In Ängsten - und siehe, wir leben Lebenserinnerungen eines Wolhynienpfarrers
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Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Ja
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
15.02.2016
Herausgeber
Jürgen Joachim TaegertVerlag
BoD - Books on DemandSeitenzahl
376 (Printausgabe)
Dateigröße
92657 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783741246388
Die packenden Lebenserinnerungen des Evangelischen "Wolhynienpfarrers" Hugo K. Schmidt spiegeln auf jeder Seite diese versöhnliche Einstellung wider. Deutsche waren, bedingt durch ihre Geschichte, stets bereit, mit Fremden zusammenzuleben. Fremdenfeindlichkeit, wie sie die Nazis dem Volk überstülpen wollten, ist für die Deutschen untypisch; mit Recht wollen heute viele, dass Abwehr durch eine "Kultur des Willkommens" ersetzt wird.
Hugo Schmidt, Nachfahr von schwäbisch-stämmigen Siedlern um die spätere polnische Industriestadt Lodz aus der kurzen Zeit der preußischen Herrschaft um 1806, hatte sich als junger Pastor der Evang.-Augsburgischen Kirche in Polen zum Dienst in den volkskirchlich geprägten Gemeinden Wolhyniens berufen lassen und war dabei ganz der Aufgabe an diesen kernigen Menschen in dem heute ukrainischen Gebiet als einer "ersten Liebe" verfallen.
Umso verstörendere Migrationserfahrungen erwarteten ihn und weitere ¿ Million "Volksdeutscher", als Hitler sie nach seinem Pakt mit Stalin im Krieg zur notvollen Umsiedlung "heim ins Reich" nötigte, um seiner Utopie vom "Lebensraum im Osten" im eroberten Polen Gestalt zu verleihen, eine beschönigende Beschreibung einer erzwungenen Völkerwanderung, die im strengen Winter 1939-1940 begann und deutsche Volksgruppen vom Baltikum bis Südtirol wie Schachfiguren verschob. Die Zumutungen der Flucht von 1945 waren hier vielfach vorweggenommen: verlustreiche Pferdetrecks, ungeheizte Eisenbahnzüge, Versorgungsmängel, verlogene Propaganda
Dass in solchen Zeiten des lebensverneinenden Chaos gerade auch der Glaube ein besonderer Wert ist, will der Buchtitel mit dem Bibelzitat "In Ängsten - und siehe, wir leben" unterstreichen. Es preist einen Gott, der den Menschen immer wieder neu zur Umkehr und ins Leben ruft und dem Gewissen ein verlässlicher Ratgeber ist
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