Produktbild: Memory Wall

Memory Wall Novelle

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

10.02.2016

Verlag

C.H. Beck

Seitenzahl

135

Maße (L/B/H)

21,3/13,4/1,7 cm

Gewicht

248 g

Farbe

Anthrazit / Messing

Auflage

1

Übersetzt von

Werner Löcher-Lawrence

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-406-68961-1

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

10.02.2016

Verlag

C.H. Beck

Seitenzahl

135

Maße (L/B/H)

21,3/13,4/1,7 cm

Gewicht

248 g

Farbe

Anthrazit / Messing

Auflage

1

Übersetzt von

Werner Löcher-Lawrence

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-406-68961-1

Herstelleradresse

Verlag C.H.Beck GmbH & Co. KG
Wilhelmstraße 9
80801 München
DE
produktsicherheit@beck.de

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  • Bewertung

    5/5

    11.11.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Memory Wall

    Anthony Doerr erweist sich mit diesem schmalen Bändchen erneut als Erzähler mit bemerkenswerter Sprachgewalt. Die golden schimmernden Versteinerungen auf dem Cover, sowie die fast traumähnliche Erzählung waren etwas ganz Besonderes für mich.

  • Tany Bee

    5/5

    19.12.2016

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein kleines Juwel

    Alma hatte ein gutes Leben mit ihrem Mann Harold in Kapstadt. Doch nun ist sie alt, ihr Mann ist tot und sie verliert genau das, was ihr noch von ihrem Leben geblieben ist: Ihre Erinnerungen. Doch für Leute, die es sich leisten können, gibt es Hilfe: Ein dubioser Arzt „zapft“ Erinnerung aus Almas Kopf und speichert sie auf Kassetten. So kann sie sie immer wieder erleben. Doch auch für andere sind Almas Erinnerungen interessant…. Ich habe im letzten Jahr „Alles Licht das wir nicht sehen“ von Anthony Doerr gelesen und es war eines meiner Highlights des Jahres, ich habe es seitdem oft empfohlen und verschenkt. Ich war etwas skeptisch, ob ein dünnes Büchlein wie „Memory Wall“ meinen hohen Erwartungen an den Autor gerecht werden kann. Ich muss sagen: es kann! Natürlich ist es weniger komplex auf Grund des Umfangs, aber es ist nicht weniger perfekt. Die Welt, in der die Geschichte spielt, ist unsere. Aber wie selbstverständlich lässt Doerr Science-Fiction-hafte Elemente einfließen, nämlich die des „Erinnerungsabzapfens“ und speicherns. Themen wie Rassismus oder Apartheid werden angesprochen, aber niemals vordergründig, sondern ganz natürlich im Lauf der Geschichte. Die Protagonisten sind nicht gut oder böse, sie sind irgendwas dazwischen, ganz wie im wahren Leben. Und sie handeln überaus überraschend. Ja, der Autor hat es wirklich oft geschafft mich zu überraschen in dieser Geschichte. Und zu berühren. Dieses Buch ist wirklich ein kleines Juwel. Anthony Doerr kann meisterhaft schreiben. Er hat es in die Riege meiner Lieblingsautoren geschafft und ich werde künftig jedes neue Buch von ihm sehnsüchtig erwarten.

  • Bewertung

    Thalia Book Circle Community

    4/5

    25.10.2016

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein ganzes Leben...

