Produktbild: Eiszeit in der Weltwirtschaft

Eiszeit in der Weltwirtschaft Die sinnvollsten Strategien zur Rettung unserer Vermögen

1

36,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

18.02.2016

Abbildungen

10 Abbildungen

Verlag

Campus

Seitenzahl

337

Maße (L/B/H)

22,1/14,4/2,7 cm

Gewicht

563 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-593-50514-5

Beschreibung

Rezension

»[Daniel Stelter] plädiert für Disziplin und einen kühlen Kopf.«, BILANZ, 13.03.2016
»Ein grandioses Buch für alle, die sich selbst um ihre Finanzen kümmern, die aktuelle Situation besser verstehen und ohne größeren Schaden überstehen wollen.«, Arzt & Wirtschaft, 10.04.2016
»Kritisch und klug.«, Euro, 01.06.2016
»Wenn Daniel Stelter das Wort ergreift, dann empfiehlt es sich, zuzuhören. Denn der frühere Deutschlandchef der internationalen Unternehmensberatung The Boston Consulting Group und Gründer der Denkfabrik ›Beyond the Obvious‹ ist ein kluger Kopf und hervorragender Analytiker. Wenn es um Ökonomie und damit um Geld geht, ist Stelters Meinung und Rat weltweit gefragt.«, Roter Reiter, 21.03.2016
»Mit seinem Buch ›Eiszeit in der Weltwirtschaft‹ präsentiert Stelter meines Erachtens die beste Analyse des gegenwärtigen Zustandes der Weltwirtschaft.« Max Otte, finanzen.net, 13.03.2017
»Deutschland hat die Krisen seit 2008 kaum gespürt, wir leben in einer ›Wohlfühlblase‹, sagt Daniel Stelter. Noch. Denn die Blase könnte bald platzen. Geld und Vermögen sind bedroht. Anleger sollten sich vorbereiten.« Stefan Hajek, Wirtschaftswoche, 03.03.2016
»Robust, solide und anspruchsvoll - aber keineswegs langweilig.«, lesemehrwert.de, 04.05.2016
»Die Fülle an Fakten, Szenarien und Erläuterungen hätte für mehrere Bücher gereicht. Stelter hat eine Menge zu sagen und setzt dies auch gekonnt um. [...] Ein Buch, das man ruhig mehrmals lesen kann.« Marc Moschettini, Smart Investor, 30.03.2016
»Stelter ist Deutschlands profiliertester Schwarzseher.«, Der Spiegel, 29.10.2016
»Die Konsequenzen für Anleger beschreibt Stelter pragmatisch.«, NZZ, 21.02.2016
»In seinem neuen Buch ›Eiszeit in der Weltwirtschaft‹ entwirft Daniel Stelter ein ernüchterndes Zukunftsszenario der globalen Finanzwelt.«, Cicero, 27.03.2016

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

18.02.2016

Abbildungen

10 Abbildungen

Verlag

Campus

Seitenzahl

337

Maße (L/B/H)

22,1/14,4/2,7 cm

Gewicht

563 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-593-50514-5

Herstelleradresse

Campus Verlag
Werderstr. 10
69469 Weinheim
Deutschland
Email: vertrieb@campus.de
Url: www.campus.de

Kundinnen und Kunden meinen

1 Bewertungen

Informationen zu Bewertungen

Zur Abgabe einer Bewertung ist eine Anmeldung im Konto notwendig. Die Authentizität der Bewertungen wird von uns nicht überprüft. Wir behalten uns vor, Bewertungstexte, die unseren Richtlinien widersprechen, entsprechend zu kürzen oder zu löschen.

Die Bewertungen sind nach Format, Anzahl Sterne und Datum sortiert.

