Literarische Schöpfung im Mittelalter
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Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Ja
Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
30.11.2015
Verlag
Wallstein VerlagSeitenzahl
224 (Printausgabe)
Dateigröße
3876 KB
Sprache
Deutsch
EAN
9783835328976
Stand die Idee menschlichen Schöpfertums im Mittelalter tatsächlich, wie Hans Blumenberg meinte, unter dem Verdikt einer Theologie, die streng zwischen göttlicher Schöpfermacht und menschlicher Nachahmungsfähigkeit unterschied? Oder gab es Spielräume für kreationistische Eigendynamiken? Christian Kiening geht diesen Fragen im Blick auf spezifisch prägnante Konstellationen nach. Herausgegriffen werden Texte des 12. bis 15. Jahrhunderts, die sich auf die Erschaffung der Welt beziehen und die Idee der creatio poietisch oder aisthetisch umsetzen - zum Beispiel, indem das Verhältnis zwischen dem Schöpfungsakt bzw. -bericht und dem Werk in den Fokus rückt. An kosmologisch-theologischen Traktaten, historiographisch-chronikalischen Werken und liedhaft-spekulativen Formexperimenten wird sichtbar, wie das Schöpfungsthema zum Antriebsmoment poetisch-intellektuellen Tuns wird: Sich abarbeitend an einem scheinbar übermächtigen Vorbild setzen sich die Autoren mit der scheinbaren Ohnmacht des Menschen angesichts des Göttlichen auseinander und erzeugen daraus Gefüge eigener Mächtigkeit. Das wirft ein Licht auch auf die vermeintliche Entdeckung autonomen literarischen Schöpfertums in der frühen Neuzeit.
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