B. in ein Kaffee gegangen bin, ja da fehlen die auf Holz gespannten Zeitungen und wenn dann gibt es immer nur ein Exemplar oder vielleicht mal zwei. Ich kann mich noch daran erinnern, dass ich früher in ein Kaffee gekommen bin und da war immer eine große Auswahl an verschiedenen Tageszeitungen vorhanden. Die Zeit ist sicherlich nicht mehr zurückzudrehen, aber bestellt euch mal einen Kaffee oder Tee und lest dabei eine Zeitung. Ihr werdet merken, auch wenn die Nachrichten vielleicht sogar von gestern sind, es ist wie bei einem Buch - es entschleunigt euch. Sucht ihr ein gut gemachtes Buch für jemanden der noch Zeitungen liest, oder wollt ihr einfach mal ein Buch lesen, was aus der Art schlägt und von vorne bis hinten etwas besonderes ist, dann lest genau dieses Buch. Es öffnet einem die Augen.

  • kvel

    4/5

    16.08.2016

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Gedanken zum Niedergang der Ära der gedruckten Zeitung.

    Inhalt: Dem Autor geht es hier nicht um das Jammern oder Schuld-Suchen warum die gedruckten Zeitungen immer mehr an Lesern verlieren und dem Untergang geweiht sind. Sondern er macht sich seine Gedanken, was man mit den gedruckten Zeitungen verlieren würde. Meine Meinung: Es geht nicht nur um das „Gefühl eine Zeitung in der Hand zu halten“ und „wie schön das Papier raschelt“. Oder um das Wann und Wo des Lesens einer Zeitung: Ob am Frühstückstisch oder Stillen Örtchen. Es geht auch darum, dass viele Zeitungen oder Artikel ungelesen irgendwo herum liegen, während das corporate publishing immer beliebter wird: „Jede Uni, jedes Theater hat eine eigene Zeitschrift, eine weitgehend ungelesene Zeitschrift, die allerdings gute Verdienstmöglichkeiten für Kulturjournalisten ist, bemisst sich doch die Honorierung eines Artikels umgekehrt proportional zu seiner Wahrnehmung. Als müsste man die Autoren dafür entschädigen, dass sie nicht gelesen werden.“ (S. 132) Er zeigt an verschiedenen Punkten auf, dass die Zeitungen nicht immer den richtigen Weg gehen, auch wenn sie meinen damit fortschrittlich zu sein. „... wird das weltpolitische Tagesgeschehen so abgehandelt, dass es ein Drittklässer versteht … [sonst] könnte es die Leser abschrecken. Vor lauter Angst, den Leser anzustrengen, vergisst man, ihn anzuregen.“ (S. 122). Fazit: Dies ist ein kleines, aber feines, Büchlein.

  • kvel

    4/5

    16.08.2016

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Gedanken zum Niedergang der…

    Gedanken zum Niedergang der Ära der gedruckten Zeitung. Inhalt: Dem Autor geht es hier nicht um das Jammern oder Schuld-Suchen warum die gedruckten Zeitungen immer mehr an Lesern verlieren und dem Untergang geweiht sind. Sondern er macht sich seine Gedanken, was man mit den gedruckten Zeitungen verlieren würde. Meine Meinung: Es geht nicht nur um das „Gefühl eine Zeitung in der Hand zu halten“ und „wie schön das Papier raschelt“. Oder um das Wann und Wo des Lesens einer Zeitung: Ob am Frühstückstisch oder Stillen Örtchen. Es geht auch darum, dass viele Zeitungen oder Artikel ungelesen irgendwo herum liegen, während das corporate publishing immer beliebter wird: „Jede Uni, jedes Theater hat eine eigene Zeitschrift, eine weitgehend ungelesene Zeitschrift, die allerdings gute Verdienstmöglichkeiten für Kulturjournalisten ist, bemisst sich doch die Honorierung eines Artikels umgekehrt proportional zu seiner Wahrnehmung. Als müsste man die Autoren dafür entschädigen, dass sie nicht gelesen werden.“ (S. 132) Er zeigt an verschiedenen Punkten auf, dass die Zeitungen nicht immer den richtigen Weg gehen, auch wenn sie meinen damit fortschrittlich zu sein. „... wird das weltpolitische Tagesgeschehen so abgehandelt, dass es ein Drittklässer versteht … [sonst] könnte es die Leser abschrecken. Vor lauter Angst, den Leser anzustrengen, vergisst man, ihn anzuregen.“ (S. 122). Fazit: Dies ist ein kleines, aber feines, Büchlein.

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