Köln 1408: Im Haus des Münzwechslers Henns Birboim wird ein Toter aufgefunden - brutal erstochen. Ein Knecht beschuldigt die junge Hebamme Clara des Mordes an ihrem Vater. Offenbar ein Racheakt: Der Tote hatte das Mädchen einst an ein Hurenhaus verpfändet, um seine Schulden zu begleichen. Im Kerkerturm wird Clara bald ein zweiter Mord zur Last gelegt. Apothekerin Adelina setzt mit ihrer Tochter Griet alles daran, dem unglücklichen Mädchen zu helfen. Unterstützung erhalten sie dabei aus einer Richtung, aus der sie es nie für möglich gehalten hätten ... «Gefühlvoll und mit leichter Sprache schafft Petra Schier eine vertraute Atmosphäre, in die sich auch Leser hineinfinden, die keine früheren Adelina-Romane kennen.» (Frankfurter Neue Presse)
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Mord und Liebe
Bewertung am 13.11.2016
Bewertungsnummer: 981703
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Allgemein: Das Cover ist zu dem Genre passend gestaltet und ansprechend. Der Schreibstil ist wirklich sehr gut und flüssig zu lesen.
Meinung: Ganz zu Anfang konnte ich die vielen Namen nicht ganz zuordnen, doch ich bin gut in die Geschichte hinein gekommen. Die Charaktere sind gut ausgearbeitet. Sie haben eine Vergangenheit, Ängste und Geheimnisse, was sie lebendig macht. Von den ersten Seiten an, hatte mich das Buch in seinen Bann gezogen und ich konnte das Lesen nur schwerlich unterbrechen. Es ist wirklich sehr interessant und vielschichtig. Es ist ein historischer Roman, der sich sowohl mit der Liebe als auch einem Mord beschäftigt. Der Spannungsbogen ist von Anfang an gut ausgearbeitet. Ich hatte zu keinem Zeitpunkt das Gefühl der Langatmigkeit oder Langeweile. Das Ende hat mir gut gefallen.
Fazit: Ich habe wirkliche selten solch einen historischen Roman gelesen. Hut ab vor der Autorin!
Spannung, Dramatik und viel Gefühl
Caren Lückel aus Bad Berleburg am 17.10.2016
Bewertungsnummer: 976594
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Inhalt:
Köln, 1408: Im Haus des Münzwechslers Birboim wird Urs van Oeche ermordet aufgefunden. Sein Knecht Wendel verdächtig die Tochter des Toten, die Hebamme Clara. Diese landet im Gefängnis. Adelina, Neklas und vor allem Griet, die uneheliche Tochter von Neklas und eine gute Freundin Claras, sind sich sicher, dass sie unschuldig ist. Das zu beweisen und den richtigen Täter zu finden erweist sich allerdings als schwierig. Der zukünftige Gewaltrichter Cristan Reese setzt sich zusammen mit Griet für Clara ein. Er interessiert sich aber auch für Griet - mehr als ihr lieb ist.
Meine Meinung:
Dieses Buch war für mich eine Herausforderung: bis vor kurzem war ich der Meinung, ich mag keine historischen Romane. Da ich Petra Schier alias Mila Roth aber durch andere Bücher kenne, habe ich das Experiment gewagt. Und was soll ich sagen - ich bin ein Fan dieses Buches geworden. Wie erwähnt, die Vorgängerbände kenne ich (noch!) nicht, hatte aber beim Lesen nicht das Gefühl, etwas verpasst zu haben. Es gibt, sozusagen nebenbei, immer mal wieder kleine Rückblenden, in denen Adelina-Unkundige wie ich auf den aktuellen Stand gebracht werden. Allerdings wird nicht zu viel verraten, ich freue mich auf die ersten fünf Bände und habe nicht das Gefühl, dass zuviel "verraten" wurde.
Die Protagonisten werden sehr überzeugend und liebevoll dargestellt. Petra Schier schafft es durch ihre authentische und sensible Schreibweise, den Leser in das Leben im Mittelater zu "beamen", man fühlt sich mittendrin statt nur dabei. Ich konnte mich in alle Protagonisten hineinversetzen und fühlte mich manchmal, als würde ich selber durch das Köln des 15. Jahrhunderts spazieren.
Der Schreibstil der Autorin hat mich schon in anderen Büchern begeistert. Durch die flüssige Schreibweise ist man von den ersten Zeilen an gefesselt und möchte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Ich würde nur "ausgebremst", weil ich den Roman im Rahmen einer Leserunde gelesen habe.
Durch die Handlung ziehen sich zwei rote Fäden: zum einen geht es um den Mord an Claras Vater. Man weiß von Anfang an, dass Clara unschuldig ist, tappt aber bis zum Schluss total im Dunklen. Den tatsächlichen Täter hatte ich überhaupt nicht auf der Rechnung.
Zum anderen nimmt sie Liebesgeschichte zwischen Griet und Cristan mindestens genauso viel Raum ein. Die beiden mit ihrer jeweils unrühmlichen Vergangenheit haben es nicht leicht bis zum Happyend. (Heute würde man auf Facebook schreiben: Beziehungsstatus: es ist kompliziert.) Es geht wirklich ans Herz, wie die beiden zueinander finden. Petra Schier versteht es wie kein(e) andere(r) (behaupte ich einfach mal), erotische Szenen anschaulich und prickelnd zu beschreiben, ohne dass es pornographisch wirkt.
Im Nachwort schreibt die Autorin an, dass sie das Wort "niemals" aus ihrem Wortschatz verbannt hat. Es ersteht also eine klitzekleine Hoffnung, dass in der Zeit, in der ich die ersten fünf Bände lese, vielleicht ein siebter Band entsteht. Die Hoffnung stirbt zuletzt.....
Fazit:
Dies Roman hat mich (vormals historische-Romane-Gegnerin) auf der ganzen Linie überzeugt. Absolute Leseempfehlung!
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