Ein "wildez wunder wild" erzählen. Das poetische Potenzial der 'Unsagbarkeit' im Prolog der "Goldenen Schmiede" von Konrad von Würzburg
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Sprache:Deutsch
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Beschreibung
Produktdetails
Einband
Taschenbuch
Erscheinungsdatum
02.02.2016
Verlag
GRINSeitenzahl
24
Maße (L/B/H)
21/14,8/0,3 cm
Gewicht
51 g
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-668-13173-6
Am 14. Juni diesen Jahres (2013) gab der Autor und Übersetzer Raoul Schrott ein Interview im Bayrischen Rundfunk: Im Gespräch mit Annegret Arnold spricht Schrott über das Arbeiten an seinem neuen Werk Erste Erde Epos und die Schwierigkeiten, die es während dem Schreiben zu bewältigen gibt. So erläutert er unter anderem, warum er die Form des Epos als passend erachtet, wenn man über die "Entstehung der Erde" schreiben möchte. Es geht ihm an dieser Stelle um die "poetische Formulierungskraft", die nur damit zu finden sei. Mit dieser seien wir im Stande, "etwas auf den Punkt bringen" zu können und "einer Sache Sinn zu verleihen", vielmehr als es mit reiner Prosa der Fall wäre.
Er betont die "Genauheit" und "Akribie der Worte", die einer solchen poetischen Sprache innewohnen, und apostrophiert darüber hinaus die Möglichkeit Paradoxien, wie die "Entstehung von Leben" oder den Urknall ("Wo ja nichts wirklich geknallt hat") darzustellen und beschreiben zu können. Zugleich sagt er, dass mit dem poetischen Sprachstil eine "Dramatik, eine Spannung" entstehe, die als fähig für die Darstellung derartiger Ereignisse gelte. Auch "dafür ist die poetische Sprache wie geschaffen".
Ebenso umriss er bei einem Vortrag, den er zu gleichem Thema in Erlangen hielt, Möglichkeiten aber auch Schwierigkeiten der Poesie gerade solche singulären wie paradoxen Ereignisse, wie den Urknall, passend zu erzählen.
Diese These benutze ich als Ausgangspunkt für diese Arbeit, in der es mir genau um dieses Potenzial der poetischen Sprache geht: Ich versuche zu zeigen, wie es mit bestimmten Kunstgriffen möglich ist, Unmögliches oder Paradoxien darzustellen, das eigentlich Unsagbare also sagbar zu machen.
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