• Produktbild: Eine Straße in Moskau
  • Produktbild: Eine Straße in Moskau
  • Produktbild: Eine Straße in Moskau
  • Produktbild: Eine Straße in Moskau
  • Produktbild: Eine Straße in Moskau
  • Produktbild: Eine Straße in Moskau
  • Produktbild: Eine Straße in Moskau
Band 367

Eine Straße in Moskau Roman

Aus der Reihe Die Andere Bibliothek
1

24,90 €

inkl. gesetzl. MwSt., zzgl. Versandkosten


  • Kostenlose Lieferung ab 30 € Einkaufswert
  • Versandkostenfrei für Bonuscard-Kund*innen

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

23.12.2015

Verlag

AB - Die Andere Bibliothek

Seitenzahl

520

Maße (L/B/H)

21,6/12,8/3,8 cm

Gewicht

607 g

Auflage

4. Auflage

Übersetzt von

Ursula Keller

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-8477-2012-6

Warnhinweis

nicht erforderlich.

Beschreibung

Rezension

"Michail Ossorgin schlägt in seiner „Straße in Moskau“ einen ganz und gar eigenen Ton an. Er speist sich aus einer elegischen Grundnote und scharfsichtiger Zeitzeugenschaft, aus Geschichtsfatalismus und Mitgefühl mit denen, die die Geschichte erleiden. Ossorgins lakonischer Stil, die filmische Montage der Kurzkapitel, der multiperspektivische Blick auf die Wirklichkeit haben auch heute, 90 Jahre nach der Entstehung des Romans, nichts von ihrer Frische eingebüßt." ("Deutschlandfunk - Büchermarkt")
"Wer die brutalen Veränderungen der Moskauer Gesellschaft zwischen 1914 und 1920 darstellen will, muss literarisch gestählt sein. Michail Ossorgin hat darüber im Exil einen grandiosen Roman verfasst." ("Neue Zürcher Zeitung")
"Die Entdeckung eines Autors vom Rang vielleicht eines Michail Bulgakow. Sein Roman spiegelt die russische Lebenswelt vom Vorabend des Ersten Weltkrieges, im Frühjahr 1914, bis wiederum zum ersten Schwalbenflug des Jahres 1920." ("Der Tagesspiegel")
"Ein Klassiker, was immer das heißen mag, ist uns zugewachsen, ist aus dem Nichts aufgetaucht und hat sich ganz selbstverständlich eingereiht in unser Bücherregal, dort wo die große, tolle Gesellschaftsliteratur steht, auf deren Übertrumpfung oder auch nur Einholung wir seit den 30er-Jahren warten …" ("Die WELT")
"Er beschreibt stilistisch meisterhaft, wie unterschiedlich sie mit den dramatischen Begebenheiten von Oktoberrevolution, Bürgerkrieg und Erstem Weltkrieg umgehen." ("Deutschlandradio Kultur")

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

23.12.2015

Verlag

AB - Die Andere Bibliothek

Seitenzahl

520

Maße (L/B/H)

21,6/12,8/3,8 cm

Gewicht

607 g

Auflage

4. Auflage

Übersetzt von

Ursula Keller

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-8477-2012-6

Herstelleradresse

AB Die Andere Bibliothek
Prinzenstraße 85
10969 Berlin
DE

Email: info@die-andere-bibliothek.de

Kundinnen und Kunden meinen

Informationen zu Bewertungen

Zur Abgabe einer Bewertung ist eine Anmeldung im Konto notwendig. Die Authentizität der Bewertungen wird von uns nicht überprüft. Wir behalten uns vor, Bewertungstexte, die unseren Richtlinien widersprechen, entsprechend zu kürzen oder zu löschen.

Die Bewertungen sind nach Format, Anzahl Sterne und Datum sortiert.

  • Bories vom Berg

    aus München

    5/5

    19.01.2016

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Fernab literarischer Niederung…

