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Durch die Erde ein Riß Ein Lebenslauf

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

01.01.2016

Verlag

Mitteldeutscher verlag

Seitenzahl

432

Maße (L/B/H)

21,1/13,1/3,2 cm

Gewicht

549 g

Farbe

Weiß / Anthrazit

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-95462-581-9

Beschreibung

Rezension

»Ein sehr persönliches Buch, das nicht nur Zeit und Gesellschaft schildert, sondern auch Selbstreflexion ist. Allzu viele Autoren gibt es nicht, die so intensiv der Frage nachgegangen sind, wie verführbar man eigentlich ist für Kult und Denkweisen totalitärer Regime – gerade als junger Mensch.«
Ralf Julke, Leipziger Internetzeitung, 11.02.2016

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Taschenbuch

Erscheinungsdatum

01.01.2016

Verlag

Mitteldeutscher verlag

Seitenzahl

432

Maße (L/B/H)

21,1/13,1/3,2 cm

Gewicht

549 g

Farbe

Weiß / Anthrazit

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-95462-581-9

Herstelleradresse

Mitteldeutscher Verlag
Bernburger Straße 2
06108 Halle
DE

Email: vertrieb@mitteldeutscherverlag.de

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  • MaWiOr

    aus Halle

    5/5

    28.03.2016

    Buch (Taschenbuch)

    „Durch die Erde ein Riß“…

    „Durch die Erde ein Riß“ erschien 1981 im Hamburger Verlag Hoffmann und Campe. In dieser eindringlichen Autobiografie beleuchtete der Schriftsteller Erich Loest (1926-2013) sein Leben zwischen seinem zehnten und vierzigsten Jahr. Das Manuskript hatte er bereits 1980 abgeschlossen, doch es fand sich kein DDR-Verlag. Erich Loest war gebrandmarkt als Staatsverräter, der sieben Jahre im Gefängnis saß. Im November 1957 wurde er durch das Ministerium für Staatssicherheit verhaftet und kam erst im September 1964 wieder frei. Die Haftzeit (u.a. in Bautzen II) musste er unter strengstem Schreibverbot verbringen. So konnte Loest erst nach der Haft diese bitteren Erfahrungen in seiner Autobiographie verarbeiten. Im „Verband deutscher Schriftsteller“ eckte Loest ziemlich häufig an, sodass er 1979 aus Protest aus dem Verband austrat, 1981 verließ er den SED-Staat endgültig und siedelte nach Niedersachsen über. Die Autobiografie beginnt jedoch mit den Schilderungen seiner Erlebnisse als Halbwüchsiger, wo er am Kriegsende als halbstarker Nazi-Werwolf noch an die Front geworfen wurde und nur knapp dem Heldentod entkam. Mit dem Vorhaben, nun alles richtig zu machen, setzte er sich für die sozialistische Sache ein und wurde bald Mitglied der SED und Redakteur der „Leipziger Volkszeitung“. Er glaubte, mit Vernunft und guten Worten die Gesellschaft beeinflussen zu können. Weit gefehlt, wegen angeblicher „Standpunktlosigkeit" wurde er bald gefeuert, anschließend aus der Partei ausgeschlossen und wegen „konterrevolutionärer Gruppenbildung" angeklagt. „Durch die Erde ein Riß“ ist eine sehr persönliche Autobiografie, die mit ihrer Offenheit und Selbstkritik wohl ihresgleichen sucht. Außerdem präsentierte sich damit Loest als unbestechlicher Chronist deutsch-deutscher Geschichte. Nun liegt der „Lebenslauf“ in einer broschierten Ausgabe im Mitteldeutschen Verlag vor.

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