Die Situation demenzkranker türkischer Migranten in Deutschland. Darstellung und Analyse kultursensibler, pflegerischer Beratungskonzepte
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
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Nein
Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
21.03.2016
Verlag
GRINSeitenzahl
28 (Printausgabe)
Dateigröße
613 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783668177987
Die Gruppe der älteren Menschen in Deutschland ist stetig wachsend. Die Vorausberechnungen des Statistischen Bundesamtes prognostizieren, dass 2030 in Deutschland der Altenquotient bereits bei über 75 liegt, und 2050 auf 85 ansteigen wird. Damit verbunden ist auch ein Anstieg pflegebedürftiger Menschen. Ältere Ausländer sind die am stärksten wachsende Bevölkerungsgruppe in Deutschland. Die türkischen Migranten stellen die zahlenmäßig größte Gruppe, mit 2,5 Mio. Menschen, dar.
Unter dem Begriff "Migrant" sind jedoch "sehr unterschiedliche Lebensschicksale mit äußerst heterogenen Bedingungen, Motivationen und Erfahrungen zusammengefasst, die lediglich als dünne Gemeinsamkeit haben, nicht der Mehrheitsgesellschaft anzugehören, sondern primär aus einer anderen Region, einem anderen Land bzw. einem anderen kulturellen Umfeld zu kommen". Einen Migrationshintergrund haben Ausländer, im Ausland Geborene und nach dem 1. Januar 1950 Zugewanderte, Eingebürgerte sowie Kinder, bei denen mindestens ein Elternteil in eine der genannten Kategorien fällt.
In Deutschland liegen bisher keine genauen Schätzungen über die Prävalenz von Demenzen bei Menschen mit Migrationshintergrund vor. Infolgedessen müssen auch die Beratungskonzepte entsprechend angepasst werden, da diese als "Türöffner" für eine kultur- und bedarfsangepasste Versorgung demenzerkrankter Menschen mit Migrationshintergrund bzw. türkischer Herkunft dienen. Dazu ist es erforderlich, Ursachen zu ermitteln, die eine Beratung und Betreuung von an Demenz erkrankten türkischen Migranten und deren Angehörigen erschweren oder entgegenstehen. Hilfreich ist es, Aspekte wie Kommunikationsprobleme (aufgrund einer möglichen Sprachbarriere), kulturell-geprägte Erklärungsmodelle für Erkrankungen (Krankheitskonzepte) und Behandlungserwartungen, mangelnde Aufklärung über Angebote der Gesundheits- und Beratungssysteme, strukturelle Rahmenbedingungen, Bildungsgrad und soziale Herkunft mit einzubeziehen. Fraglich ist, ob sich bereits vorhandene Beratungsstellen auf diese Hürden eingestellt haben, oder Nachbesserungsbedarf besteht.
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