Produktbild: In der sibirischen Kälte

In der sibirischen Kälte Autobiografisches

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

02.05.2016

Herausgeber

Karin Pfolz

Verlag

Karina-Verlag

Seitenzahl

256

Maße (L/B/H)

21/14,8/1,8 cm

Gewicht

376 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-903056-85-5

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

02.05.2016

Herausgeber

Karin Pfolz

Verlag

Karina-Verlag

Seitenzahl

256

Maße (L/B/H)

21/14,8/1,8 cm

Gewicht

376 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-903056-85-5

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  • Bewertung

    5/5

    24.07.2024

    Buch (Taschenbuch)

    Berührend und fesselnd zugleich

    In ihrer Autobiografie "In der sibirischen Kälte" führt uns Rosa Ananitschev nach Russland, in das Dorf Schönfeld, wo sie mit sechs Geschwistern aufwuchs. Die Eltern waren strenggläubige Baptisten, was sich in der Erziehung widerspiegelte. Alles Fröhliche war nicht erwünscht. Von Seiten der Mutter gab es wenig Wärme und offene Zuneigung, was aber die kleine Rosa so sehr gebraucht hätte. Sie war ein stilles Kind, schon in sehr frühen Jahren depressiv, was aber damals niemand erkannte. Dennoch suchte sie stets den Kontakt zu anderen Menschen, vermutlich, um der Trostlosigkeit und Enge des Elternhauses zu entfliehen. Als Rosa in die Schule kam, entdeckte sie die Welt der Bücher und ihr Talent zum Schreiben, beides ist ihr bis heute geblieben. Sehr berührend schildert die Autorin in Momentaufnahmen Begebenheiten aus ihrer Kindheit und Jugend und schließlich ihr Ankommen in Deutschland, Erinnerungen, die sich zu einem Ganzen konstituieren. Als Leserin kommt mir Rosa sehr nah. Ich erlebe ihre Ängste, ihre Traurigkeit, aber auch die kleinen schönen Augenblicke. Erlebe den Schock, als ein in früher Kindheit erfolgter und zunächst verdrängter Missbrauch an die Oberfläche kommt. Beim Lesen von Rosas Geschichte wird deutlich, wie stark sie im Grunde ist, eine Kämpfernatur, die immer wieder die Hand ergriff, die das Leben ihr zuweilen hingestreckt hat. Es war ein langer Weg, doch heute ist Rosa Ananitschev eine Frau, die bei sich angekommen ist. Die ein gutes Leben mit ihrer Partnerin hat, wenngleich auch die alten Wunden nicht völlig verheilt sind. Es ist kein leichtes Buch, es stimmt sehr nachdenklich, ruft Emotionen wach. Alles das, was die Autorin beschreibt, hat mich stark berührt, auf sehr subtile Weise hat mich Rosa Ananitschev mitgenommen und durch ihr Leben geführt. Bewundernswert empfinde ich den Schreibstil. Mit ihrer ausdrucksvollen, zum Teil poetischen Sprache versteht sie es, Gefühle und Erlebnisse darzustellen, ohne zu überborden. Diese Autobiografie birgt zudem viel zwischen den Zeilen, bricht mit dem Schweigen, legt dar, was man lieber nicht sehen möchte. Ein Buch, das Anerkennung und Aufmerksamkeit verdient. Von mir eine absolute Leseempfehlung.

  • Frau Emma

    aus Bayern

    5/5

    14.09.2018

    Buch (Taschenbuch)

    In der sibirischen Kälte

    Zuerst möchte ich mich für dieses starke und ehrliche Buch bedanken! Das sich mit gleich mehreren Themen befasst, die Zündstoff sind. In einer deutschen Familie in Russland aufgewachsen zu sein, ist alleine schon ein schweres Los. Denn die äußeren politischen Einflüsse und das streng baptistische Elternhaus haben nicht zu unbeschwertem Aufwachsen beigetragen. Dazu der Missbrauch durch den Bruder, der sich erst Jahrzehnte später immer wieder in Flashbacks bemerkbar machte. Das Unterbewusstsein hat schon ein intelligentes eigenes Wesen. Immerhin wurden die Erinnerungsfragmente erst in einer weit entfernten und sicheren Umgebung deutlicher. Und gut, dass sich die Autorin ein Herz fasste und dem nachspürte! Nur so konnte sie das angehen. Vergessen ist wohl wieder das zweite Paar Stiefel.. Das Geburtshaus dort in Sibirien ist ein Zeugnis dafür, wie durch die Herrschaft der dortigen Diktatur die Menschen verrohten. Unfassbar grausam agierten sie gegenüber Frauen. Dazu als Krankenschwestern und Ärztinnen? Das hat mir im Nachhinein noch Magenschmerzen bereitet. Die wenigen beschützten Momente mit und bei der Schwester waren kleine Lichtblicke für Rosa. Auch die Freundin und der spätere Schatz, der Ehemann. Klar hat sie den geliebt bis zu seinem allzu frühen Tod. Jetzt hat sie eine Lebenspartnerin und das freut mich sehr für sie. Der Vater, ein schwer arbeitender Mann, der auch noch in Gefangenschaft war? Die Aufzeichnungen von ihm sollte sie zu einem Buch zusammen fassen. Dann zu Mindestens der gesamten Familie zur Verfügung stellen. Denn das ist auch ein Zeit Zeugnis, das später nicht wieder von irgendwelchen Politikern geleugnet werden könnte! Ich wünsche der gesamten Familie Ananitschev Gesundheit und alles Gute! Danke für das Buch, denn das ist ein starkes Buch! Für das man Stärke haben musste, es zu schreiben. Für den Leser braucht es Stärke zu lesen. Und es verhilft vielleicht sogar so manchem Menschen zu der Stärke, die eigenen ..Fragmente zuzulassen.. Mit besten Empfehlungen und gerne die 5 Sterne, Frau Emma

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