Tief im Erzgebirge liegt das verschlafene Großzerlitsch, ein Ort zum Sterben schön. Was die Alten dort anscheinend wörtlich nehmen, denn auf dem Friedhof sind nur noch drei Plätze frei. Wer da zu spät stirbt, muss auf den Friedhof ins verfeindete Kleinzerlitsch, und dort liegen - wie jeder weiß - nur Idioten. Grund genug, den Weg unter die Erde mit ein paar kreativen Unfällen abzukürzen.
Als die gescheiterte Schauspielerin Romy in ihre Heimat zurückkehrt, sieht sie nur eine Chance, dem suizidalen Treiben ein Ende zu bereiten: Sie bauen zusammen aus einer alten Scheune ein elisabethanisches Theater. Und führen Romeo und Julia auf, das berühmteste Stück der Welt. Nur auf sächsisch ...
Kundinnen und Kunden meinen
4.2/5.0
Bewertung
5/5
24.03.2025
eBook (ePUB)
Eine schöne Geschichte
Von mir klare Leseempfehlung. Eine sehr rührende Geschichte um ein verschlafenes Dorf in Sachsen und wie turbulent es plötzlich zugeht, als Romy in ihr Heimatdorf zurückkehrt, um dort ein Theater zu errichten.
Ich konnte das Buch kaum weglegen, wie bisher bei allen Büchern von Andreas Izquierdo.
Bewertung
5/5
06.10.2021
eBook (ePUB)
Romy ist jung und träumt davon, Schauspielerin zu werden. Doch momentan ist sie nur Souffleuse - und wird in diesem Job sogar gefeuert. Tief enttäuscht kehrt sie in ihr Heimatdorf zurück, in dem nur noch Alte leben. Und die haben eigene Probleme: Nur noch zwei Plätze sind auf ihrem Friedhof frei und keiner will im Nachbarort begraben werden. Romy versucht, die Leute mit einem verrückten Plan von ihrem Wettlauf um die letzten Plätze abzulenken: Sie baut ein Theater und führt mit ihnen ihre eigene Version von "Romeo und Julia" auf ... Ein wunderbarer Roman über Zusammenhalt und Mut, der mich zum Lachen und manchmal zum Weinen gebracht hat!
Nachdem ihr Großmutter gestorben ist, kehrt Romy in ihr Heimatdorf zurück. Hier sind alle sehr stolz, aus Großzerlitsch zu stammen, dass sie nicht in Kleinzerlitsch beerdigt werden wollen. Und so versuchen die älteren Bewohner zu sterben. Und die Bewohner abzulenken, baut sie mit ihnen ein Theater aus ihrer Scheune. Ihr Zugpferd ist der hübsche Schauspieler Ben, wegen dem sie im letzten Stück gefeuert wurde. Aber nicht nur die Behörden machen Probleme, auch ihr verschollener Vater taucht wieder auf. Außerdem wird das Geld knapp. Wird das Theater jemals fertig?
Die Geschichte wird über Romy erzählt und könnte sehr witzig sein, da die „Selbstmordideen“ ja als Unfälle getarnt werden müssen. Aber leider geht der Witz etwas verloren. Alles Figuren sind etwas überzeichnet, so dass Romy sehr blass bleibt.
Einige Szenen sind vorhersehbar, andere ganz nett. Aber insgesamt nicht so gut, wie es hätte sein können. Und doch bereue ich es nicht, es gelesen zu haben.
Lesemaus
3/5
14.01.2017
eBook (ePUB)
Unschlüssig
Ich bin unschlüssig - war das Buch gut, war es schlecht. Nach der Club der Traumtänzer hatte ich irgendwie etwas anderes erwartet. Das Buch hatte schon Tiefgang, es war aber stellenweise auch langatmig. Ich bin selbst Sächsin und kenne das Erzgebirge und den Menschenschlag dort - also in dieser Hinsicht eine gute Studie - den die Dörfer überaltern zum Teil wirklich. Die Idee mit dem fast ausgelasteten Friedhof auch nicht schlecht. Auch die Milleustudie mit dem Entmündigen der Mutter und Kindern dienur wegen Geld zu Besuch kommen. Aber irgendwie war manches auch stark übertrieben - die ständige Geldnot, immer wurde es noch schlimmer. Und mir haben ein paar Lacher gefehlt - also ich bin unschlüssig.
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