Produktbild: Justins Heimkehr

Justins Heimkehr Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

21.07.2016

Verlag

C.H. Beck

Seitenzahl

420

Maße (B/H)

12,4/20,5 cm

Gewicht

578 g

Farbe

Elfenbein / Beige

Auflage

2

Originaltitel

Remember me like this

Übersetzt von

Sylvia Spatz

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-406-69742-5

Beschreibung

Rezension

"Ein kluger Mix aus Psychothriller und Innenschau einer Familie. Ein Plädoyer für Mitgefühl und Wahrheit."




Für Sie, 15. August 2016

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

21.07.2016

Verlag

C.H. Beck

Seitenzahl

420

Maße (B/H)

12,4/20,5 cm

Gewicht

578 g

Farbe

Elfenbein / Beige

Auflage

2

Originaltitel

Remember me like this

Übersetzt von

Sylvia Spatz

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-406-69742-5

Herstelleradresse

Verlag C.H.Beck GmbH & Co. KG
Wilhelmstraße 9
80801 München
DE
produktsicherheit@beck.de

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  • Nisnis

    aus Dortmund

    5/5

    12.05.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Justins Entführung - Das Davor und das Danach

    Justins Entführung – Davor und Danach Justin ist zwölf Jahre alt, als er von einem Skate-Ausflug nicht nach Hause zurückkehrt. Justin wurde entführt. Entdeckt von einer aufmerksamen Trödlerin taucht er nach vier Jahren wieder auf. Justins Heimkehr erzählt die Geschichte der texanischen Familie Champbell, wie sie nach der Entführung lebt und wie sich ihr Leben erneut verändert, als Justin wieder im Kreise der Familie weilt. Der Autor: Bret Anthony Johnston, 1971 geboren, veröffentlichte den Erzählungsband "Corpus Christi" (2004), gab 2008 den Band "Naming the World and other Exercises for the Creative Writer" heraus und schrieb das Drehbuch zum Dokumentarfilm "Waiting for Lightning" (2012). "Justins Heimkehr" ist sein Romandebüt. Johnston unterrichtet Fiction Writing an der Harvard University. Reflektionen Sehr schnell beeindruckten mich der Stil und die ausdrucksstarke Sprache dieses Debüt-Romans. Der Stil ist von einem Talent geprägt, das Dinge bis in kleinste Details präsentiert, wie als wenn man einen Blick über seine Umgebung gleiten lässt und bei jedem Detail den Blick anhält, um das Gesehene in seinen Gedanken zu speichern. Die Fähigkeit zu so einem Stil empfinde ich als beeindruckend, wenn sie nicht im Vordergrund steht, sondern maßvoll die Handlung bereichert. Das war auf den 424 Seiten leider nicht immer der Fall. Bret Anthony Johnston erzählt die Geschichte der Familie Champbell, deren Leben sich nach der Entführung des zwölfjährigen Sohnes Justin von Grund auf verändert und wie jedes Familienmitglied mit diesem schockierenden Erlebnis umgeht. Sie kämpfen alltäglich und versuchen klarzukommen, um einen einigermaßen normalen Alltag leben zu können. Nach vier Jahren kehrt Justin heim und auch dieses doch so positive Ereignis verändert die Familie erneut. In diesem Roman geht es hauptsächlich darum, wie jedes einzelne Familienmitglied die Zeit nach der Entführung und der Heimkehr empfindet und erlebt. Der Autor schreibt von ihrem Leid und der Trauer, von ihrer Rücksichtnahme anderen Familienmitgliedern gegenüber, wie man sich untereinander im Verhalten toleriert, sich gegenseitig in Watte packt und vor allem, wie sie denken. Sie driften als Familie auseinander und harmonisieren wieder miteinander, aber sie kämpfen und leiden unerbittlich, jeder auf seine spezielle Weise. Bret Anthony Johnston entwickelt die authentischen Figuren mit psychologischem Fingerspitzengefühl und bereichert sie durch eine charakterliche Tiefe, die emotional sehr berührt. Es ist erschreckend zu lesen, wie sich die Figuren unter dem Schock der Entführung verändern und nach der Heimkehr Justins noch einmal. Bret Anthony Johnston schreibt ansehnlich und spannend und dennoch genügte mir das nicht, um einen absoluten Lesegenuss zu empfinden. Ich empfand manche Kapitel zwischendurch fast als nichtssagend und so las und blätterte ich in der Hoffnung, dass endlich mehr passierte. Doch es geschah kaum etwas außer der Figur bezogenen Aktivitäten und der Teilhabe an ihren Gedankengängen. Mir fehlten definitiv mehr Informationen zur Entführung, zum Täter und zum Motiv. Als Leser kann man nur erahnen, was Justin grausames Erlebte. Persönlich tritt der Täter nicht einmal in Erscheinung und so las sich dieser Roman für mich eher wie ein bitteres, dramatisches Familienportrait. Die Erzählkunst des Autors ohne eine aktionreiche Kette von Ereignissen anführen zu müssen ist das Besondere an diesem Roman, nur mich persönlich konnte er dadurch nicht bis in jeden Winkel begeistern. Fazit und Bewertung: Ein beeindruckender Debütroman über das Davor und Danach einer Entführung. Ein dramatisches Familienporträt in eindrucksvollem Stil und in besonderer Sprache. Meine Empfehlung geht an Romanliebhaber.