    Fernab literarischer Niederungen Mit seinem Debütroman «Eine Straße in Moskau» gehört der russische Schriftsteller Michail Ossorgin zu den aufregendsten literarischen Wiederentdeckungen des vergangenen Jahres. Der Originaltitel «Siwzew Wrashek» des 1928 im Pariser Exil erschienenen Romans bezeichnet eine kleine, bei der Moskauer Intelligenzija als Wohnsitz beliebte Straße in der Hauptstadt des Zarenreichs. Die vorliegende, sprachlich überzeugende Neuübersetzung entwickelt gleich von der ersten Seite an einen erzählerischen Sog, dem man sich kaum entziehen kann. Zeitlich zwischen dem Frühjahr 1914, kurz vor dem Ersten Weltkrieg, und dem nahenden Frühling 1920 angesiedelt, handelt dieser Roman von den Umbrüchen im Russland jener Jahre. Ossorgin spiegelt Weltkrieg, kommunistische Revolution und den Bürgerkrieg «Weiß gegen Rot» an den Geschehnissen seines Mikrokosmos in der Siwzew Wrashek, dessen Mittelpunkt der betagte Ornithologe Iwan Alexandrowitsch und dessen verwaiste Enkelin Tanjuscha sind. Wir erleben als Leser die Auswirkungen der politischen Umbrüche, die unsäglichen Schrecken des Krieges, die bittere Notlage der Bevölkerung und das mit der Machtübernahme durch die Bolschewisten einhergehende, totale Chaos, illustriert an den Schicksalen der Protagonisten, wobei die defekte Kuckucksuhr des Professors zu Beginn der Geschichte den völligen gesellschaftlichen Zusammenbruch sehr wirkungsvoll symbolisiert. Überhaupt findet der Autor immer wieder wunderbar stimmige Bilder, die das Geschehen poetisch umschreiben, wofür die Schwalbe beispielhaft ist, die zu Beginn der Geschichte gerade angekommen ist und ihr altes Nest bezieht am Haus des Ornithologen, als Frühlingsbote freudig begrüßt von Tanjuscha. Und die Schwalben sind es dann auch, deren ersehnte Wiederkehr sechs Jahre später, am Ende des Romans, die Zuversicht auf bessere Zeiten versinnbildlichen. Der Autor zeichnet seine Figuren liebevoll, den Komponisten Lwowitsch zu Beispiel, der abends im Salon des Professors Klavier zu spielen pflegt, oder die beiden jungen Männer, die Tanjuscha umwerben und deren Schicksal nicht unterschiedlicher sein könnte. Patriotischer Soldat der Eine, dem eine deutsche Granate alle Gliedmaße abreißt, was er, nur noch Torso nun, als medizinisches Wunder überlebt, vom Autor im weiteren lapidar als «Der Stumpf» bezeichnet. Der sich nun mit einem im Krieg erblindeten Soldaten einen makabren Streit darüber liefert, wem es schlechter gehe. Trotz aller Schrecken erzählt Ossorgin seine Geschichte mit ironischem Unterton, der ins Urkomische umschlägt, wenn er zum Beispiel den kometenhaften Aufstieg eines Deserteurs bei den Bolschewiki schildert, dem Zufall und Kaltschnäuzigkeit im Wirrwarr der kommunistischen Machtergreifung unerwartet einen Posten beschert. Ein anderer findet sein Auskommen als Henker, der, quasi im Akkord bezahlt, ungerührt sein grausiges Handwerk betreibt, beim Schlachten des von seiner Frau gemästeten Schweins hingegen kläglich scheitert. Der in 86 kurze Kapitel gegliederte zweiteilige Roman ist schlaglichtartig auf das Private fokussiert, er zeigt den unfassbaren Fatalismus seiner Figuren auf, die sich in all dem gesellschaftlichen Horror eine Nische der Menschlichkeit offenhalten. Es wird chronologisch erzählt in überwiegend realistischen Einzelszenen, wobei die Mäuse und Ratten im alten Haus des Professors ebenso einbezogen sind wie der Kuckuck, dessen Rufe dem Ornithologen die ihm verbleibenden Jahre verkündet. Feinsinn und brutalster Horror stehen sich diametral gegenüber in diesem grandiosen Panorama eines tiefgreifenden gesellschaftlichen Umbruchs, der den Autor selbst ins Exil getrieben hatte, zusammen mit 600.000 russischen Flüchtlingen übrigens, die damals binnen eines Jahres ins Deutsche Reich gekommen sind, wie uns das informative Nachwort wissen lässt. Den Leser erwartet eine äußerst gekonnt erzählte, bereichernde Lektüre, die ihresgleichen nicht hat in den Niederungen der Gegenwartsliteratur.

Kundinnen und Kunden meinen

5

1

4

0

3

0

2

0

1

0

Bewertungen (1)

Weitere Artikel finden Sie in

  • Produktbild: Eine Straße in Moskau
  • Produktbild: Eine Straße in Moskau
  • Produktbild: Eine Straße in Moskau
  • Produktbild: Eine Straße in Moskau
  • Produktbild: Eine Straße in Moskau
  • Produktbild: Eine Straße in Moskau
  • Produktbild: Eine Straße in Moskau