5 Sterne

(1)

4 Sterne

(0)

3 Sterne

(0)

2 Sterne

(0)

1 Sterne

(0)

"Das Ponzi-System darf nicht zusammenbrechen"

Dr_ M aus Sachsen am 10.07.2018

Bewertungsnummer: 1116825

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Charles Ponzi wanderte Anfang des letzten Jahrhunderts aus Italien in die USA ein. Er entwickelte nach einer kriminellen Karriere ein System, das seinen Kunden enorme Gewinne in kurzer Zeit versprach. Forderungen von Altkunden erfüllte er stets mit den Geldern neuer Klienten. Man kann sich leicht überlegen, wie schnell der Kundenbestand wachsen muss, damit das System nicht zusammenbricht. Nachahmer von Ponzi, etwa Bernard Madoff, erlebten einen solchen Zusammenbruch genau so wie Ponzi selbst. Es reichen immer schon gewisse Ungereimtheiten, die zwangsläufig irgendwann auftreten und am Vertrauen der gierigen Anleger nagen. Dann treten massenweise Forderungen auf, und das System fällt in sich zusammen. Was hat das nun alles mit der Lage der Weltwirtschaft zu tun? Nun, hier läuft ein ganz ähnlicher Prozess. Allerdings werden die Betreiber dieses Ponzi-Systems niemals lebenslang wie Madoff in den Knast gehen. Der Schuldenstand insbesondere von Staaten erweist sich inzwischen als viel zu hoch, um ihn je wieder geordnet abtragen zu können. Mit immer neuen Schulden versuchen die Regierenden in Ponzi-Manier wenigstens die Zinsen für ihre Schulden zu bezahlen. Sie kaufen Zeit, damit das unweigerlich kommende Desaster nicht in ihre Amtszeit fällt. Doch das Risiko eines plötzlichen Unfalls, der das ganze Kartenhaus zum Einsturz bringen kann, steigt ständig. Daniel Stelter befasst sich in diesem Buch mit den möglichen Endszenarien dieser verantwortungslosen Politik und zeigt, welche Strategien es nach seiner Auffassung zur Rettung eines eventuellen Vermögens bei diesen Szenarien gibt. Zwei Drittel des Buches widmet er dabei der Analyse und möglichen Szenarien, das letzte Drittel den vermögenssichernden Strategien. Der erste von vier Teilen dieses Buches zeichnet den “Weg in die Eiszeit” nach. Er führt über die Verschuldungsorgien der Staaten beginnend mit der Auflösung der Goldbindung des Dollars bis zur desaströsen Rolle der europäischen Kunstwährung. Eine wichtige Rolle dabei spielt der Geldschöpfungsprozess der Banken, der von der Öffentlichkeit und sogar von manchen Volkswirten nicht richtig verstanden wird. Die ganze Entwicklung wird von der demografischen Situation und der fehlenden Investitionsbereitschaft von Staat und Wirtschaft in Deutschland und Europa verschärft. Stelter geht dabei auf sehr viele Detailprozesse ein, vergleicht die Lösungsansätze in Island und Griechenland, räumt erneut mit dem Märchen auf, dass die Deutschen Profiteure des Euro wären und zeigt, warum sich Umverteilungsideologen irren, weil sie die Ursachen für die auseinanderdriftenden Einkommen nicht wirklich verstehen. Im zweiten Teil geht es Stelter um die verhängnisvolle Rolle der Politik in diesem Prozess in den ökonomischen Stillstand, den er “Eiszeit” nennt. Bekanntlich reagieren die Herrschenden stets mit noch mehr Schulden auf eine Schuldenkrise, wobei diese Schulden völlig unproduktiv genutzt werden. Sie dienen lediglich dazu, ein bankrottes System am Leben zu erhalten. Im Kleinen sieht man dieses Prinzip in Griechenland. Niemals, so erklärt Stelter wird Griechenland seine durch diesen unsinnigen “Rettungsprozess” ins Gigantische gewachsenen Schuldenberg auch nur ein wenig abtragen können, weil es überhaupt keine Chance bekommt, wettbewerbsfähig zu werden. Stelter zählt Maßnahmen auf, die uns noch mit einem dunkelblauen Auge davonkommen ließen, die aber keine realistische Chance besitzen, weil