Zwei Frauen sind spurlos verschwunden. Sowohl Katja Mohr als auch Michelle Heckler kümmerten sich in einem Flüchtlingsheim um Jugendliche. Als die Leiche von Michelle Heckler gefunden wird, bestätigt sich der düstere Verdacht: Die Frau wurde zu Tode gefoltert. Kriminalpsychologin Hannah Jakob schaltet sich ein - vielleicht kann sie Katja Mohr noch lebend wiederfinden, wenn sie sich in die Gedankenwelt des Täters hineinversetzt? Als Hannah ersten Hinweisen nachgeht, ist sie verblüfft: Die Verschwundene hatte mit ihrer vor Jahren verschollenen Schwester Liv zu tun. Nun wird der Fall persönlich.
Ein Vermisstenfall rührt an alte Wunden: Diese Ermittlung verlangt Hannah Jakob alles ab
Kundinnen und Kunden meinen
4.9/5.0
Bewertung
aus Vörstetten
5/5
02.02.2021
eBook (ePUB)
Viel zu langatmig und keine Spannung!
Die Story ist zwar interessant, aber man versteht die Nebenschauplätze mit ihren Aktivitäten nicht ganz.
Wozu so viele verschiedene Ebenen. Spannung stelle ich mir anders vor.
Bewertung
aus Bramsche
5/5
02.02.2021
eBook (ePUB)
Super spannend
Ein echter Peterskrimi. Atmosphärisch dicht und teilweise atemlos machend hat er am Schluss doch eine überraschende Wendung. Die Charaktere der ermittelnden Hauptpersonen sind trotz des bedrückenden Themas sympathisch und ihre Aktionen nachvollziehbar. Spannend von der ersten bis zur letzten Seite.
Bewertung
aus Ruhland
5/5
02.02.2021
eBook (ePUB)
Page-turner
Ich mag Hannah Jakob und ihren Hund Kotti sehr. Dieser Fall war packend und ich konnte das Buch kaum zur Seite legen, denn ich wollte unbedingt herausfinden wer der Ritzer ist.
Sabine Mach
aus München
5/5
06.10.2016
Buch (Taschenbuch)
Spannend!
Zwei Frauen, die sich ehrenamtlich in der Flüchtlingshilfe engagierten, sind verschwunden. Sowohl Katja Mohr als auch Michelle Heckler hatten sich in einem Flüchtlingsheim in Berlin um minderjährige Jugendliche gekümmert. Als die Leiche von Michelle Heckler südöstlich von Berlin am Zeuthener See gefunden wird, bestätigen sich die düsteren Annahmen: Die Frau wurde zu Tode gefoltert. Hannah Jakob, die Kriminalpsychologin, ist zunächst unschlüssig, ob sie sich in den Fall einschalten soll, doch immerhin besteht die Hoffnung, Katja Mohr noch retten zu können. Als Hannah eine Spur findet, ist sie verblüfft. Die Verschwundene hatte mit ihrer vor Jahren verschollenen Schwester Liv zu tun.
Katharina Peters kann Krimis! Mein (bis jetzt) zweites Buch der Autorin hat mich vollkommen überzeugt. Wieder ein stimmiges und passendes Cover, wieder der wunderbar leicht zu lesende Schreibstil, wieder ein wahnsinnig umfangreicher Plot, der sich aus unzähligen Handlungsträngen und vielen unterschiedlichen Charakteren am Ende auf wundersame Weise zu einem großen Ganzen fügt. Ein Plot, der den Leser erst verwirrt und auf falsche Fährten lockt. Ein Plot der einfach passt. Die Geschichte ist geschickt aufgebaut, so dass die Spannung durchgehend erhalten bleibt. Die Charaktere sind realistisch und haben Ecken und Kanten, sind nicht unfehlbar, sie sind sympathisch oder eben nicht, wie im echten Leben. Man bekommt auch einen tiefen Einblick in das Privatleben, was mir immer gut gefällt. Auch die abgründige Seele der Täter wird dem Leser nicht vorenthalten, vielleicht kann man dann einige Dinge besser verstehen, oder sie sich zumindest besser erklären. Vor allem dieser Sven Möller, dessen wahre Identität auch am Ende noch ungeklärt bleiben wird, ist ein äußerst interessanter Charakter. Welche Verbindung besteht wohl zwischen Hannah Jakob und ihm? Ich hoffe, dies im nächsten Band zu erfahren.
Mikka Liest
aus Hilter am Teutoburger Wald
5/5
29.09.2016
Buch (Taschenbuch)
Überraschend komplex - ein Krimi zum Mitdenken!
Katja Mohr und Michelle Heckler verschwinden am gleichen Abend scheinbar spurlos. Beide Frauen engagierten sich mit viel Einsatz und Herzblut in einem Flüchtlingsheim für minderjährige Flüchtlinge, auf das erst vor kurzem ein Brandanschlag verübt wurde, und Michelle nahm öfter an Protestaktionen gegen Rechts teil. Da liegt der Verdacht natürlich nahe, dass die Entführungen etwas mit dem rechten Milieu zu tun haben, und dieser Verdacht scheint zur traurigen Gewissheit zu werden, als die Leiche von Michelle gefunden wird, übersät mit in die Haut geschnittenen Nazi-Parolen.