  • Bewertung

    5/5

    22.11.2016

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    psychologisches Gespür....

    Vier Jahre lang ist Justin spurlos verschwunden, bis er sich aus der Hand seines Entführers befreien kann und zu seiner Familie zurückkehrt. Doch bei aller Freude und der großen Erleichterung kann nichts mehr sein , wie zuvor....was hat Justin erlebt, was seine Eltern und sein Bruder ? Eine Geschichte , die Gänsehaut verursacht und einen bis zur letzten Seite nicht mehr loslässt !

  • Bewertung

    4/5

    18.05.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine Familie im Ausnahmezustand

    Bis zu 300 Menschen werden in Deutschland täglich vermisst gemeldet, darunter die meisten Kinder. In den häufigsten Fällen können die Vermissten nach spätestens einem Monat wiedergefunden werden, doch je mehr Zeit verstreicht, um so unwahrscheinlicher wird die Hoffnung auf ein glückliches Wiedersehen. In Bret Anthony Johnstons Roman „Justins Heimkehr“ geht es um Justin, der vier Jahre vor Handlungsbeginn spurlos verschwindet. Bis zu seiner genauso plötzlichen Heimkehr hat die Familie nie aufgehört zu suchen. Doch das Verschwinden hat sie nicht nur psychisch zerstört und von Apathie untereinander geprägt, jeder hat sich entfremdet. Während sich die Mutter in einen neuen Job stürzt und mit Arbeit überhäuft, sucht der Vater Zuwendung in einer Affäre. Justins Bruder Griffin beobachtet dir Entfremdung seiner Eltern und lebt in Selbstzweifeln vor sich hin und der verwitwete Großvater ist von einer inneren Wut zerfressen. Der/Die Leser*In erwartet bei "Justins Rückkehr" eine Aufklärung oder eine Annäherung, die ihm jedoch verweigert wird. Die Familie bleibt im Schweigen im Glauben Justin zu schonen und als der Entführer auf Kaution schließlich freigesprochen wird, verspüren die Familienmitglieder eine permanente Paranoia. „Justins Heimkehr“ ist ein sehr konversationsarmer Roman und dabei doch überraschend emotional. Das Buch zielt nicht ,wie erwartet, auf das Trauma des Vermissten ab, sondern auf das Trauma des Vermissens. Für Leser*Innen von harten, aber sogleich emotionalen Texten heißt es zugreifen!

  • leseratte1310

    4/5

    12.05.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine Familie ist sprachlos