sie das komplette Versagen der politischen Elite sofort aufdecken würden. Am Ende dieses Teil diskutiert er die Situation in Japan, das uns wahrscheinlich bereits um Jahre voraus ist und klar zeigt, wohin die Reise geht. Dort existieren bereits Vorschläge, wie man die Staatsverschuldung trickreich auflöst. Ob das gelingen wird, bleibt abzuwarten und scheint eher zweifelhaft. Im dritten Teil zeigt Stelter auf, was uns wahrscheinlich für mehrere Jahrzehnte blühen wird. Da die Bereinigung der Wirtschaft durch Rezessionen in den letzten Jahren immer wieder massiv durch Geldschwemmen unterdrückt wurden, sind Fehlinvestitionen und und nicht wettbewerbsfähige Strukturen im Markt verblieben. Das bremst oder verhindert eine wirtschaftliche Dynamik in Europa. Doch auch die Nebenwirkungen dieses “billigen Geldes” sind erheblich: Es “führt zur Inflation der Vermögenspreise und unproduktiver Verschuldung, was dann wiederum einen Einbruch und eine noch größere Krise verursacht, auf die erneut mit billigerem Geld reagiert wird.” Eigentlich wären im Angesicht der drohenden Katastrophe drastische Maßnahmen nötig, schreibt Stelter. Sie sollten den Schuldenüberhang beseitigen oder wenigstens reduzieren, das Wachstum stärken und das Finanzsystem nachhaltig reformieren. Doch die Chancen auf eine Realisierung solcher Maßnahmen sind äußerst gering. Schuldenschnitte würden das Versagen der Eliten auch einer breiteren Öffentlichkeit offenbaren. Eine wirksame Regulierung des Finanzsystem stößt auf heftigen Widerstand und kollidiert mit der Abhängigkeit der Schuldenmacher von diesem System. Für eine Stärkung des Wachstums müsste der Staat in Vorleistung gehen. Doch er verbrennt seine Kredite und Steuereinnahmen lieber für unproduktive Wohltaten. Wenn solche Maßnahmen ausbleiben, dürfte die kommende Krise lang und tief ausfallen, weil sie durch andere Faktoren wie etwa die demografische Entwicklung noch zusätzlich verschärft werden wird. Stelter geht auch auf eine notwendige Geldreform ein, die einige Probleme lösen würde. So könnte etwa die Einführung von Vollgeld, wie sie von einigen Ökonomen vorgeschlagen wird, zu sehr guten Lösungsansätzen führen. Das würde aber beispielsweise den geordneten Austritt Deutschlands aus dem Euro (für Stelter die einzig vernünftige Variante) und eine Disziplin des Staates bei seinen Finanzen erfordern, die man so noch nie gesehen hat. Ein solches Szenario ist mit dem gegenwärtigen Personal undenkbar. Im letzten Teil widmet sich Stelter der Vermögensrettung. Er spielt dabei verschiedene Szenarien durch und erklärt, was man dann seiner Meinung nach tun sollte. Kurz gesagt favorisiert er Gold und ein diversifiziertes Aktienportfolio von Qualitätsunternehmen möglichst nicht aus Europa. Da niemand genau weiß, was passieren wird, sind solche Empfehlungen entweder sehr allgemein (wie hier) oder am Ende immer falsch. Qualität und Sachwerte, die man leicht wieder zu Geld machen kann, sind dabei wohl niemals ein Fehler, auch wenn man hinnehmen muss, Wert einzubüßen. Schließlich wird irgendwer die Schulden bezahlen müssen. Und das werden gewiss nicht die sein, die sie gemacht haben. Die Krise von 2008 hat offengelegt, dass bei einer plötzlich eintretenden Krise (mit der man auch nach Stelter jederzeit rechnen muss, weil sich die Wahrscheinlichkeit von unkontrollierbaren Ereignissen immer mehr erhöht) auch ein diversifiziertes Depot nicht retten lässt. Und im Fall der Stelterschen Eiszeit muss man sowieso einen langen Atem haben, denn die könnte nach Ansicht des Autors Jahrzehnte andauern. In Japan geht sie inzwischen bald ins dritte Jahrzehnt ohne dass dort auch nur eines der Probleme wirklich gelöst ist.

