Die Entschlüsselung der altägyptischen Schriftsprache durch Jean-François Champollion
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Sprache:Deutsch
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Beschreibung
Produktdetails
Einband
Taschenbuch
Erscheinungsdatum
02.03.2016
Verlag
GRINSeitenzahl
36
Maße (L/B/H)
21/14,8/0,4 cm
Gewicht
68 g
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-668-15323-3
Die Anfänge der altägyptischen Schriftlichkeit gehen dabei bis ins vierte Jahrtausend vor Christus zurück und reichen noch in die Mitte des fünften Jahrhunderts nach Christus hinein, in der das vermutlich letzte Dokument in demotischer Schrift abgefaßt wurde. Danach war niemand mehr in der Lage, die altägyptischen Hieroglyphen zu lesen oder zu schreiben und die alten Schriftzeichen gerieten nahezu fünfzehn Jahrhunderte in Vergessenheit.
Erst das Renaissance-Zeitalter und die Hinwendung zur antiken Philosophie und Baukunst beflügelte die Neugier der Gelehrten jener Epoche an der geheimnisvollen altägyptischen Hieroglyphenschrift. Sie übte eine mystische Anziehungskraft auf den Betrachter aus, voller geheimer Weisheiten. Der Ausdruck Hieroglyphe ist griechischer Herkunft und setzt sich aus (h)ierós = 'heilig' und glýhein = 'einritzen, schnitzen' zusammen. Die treffendste Übersetzung für Hieroglyphe ist 'heiliges Schnitzwerk'.
Den ersten Ansatz zur Entschlüsselung der antiken Sprache lieferte der deutsche Pater Athanasius Kirchner im 17. Jahrhundert, der erkannte, dass das Koptische keine unabhängige Sprache darstellt, sondern vielmehr den letzten Sprachstand des Altägyptischen widerspiegelt.
Die nächste Etappe bildete der Fund des Steins von Rosetta im Jahre 1799 im Nildelta Unterägyptens durch den französischen Offizier P. Bouchard während der Ägyptenexpedition Napoleon Bonapartes. Sie bewirkte Forschungsanstrengungen zur Entzifferung der antiken Schrift in einigen europäischen Ländern. Dabei versuchten namhafte Wissenschaftler wie Thomas Young oder der Schwede Akerblad, dem Geheimnis der altägyptischen Sprache auf die Spur zu kommen.
Dem Franzosen Jean-François Champollion gelang es dann letztendlich nach jahrelanger Forschungsarbeit an dem Steinfragment den Inhalt des Dekrets der ägyptischen Priestersynode in Memphis aus dem Jahr 196 v. Chr. aus der Regierungszeit Königs Ptolemaios V. zu entschlüsseln. Der Text war in zwei Sprachen und drei Schriften abgefaßt: in Griechisch und Altägyptisch in Hieroglyphenform und in demotischer Schrift.
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