Der Doppelgänger in der Literatur. Eine psychoanalytische Deutung nach Otto Rank
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Sprache:Deutsch
13,99 €
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Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
21.10.2015
Verlag
GRINSeitenzahl
17 (Printausgabe)
Dateigröße
288 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783668071421
Es gibt eine unüberschaubare Fülle an literarischen Darstellungen des Doppelgängermotivs, von denen hier nur einige der Bekanntesten erwähnt werden können. Aus der Romantik stammen der Roman "Siebenkäs" von Jean Paul (1796) sowie "Die Elixiere des Teufels" von E.T.A. Hoffmann (1816) Anette von Droste-Hülshoff griff das Doppelgängermotiv gleich dreimal auf. Die Novelle "Der seltsame Fall des Dr. Jekyll und Mr. Hyde" des schottischen Schriftstellers Robert Louis Stevenson sowie der Roman "Das Bildnis des Dorian Gray" des irischen Schriftstellers Oscar Wilde zählen zu den berühmtesten Darstellungen des Doppelgängermotivs in der Weltliteratur.
Mit dem Aufkommen der Filmkunst Anfang des 20. Jahrhunderts haben auch die darstellenden Künste das Doppelgängermotiv aufgegriffen. In seiner deutlichsten Form wird das Doppelgängermotiv in dem Science-Fiction-Film "Die Insel" aus dem Jahr 2005 verarbeitet. Dieser Film nimmt eine Sonderstellung unter den medialen Werken ein, da er das, was die psychoanalytische Untersuchung erst noch freilegen wird, bereits offen ausspricht.
Das Vorbild aller medialen Verarbeitungen der Doppelgängergestalt ist jedoch ein Schwarz-Weis-Film aus dem Jahr 1913 mit dem Titel "Der Student aus Prag". Otto Rank hatte diesen Film zum Anlass genommen, sich dem Doppelgängerthema zu widmen und eine auf psychoanalytischer Lehre basierende Deutung zu erarbeiten. Er war offenkundig sehr beeindruckt von den szenischen Darstellungsmöglichkeiten des Films, die ihn an die Darstellungsweisen von Träumen erinnerten. Überdies war er auch der Auffassung, dass dieser Film den auf alter Volksüberlieferung zugrundeliegenden Stoff adäquat repräsentiert. Aus diesen Gründen werde ich mich auch bei der vorliegenden Arbeit in erster Linie auf diesen Film beziehen. Eine ausgezeichnete Zusammenfassung findet sich bei Rank (1919).
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