"Das Ponzi-System darf nicht zusammenbrechen"

Dr_ M aus Sachsen am 10.07.2018
Bewertungsnummer: 1116825
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Charles Ponzi wanderte Anfang des letzten Jahrhunderts aus Italien in die USA ein. Er entwickelte nach einer kriminellen Karriere ein System, das seinen Kunden enorme Gewinne in kurzer Zeit versprach. Forderungen von Altkunden erfüllte er stets mit den Geldern neuer Klienten. Man kann sich leicht überlegen, wie schnell der Kundenbestand wachsen muss, damit das System nicht zusammenbricht. Nachahmer von Ponzi, etwa Bernard Madoff, erlebten einen solchen Zusammenbruch genau so wie Ponzi selbst. Es reichen immer schon gewisse Ungereimtheiten, die zwangsläufig irgendwann auftreten und am Vertrauen der gierigen Anleger nagen. Dann treten massenweise Forderungen auf, und das System fällt in sich zusammen. Was hat das nun alles mit der Lage der Weltwirtschaft zu tun? Nun, hier läuft ein ganz ähnlicher Prozess. Allerdings werden die Betreiber dieses Ponzi-Systems niemals lebenslang wie Madoff in den Knast gehen. Der Schuldenstand insbesondere von Staaten erweist sich inzwischen als viel zu hoch, um ihn je wieder geordnet abtragen zu können. Mit immer neuen Schulden versuchen die Regierenden in Ponzi-Manier wenigstens die Zinsen für ihre Schulden zu bezahlen. Sie kaufen Zeit, damit das unweigerlich kommende Desaster nicht in ihre Amtszeit fällt. Doch das Risiko eines plötzlichen Unfalls, der das ganze Kartenhaus zum Einsturz bringen kann, steigt ständig. Daniel Stelter befasst sich in diesem Buch mit den möglichen Endszenarien dieser verantwortungslosen Politik und zeigt, welche Strategien es nach seiner Auffassung zur Rettung eines eventuellen Vermögens bei diesen Szenarien gibt. Zwei Drittel des Buches widmet er dabei der Analyse und möglichen Szenarien, das letzte Drittel den vermögenssichernden Strategien. Der erste von vier Teilen dieses Buches zeichnet den “Weg in die Eiszeit” nach. Er führt über die Verschuldungsorgien der Staaten beginnend mit der Auflösung der Goldbindung des Dollars bis zur desaströsen Rolle der europäischen Kunstwährung. Eine wichtige Rolle dabei spielt der Geldschöpfungsprozess der Banken, der von der Öffentlichkeit und sogar von manchen Volkswirten nicht richtig verstanden wird. Die ganze Entwicklung wird von der demografischen Situation und der fehlenden Investitionsbereitschaft von Staat und Wirtschaft in Deutschland und Europa verschärft. Stelter geht dabei auf sehr viele Detailprozesse ein, vergleicht die Lösungsansätze in Island und Griechenland, räumt erneut mit dem Märchen auf, dass die Deutschen Profiteure des Euro wären und zeigt, warum sich Umverteilungsideologen irren, weil sie die Ursachen für die auseinanderdriftenden Einkommen nicht wirklich verstehen. Im zweiten Teil geht es Stelter um die verhängnisvolle Rolle der Politik in diesem Prozess in den ökonomischen Stillstand, den er “Eiszeit” nennt. Bekanntlich reagieren die Herrschenden stets mit noch mehr Schulden auf eine Schuldenkrise, wobei diese Schulden völlig unproduktiv genutzt werden. Sie dienen lediglich dazu, ein bankrottes System am Leben zu erhalten. Im Kleinen sieht man dieses Prinzip in Griechenland. Niemals, so erklärt Stelter wird Griechenland seine durch diesen unsinnigen “Rettungsprozess” ins Gigantische gewachsenen Schuldenberg auch nur ein wenig abtragen können, weil es überhaupt keine Chance bekommt, wettbewerbsfähig zu werden. Stelter zählt Maßnahmen auf, die uns noch mit einem dunkelblauen Auge davonkommen ließen, die aber keine realistische Chance besitzen, weil sie das komplette Versagen der politischen Elite sofort aufdecken würden. Am Ende dieses Teil diskutiert er die Situation in Japan, das uns wahrscheinlich bereits um Jahre voraus ist und klar zeigt, wohin die Reise geht. Dort existieren bereits Vorschläge, wie man die Staatsverschuldung trickreich auflöst. Ob das gelingen wird, bleibt abzuwarten und scheint eher zweifelhaft. Im dritten Teil zeigt Stelter auf, was uns wahrscheinlich für mehrere Jahrzehnte blühen wird. Da die Bereinigung der Wirtschaft durch Rezessionen in den letzten Jahren immer wieder massiv durch Geldschwemmen unterdrückt wurden, sind Fehlinvestitionen und und nicht wettbewerbsfähige Strukturen im Markt verblieben. Das bremst oder verhindert eine wirtschaftliche Dynamik in Europa. Doch auch die Nebenwirkungen dieses “billigen Geldes” sind erheblich: Es “führt zur Inflation der Vermögenspreise und unproduktiver Verschuldung, was dann wiederum einen Einbruch und eine noch größere Krise verursacht, auf die erneut mit billigerem Geld reagiert wird.” Eigentlich wären im Angesicht der drohenden Katastrophe drastische Maßnahmen nötig, schreibt Stelter. Sie sollten den Schuldenüberhang beseitigen oder wenigstens reduzieren, das Wachstum stärken und das Finanzsystem nachhaltig reformieren. Doch die Chancen auf eine Realisierung solcher Maßnahmen sind äußerst gering. Schuldenschnitte würden das Versagen der Eliten auch einer breiteren Öffentlichkeit offenbaren. Eine wirksame Regulierung des Finanzsystem stößt auf heftigen Widerstand und kollidiert mit der Abhängigkeit der Schuldenmacher von diesem System. Für eine Stärkung des Wachstums müsste der Staat in Vorleistung gehen. Doch er verbrennt seine Kredite und Steuereinnahmen lieber für unproduktive Wohltaten. Wenn solche Maßnahmen ausbleiben, dürfte die kommende Krise lang und tief ausfallen, weil sie durch andere Faktoren wie etwa die demografische Entwicklung noch zusätzlich verschärft werden wird. Stelter geht auch auf eine notwendige Geldreform ein, die einige Probleme lösen würde. So könnte etwa die Einführung von Vollgeld, wie sie von einigen Ökonomen vorgeschlagen wird, zu sehr guten Lösungsansätzen führen. Das würde aber beispielsweise den geordneten Austritt Deutschlands aus dem Euro (für Stelter die einzig vernünftige Variante) und eine Disziplin des Staates bei seinen Finanzen erfordern, die man so noch nie gesehen hat. Ein solches Szenario ist mit dem gegenwärtigen Personal undenkbar. Im letzten Teil widmet sich Stelter der Vermögensrettung. Er spielt dabei verschiedene Szenarien durch und erklärt, was man dann seiner Meinung nach tun sollte. Kurz gesagt favorisiert er Gold und ein diversifiziertes Aktienportfolio von Qualitätsunternehmen möglichst nicht aus Europa. Da niemand genau weiß, was passieren wird, sind solche Empfehlungen entweder sehr allgemein (wie hier) oder am Ende immer falsch. Qualität und Sachwerte, die man leicht wieder zu Geld machen kann, sind dabei wohl niemals ein Fehler, auch wenn man hinnehmen muss, Wert einzubüßen. Schließlich wird irgendwer die Schulden bezahlen müssen. Und das werden gewiss nicht die sein, die sie gemacht haben. Die Krise von 2008 hat offengelegt, dass bei einer plötzlich eintretenden Krise (mit der man auch nach Stelter jederzeit rechnen muss, weil sich die Wahrscheinlichkeit von unkontrollierbaren Ereignissen immer mehr erhöht) auch ein diversifiziertes Depot nicht retten lässt. Und im Fall der Stelterschen Eiszeit muss man sowieso einen langen Atem haben, denn die könnte nach Ansicht des Autors Jahrzehnte andauern. In Japan geht sie inzwischen bald ins dritte Jahrzehnt ohne dass dort auch nur eines der Probleme wirklich gelöst ist.