Kriminalpsychologin Hannah Jakob ist jedoch nicht bereit, den Fall so schnell in eine Schublade zu stecken, und tatsächlich entpuppt er sich im Laufe des Buches als unglaublich vielschichtig.
Ich fand den Aufbau dieser Geschichte sehr geglückt: einfallsreich, irrsinnig komplex und dabei einfach gut geschrieben. Es gelingt der Autorin hervorragend, mit den vielen (!!) Handlungssträngen und den dazugehörigen Charakteren, Motiven, Ermittlungsansätzen und falschen Fährten zu jonglieren, ohne dass es krampfhaft konstruiert, unrealistisch oder konfus wirkt. Ja, man muss als Leser auf jeden Fall am Ball bleiben und mitdenken, um den Überblick nicht zu verlieren, aber das lohnt sich! In meinen Augen bleibt es trotzdem immer spannend und unterhaltsam, und die Auflösung konnte mich komplett überraschen, war aber dennoch glaubhaft.
Für mich liest sich das Buch von Aufbau und Art der Spannung her allerdings deutlich eher wie ein (guter) Krimi als ein Thriller!
Im Mittelpunkt der Geschichte steht Hannah Jakob, die ihren Hund Kotti über alles liebt und seit einem Unfall vor ein paar Jahren eine sogenannte Savant-Begabung hat: sie hat ein perfektes Gedächtnis für das gesprochene Wort und kann Unterhaltungen daher lückenlos reproduzieren. Sehr praktisch für eine Polizeipsychologin! Ich mochte sie sehr gerne und fand sie auch glaubhaft geschrieben: keine perfekte Super-Ermittlerin, sondern eine engagierte Frau, die auch mal Fehler macht oder der falschen Spur folgt.
Ihr Kollege Mark Springer scheint ein ziemlicher Hitzkopf zu sein, der Verdächtige schon mal aggressiv anpflaumt oder provokativ duzt, auch wenn Hannah ihn vorher darum gebeten hat, ruhig zu bleiben und sich nicht in das Verhör einzumischen. Aber im Grunde sind sie trotz gewisser Spannungen gerade durch ihre Gegensätze ein gutes Team.
Dann gibt es zum Beispiel noch Daniel Hihmler, einen Experten für das rechte Milieu, der auf mich wirkte wie ein Mann ganz kurz vor dem großen Zusammenbruch. Denn seine Frau leidet an schweren Depressionen, die sich weder durch Psychotherapie, noch durch Medikamente und sogar extreme Maßnahmen wie Elektroschockbehandlung lindern lassen. Auch wenn diese Nebenhandlung für den eigentlichen Fall kaum eine Rolle spielt, ist sie dennoch sehr interessant. Die Erkrankung der Frau wird so tragisch wie realistisch geschildert.
Generell fand ich die Darstellung der Charaktere und ihrer Motive gut gelungen, Die Autorin beschreibt sie mit viel Liebe zum Detail, was sie für mein Empfinden authentisch und glaubhaft macht - besonders die moralisch nicht so einwandfreien!
Da wäre zum Beispiel der "Ritzer", der schon als Jugendlicher begeistert war vom Schnitzen - nur war ihm schon damals Haut als Medium lieber als Holz... Er ist ein faszinierender Charakter, denn seine Taten sind zweifelsohne grausam, abstoßend und falsch, und dennoch kann man auf verquere Art nachvollziehen, wie er so geworden ist. Für ihn ist das Ritzen eine hohe Kunst und eine Obsession, und ich hatte den Eindruck, dass ihm die Fähigkeit fehlt, menschliche Empfindungen wie Angst und Schmerz wirklich nachzuempfinden.
Vielleicht noch interessanter fand ich Sven Möller: seines Zeichens Beschützer, verdeckter Ermittler, Stalker... Und Mörder. So eine Mischung habe ich noch in keinem Krimi gelesen - was für eine großartige Idee!
Zitat:
"Plötzlich stand er vor ihr, ein eisiger Schatten, der sich vor modriger Dunkelheit abhob wie ein Relief, und zog sie an den Armen hoch - der Schmerz loderte durch ihren Körper wie die hektisch zischende Flamme einer Zündschnur. Dann stülpte er ihr einen dunklen Sack über den Kopf und verschnürte ihn am Hals mit einem Strick. Panik durchbrach ihre dumpfe Lethargie - kein Erstickungstod, bitte, bitte, alles, nur nicht das..."
Der Schreibstil konnte mich mit wunderbaren Bildern, ganz viel Atmosphäre und einem guten Lesefluss mühelos überzeugen. Die Autorin erzählt die Geschichte mit einer sehr prägnanten Stimme, ohne dass es gekünstelt oder gar pseudo-literarisch wirkt.
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