    Es ist vier Jahre her, seit Justin Campbell entführt wurde. Er war damals zwölf Jahre alt. Lange wurde nach ihm gesucht und selbst nachdem die offiziellen Stellen die Suche eingestellt hat, versuchte die Familie mit Aushängen und Flyern weiter Hinweise zu bekommen. Aber innerlich haben sich die Familienmitglieder voneinander entfernt. Eric flüchtet sich in eine Affäre, Laura sucht Halt bei der Beobachtung von Delphinen und der jüngere Sohn Cliff hat sich von Freunden und Klassenkameraden zurückgezogen, weil er immer nur der Bruder von Justin ist. Jeder leidet still vor sich hin und es wird vermieden über das zu reden, was sie wirklich bedrückt. Dann erhalten sie die Nachricht, dass Justin ganz in der Nähe gefunden wurde und der Entführer verhaftet ist. Justin kehrt zu seiner Familie zurück. Eigentlich hatte ich erwartet, dass sich die Familienmitglieder nun wieder annähern. Ich hatte vermutet, dass es manche Reibereien gibt bei dem Sich wiederfinden, weil die Positionen neu geordnet werden müssen. Doch es bleibt bei der Sprachlosigkeit. Dann wird der Täter auf Kaution freigelassen und er will im Verfahren auf „nicht schuldig“ plädieren. So geht der Albtraum auf veränderte Art und Weise für die Familie weiter. Jeder versucht, den anderen weiszumachen, dass schon alles in Ordnung kommen wird und pflegt seine Verzweiflung und seine Schuldgefühle im Stillen. Selbst der Großvater Cecil weiß mit seinen Gefühlen nicht mehr umzugehen, als er erkennt, dass er den Vater des Täters kennt. Er sucht mit Eric nach einer Lösung, die aber keine sein kann. Es ist sehr spannend zu lesen, wie alle mit dem, was passiert, umgehen. Dabei erzählt der Autor die Geschichte nicht reißerisch, sondern sehr ruhig und eindringlich, oft sogar sehr ausführlich. Die Erzählperspektiven wechseln, so dass wir die Gedanken aller Beteiligten kennenlernen. Doch stört es mich etwas, dass ich so wenig von der Gefühlslage Justins erfahre. Er hat vieles erdulden müssen und kommt nun zurück in eine Familie, die ihm fremd geworden ist. Aber er zeigt seine Gefühle nicht. Hin und wieder öffnet er sich ein wenig seinem Bruder gegenüber, aber auch das sind nur Bruchstücke, denn niemand aus der Familie spricht mit ihm über das Vergangene. Dagegen erfahren wir sehr viel über das, was Laura bewegt. Aber oft kommen mir ihre Gedanken abstrus vor. Ich habe beim Lesen die Familie gut kennengelernt, konnte mit ihnen fühlen und habe ihre Verzweiflung gespürt und konnte sie dennoch oft nicht verstehen. Am Ende bleiben einige Fragen ungeklärt. Ein interessantes Buch über eine Familie in einer Ausnahmesituation.

  • Sonne63

    4/5

    12.05.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Gefühlschaos einer Familie

    Justin wird Opfer einer Entführung und ist vier lange Jahre seinem Peiniger ausgeliefert, bis er durch Zufall entdeckt wird. Wie seine Familie und er selber mit der Situation danach fertig werden, erzählt dieses Buch. Als sein Entführer auf Kaution freigelassen wird, scheint die Situation zu eskalieren. Das Cover zeigt ein Bild typischen amerikanischen Idylls: Ein Pick Up steht in einer ländlichen Gegend vor einem Holzhaus. Doch das Idyll ist getrübt, symbolisiert durch einen schleierartigen Überzug der Szene. Wer eine spannende Kriminalgeschichte erwartet, in der der Täter irgendwie zur Rechenschaft gezogen wird, wird sicherlich enttäuscht sein. Vielmehr handelt es sich hier um eine Auseinandersetzung mit den Gefühlen der Menschen, die direkt von der Situation betroffen sind. Dabei bleibt der Autor nicht nur an der Oberfläche, sondern geht sehr in die Tiefe der menschlichen Psyche. Es wird deutlich, dass Bret Antony Johnston gut recherchiert haben muss, um so genau ins Detail gehen zu können. Allerdings kommt mir die eigentliche Hauptperson Justin etwas zu kurz. Hier hätte Johnston ein kleines bisschen mehr Information über den Gemütszustand des Jungen geben können. Man erfährt nur sehr wenig über ihn, und hat teilweise sogar das Gefühl, als wäre die Entführung für ihn nicht so schlimm gewesen. Der Schreibstil des Autors lässt nicht immer ein flüssiges Lesen zu. Sehr detaillierte Beschreibungen (auf die teilweise hätte verzichtet werden können, ohne dass der Tiefgang der Geschichte darunter gelitten hätte) und das geringe Verwenden von wörtlicher Rede, erfordert ein gewisses Maß an Konzentration. Der Text insgesamt ist sehr anspruchsvoll. So kann in mehreren Szenen zwischen den Zeilen gelesen werden (Beispiel. Lauras Verhalten in der Delfinstation kann auch auf ihr Leben umgemünzt werden). Das Ende des Romans fällt leider etwas klischeehaft aus. Hier hätte der Autor sicher mehr daraus machen können. Fazit: Keine oberflächliche Strandlektüre sondern eine, trotz kleinerer Schwächen, glaubwürdige, realitätsnahe Geschichte mit Tiefgang, die den Leser noch im Nachhinein beschäftigt.

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    Yvonne Simone Vogl

    Thalia Gmunden – SEP

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    5/5

    01.02.2017

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Justin

    Sehr spannend, bewegend und mit Feingefühl wird hier die Geschichte von Justin und seiner Familie erzählt. Justin wurde mit 12 Jahren entführt - 4 Jahre später wird er gefunden und kommt in seine Familie wieder zurück. Eine Familie, die nun aus dem Leben ohne Justin in ein Leben mit Justin geschleudert wird. Empfehlung!

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