Kundinnen und Kunden meinen

Eiszeit in der Weltwirtschaft

von Daniel Stelter

0 Bewertungen filtern

Weitere Artikel finden Sie in

Die Leseprobe wird geladen.
  • Produktbild: Eiszeit in der Weltwirtschaft
  • INHALT

    Einleitung 11

    Teil 1:

    Der Weg in die Eiszeit

    Money for nothing 17

    30 Jahre Schuldenboom 17

    Entfesselung der Märkte 19

    Schulden als Allzweckwaffe der Politik 21

    Der Euro als Schuldenturbo 22

    Die Blase platzt 24

    Die Rolle der Banken 27

    Privatbanken schöpfen Geld 27

    Niemand versteht die Banken 29

    Unproduktive Kredite 31

    Weg vom Krisenzyklus 36

    Deutschland und der Euro 39

    Scheinblüte auf Pump 39

    Die Natur der Rezession von 2008 41

    Island - oder der andere Weg 44

    Deutschland, der Eurogewinner? 47

    Die ungelösten Probleme des Euroraums 53

    Die demografische Krise 54

    Die Erwerbsbevölkerung schrumpft 54

    Wie Demografie wirkt - das Beispiel Spaniens 56

    Deutschland braucht qualifizierte Zuwanderer 58

    Ungedeckte Versprechen 62

    Die Produktivitätskrise 66

    Das Wachstum kehrt nicht zurück 66

    Warum investieren wir nicht? 68

    Im Kondratieff-Winter? 71

    Innovationen wirken weniger 74

    Teil 2:

