Produktbild: Beschimpft Österreich!

Beschimpft Österreich! Der Skandal um die Staatspreisrede Thomas Bernhards im März 1968

1

42,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

13.06.2016

Abbildungen

mit 8 Abbildungen

Verlag

V&R Unipress

Seitenzahl

152

Maße (L/B/H)

1/16/23,7 cm

Gewicht

250 g

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-8471-0489-6

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

13.06.2016

Abbildungen

mit 8 Abbildungen

Verlag

V&R Unipress

Seitenzahl

152

Maße (L/B/H)

1/16/23,7 cm

Gewicht

250 g

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-8471-0489-6

Herstelleradresse

V&R unipress
Robert-Bosch-Breite 10
37079 Göttingen
Deutschland
Email: info-unipress@v-r.de
Url: www.v-r.de
Telephone: +49 551 5084301
Fax: +49 551 5084333

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  • Bewertung

    aus Semmering

    5/5

    24.01.2021

    eBook (PDF)

    Beschimpft Bernhard?

    Um mal gleich die Überschrift zu relativieren: Nein, der Autor beschimpft Bernhard nicht, auch wenn ich den Verdacht habe, dass er kein allzu großer Fan jenes österreichischen Schriftstellers ist, dessen Schaffen diese seine Monografie gewidmet ist. Wobei ich auch dies wieder relativieren muss: Tatsächlich geht es, wie schon in der Einleitung klargestellt wird, nur um einen kleinen Ausschnitt aus Bernhards Biografie: Nämlich den sogenannten Staatspreis-Skandal. Von dem hatte ich bisher nur über Bernhards Darstellung in „Wittgensteins Neffe“ Kenntnis, und vermutlich dürfte es den meisten Lesern ebenso gehen; eventuell kennt noch der eine oder andere die Version in „Meine Preise“. Allein schon die Unterschiede zwischen beiden Versionen sollten einen stutzig machen, aber der Autor geht in seiner Untersuchung weit darüber hinaus: Er hat die Hintergründe der eigentlichen Staatspreis-Verleihung recherchiert, den Verlauf des Festaktes rekonstruiert und die Nachgeschichte umrissen. Letzterer Abschnitt war für mich der informativste Teil, denn offenbar hatte der Skandal seinen eigentlichen Ursprung weniger im Geschehen während des Festaktes, sondern eher in der ‚Öffentlichkeitsarbeit’ von Bernhard, seinem Verleger und seinen Freunden, welche diese in den folgenden Tagen, Wochen und Jahren entfalteten. Thomas Bernhard als Täter oder Opfer? Diese abschließende Frage von Olaf Lahayne kann jeder Leser für sich selbst beantworten. Die dafür notwendige Faktenlage dürfte jetzt jedenfalls ein für allemal geklärt sein; „Beschimpft Österreich!“ ist das Buch zum Thema. Dieses Thema dürfte sehr speziell sein; die Hintergründe, die Olaf Lahayne aufzeigt, dürften aber für den Literaturbetrieb nicht so untypisch sein. Jedenfalls eine bereichernde Lektüre! Zudem ließt sich das Buch keineswegs akademisch-trocken, sondern sehr flott, nicht zuletzt dank der weitgehend chronologischen Erzählweise; gleichzeitig eine beachtliche Fleißarbeit (mit 352 Endnoten)! Mein einziger Kritikpunkt ist eigentlich ein gewisser Hang des Autors zur Besserwisserei, etwa, wenn er darauf verweist, dass Bernhards Geburtsort Heerlen eigentlich nicht im eigentlichen Holland liegt, sondern in der niederländischen Provinz Limburg.

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