Die Rückkehr der Subjektivität. Wie sich der Perspektivwechsel vom Körper zum Leib auf das Leib-Seele-Problem auswirkt
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
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Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
27.04.2016
Verlag
GRINSeitenzahl
21 (Printausgabe)
Dateigröße
605 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783668206496
Die Grundannahmen der Naturwissenschaften werden kaum in Zweifel gezogen. Ihnen zufolge ist die Welt physisch kausal geschlossen. Jedem Ereignis geht ein anderes physisches Ereignis kausal voraus. Ebenso verhält es sich mit Ereignissen im menschlichen Gehirn. Aber an keiner Stelle in dieser Ursache-Wirkungs-Kette trifft man auf mentale Phänomene wie Absichten, Wünsche oder Empfindungen. Je kleinteiliger man die Strukturen und Prozesse des Gehirns durchkämmt, je schärfer die Mikroskope werden, sie können keine semantische Information, kein Glücksgefühl oder Schmerz, keine Erinnerung, keine Phantasie und kein Wissen ausmachen.
Selbst unter den Neurowissenschaftlern herrscht keine Einigkeit bezüglich des Erklärungswertes ihrer Ergebnisse zu mentalen Phänomenen. Bislang konnte sich die Wissenschaftsgemeinde auf keine vorherrschende Theorie über das Zusammenwirken von Geist und Gehirn einigen. Zwar glaubt man nicht nur in der Naturwissenschaft, dass mentale Phänomene rein physischer Natur sind, doch es verbleiben hartnäckig Erklärungsschwierigkeiten bezüglich phänomenaler Qualitäten.
Angesichts dieser komplexen Kontroverse soll ein Perspektivwechsel versucht werden, der durch die Ausführungen von Thomas Fuchs angeregt wurde. Fuchs schlägt vor, als Ausgangsbetrachtung den Menschen nicht als physischen Körper mit zusätzlichen mentalen Eigenschaften zu betrachten, sondern ihn als lebensweltlichen Leib, in seiner Gesamtheit mit allen inneren Facetten zu denken. Zusätzlich zu diesem Leib, ist der denkende Mensch auch noch zu einer rein naturwissenschaftlichen Betrachtung dieses Leibes fähig - der 3. Person Perspektive. Die leitende Forschungsfrage dieses Textes lautet daher: Welche Konsequenzen auf die Debatte hat ein Wechsel der Ausgangsperspektive von der rein naturwissenschaftlich physischen Betrachtung hin zu einer holistischen Leibbetrachtung?
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