    Die Politik verschärft die Eiszeit

    Die Antwort auf die Krise - noch mehr Schulden 81

    Die Ausgangslage 2009 81

    Die Schulden des einen sind die Forderungen des anderen 82

    Das Ponzi-Spiel geht weiter 85

    Schulden wirken immer weniger 88

    Wie viele Schulden sind "zu viel"? 90

    China - Schuldenwirtschaft nach westlichem Vorbild 94

    China wie Griechenland - nur viel größer? 94

    An der Wohlstandsmauer 96

    Der Geist von 1929? 98

    Deflationsexporteur China 99

    Planlose Euroretter 102

    Die deutsche Europolitik vor dem Scherbenhaufen 102

    Die linke Agenda für Europa 106

    Musterschüler Spanien 114

    Was man tun müsste 119

    Ausblick 124

    Japan: Vorbild für Europa? 127

    Der Weg in die Krise 127

    Verlorene Jahrzehnte 128

    Japan ist pleite 130

    Mit Abenomics die Mauer durchbrechen 132

    Staatsschulden annullieren 135

    Lehren für Europa 136

    Teil 3:

    Dreißig Jahre Eiszeit?

    Die These von der säkularen Stagnation 141

    Die Welt wächst nicht mehr 141

    Gefangen in der Negativspirale 143

    Gute und schlechte Deflation 145

    Der Ruf nach drastischen Maßnahmen 148

    Was zu tun wäre 152

    Basisszenario: Eiszeit 155

    Chaos und deflationärer Kollaps 157

    Die zweite große Depression - nur verschoben 157

    China als Risikofaktor 161

    Beppe Grillo und Co. 162

    Volksfront gegen den Euro 164

    Sanierung durch Schuldenschnitt 168

    Insolvenz oder Schuldenschnitt? 168

    Keine neue Idee 172

    So könnte man es machen 175

    Vernünftig, aber unpopulär 176

    Die Notenbanken sollen es richten 179

    Mahnende Worte aus Basel 179

    Schlechter Rat aus Basel? 181

    Erhebliche Nebenwirkungen 183

    Kampf der Deflation 188

    Monetarisierung: Rettung oder Desaster? 190

    Die Notenbanken sind schon weit gegangen 192

    Geldreform und Schuldentilgung -

    zwei Fliegen mit einer Klappe? 196

    Revolution in Island? 196

    Bisherige Reformversuche greifen zu kurz 198

    Lösung der Schuldenkrise? 199

    Zunehmende Unterstützung 201

    Kann man dem Staat trauen? 203

    Jeder gegen jeden in der Eiszeit 207

    Der globale Währungskrieg 207

    Das Szenario für die kommenden Jahre 211

    Teil 4:

    Überleben in der Eiszeit

    Kalte Zeiten - kühler Kopf 217

    Am Gipfel angelangt 217

    Der einzige Tipp: Glauben Sie nicht an Tipps! 219

    Vermögen ist mehr als Geld 222

    Selber denken 222

    Kosten senken 229

    Hin und her macht Taschen leer 231

    Nicht auf ein Pferd setzen 233

    Wer verliert, erfriert 236

    Verluste vermeiden 236

    Im Einkauf liegt der Gewinn 240

    Recht haben ist etwas anderes als recht bekommen 246

    Vorsicht mit Schulden 253

    Mit Disziplin durch die Eiszeit 259

    Vermögenserhalt hat Priorität 259

    Wir investieren zu viel in Europa 262

    Das diversifizierte Portfolio in der Praxis 264

    Diversifikation wirkt bei Deflation und Inflation 268

    Was, wenn der Euro scheitert? 278

    Qualität geht vor 282

    Zinsen können steigen - oder fallen! 293

    Gold gehört in jedes Portfolio 299

    Lieber eine Rolex als Swatch-Aktien? 303

    Wie anfangen? 308

    Glück ist mehr als Geld 314

    Glossar 316

    Anmerkungen 323