    Die Memory Wall befindet sich im Hause der reichen Witwe Alma Konachek. Vor vier Jahren starb ihr Ehemann Harold, und seither kümmert sich nur noch ihr treuer schwarzer Diener Pheko um sie. Alma lebt in einem wohlhabenden Vorort oberhalb des Zentrums von Kapstadt - und leidet mit ihren 74 Jahren an einer fortschreitenden Demenz. Die Wand der Erinnerungen in ihrem Schlafzimmer ist geradezu gepflastert mit Fotos, vollgeschriebenen Notizzetteln - und Kassetten. Dies sind jedoch keine gewöhnlichen Kassetten, sondern Erinnerungsbewahrer. Ein wenig fühlte ich mich hier an Harry Potter und das Denkarium von Professor Dumbledore erinnert - nur dass es sich hier um das Produkt einer neuen (fiktiven) medizinischen Methode handelt. Nach einer Operation am kahlrasierten Kopf, bei der vier Löcher bis zum Gehirn gebohrt wurden, ist es nun möglich, dort einen Port anzuschließen und so mittels eines technischen Gerätes Erinnerungen abzuzapfen, die anschließend auf Kassetten gespeichert werden. So kann Alma täglich in ihren Erinnerungen schwelgen, auch wenn ihr Gehirn längst nicht mehr in der Lage dazu ist, selbst diese Erinnerungen hervorzurufen. “Man muss erst beginnen, sein Gedächtnis zu verlieren, und sei’s nur stückweise, um sich darüber klar zu werden, dass das Gedächtnis unser ganzes Leben ist (…)” (S. 7) Doch ist diese Novelle nicht einfach eine der traurigen Erzählungen um einen demenzkranken Menschen. Hier gibt es ein ganzes Geflecht an Themen, die aufgrund der Kürze der Novelle nur angerissen werden können - und die dennoch beim Lesen einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Das gewachsene Verhältnis von Schwarz und Weiß, Arm und Reich, Jung und Alt spielt hier ebenso eine Rolle wie die Frage nach dem Wesen des Menschseins, dem Sinn des Seins, der Schicksalhaftigkeit oder des Determinismus des Lebens. Kein erhobener Zeigefinger schleicht da durch die Zeilen, doch gerade wegen der leisen Töne und der bildhaften Beschreibung der Szenen stehen die angerissenen Fragen um so deutlicher vor Augen. Trotz einger surreal anmutender Passagen konnte ich mich einer einnehmenden Eindringlichkeit nicht erwehren. Die hervorgerufene Stimmung ist oftmals düster, und doch vermag Anthony Doerr mit seinem teils klaren, teils mit Metaphern gespickten Schreibstil zu überzeugen. Eine nachhallende Novelle, die trotz des geringen Umfangs nicht einfach so heruntergelesen werden sollte. Ein beeindruckendes Stück Erzählkunst… © Parden

  • Lilli33

    4/5

    23.03.2016

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Was sind wir ohne unsere…

    Was sind wir ohne unsere Erinnerungen? Die amerikanische Originalausgabe von „Memory Wall“ enthält neben der titelgebenden Novelle noch fünf weitere kurze Erzählungen. Schade, dass der deutsche Verlag diese nicht mit übernommen hat. Dafür ist aber der Schutzumschlag sehr schön gelungen mit seiner seidig schimmernden Oberfläche - wie auch schon bei „Alles Licht, das wir nicht nicht sehen“ - und den goldenen Ammoniten. Diese passen sehr gut zum Inhalt, denn Fossilien spielen hier eine große Rolle. Inhalt: Die 74-jährige Weiße Alma Konachek lebt in einem Vorort von Kapstadt. Sie leidet unter einer schnell fortschreitenden Demenz. Deshalb ist sie Patientin einer Klinik, die eine Methode entwickelt hat, Erinnerungen auf Kassetten zu speichern, sodass man sie immer wieder aufs Neue durchleben kann. Hinter einer von Almas Erinnerungen ist Roger her. Nacht für Nacht bricht er zusammen mit dem Waisenjungen Luvo in Almas Haus ein, um an ihrer Erinnerungswand nach einem ganz speziellen Ereignis zu suchen. Denn Alma versucht, mit Hilfe von Notizen, Fotos und Erinnerungskassetten an der „Memory Wall“ ihr Leben unter Kontrolle zu halten. Seit ihr Mann vor vier Jahren gestorben ist, kümmert sich nur ihr schwarzer Diener Pheko um sie. Pheko lebt mit seinem fünfjährigen Sohn Temba in einem Elendsviertel. Das Schicksal all dieser Personen ist auf gewisse Weise über diese eine bestimmte Erinnerung verknüpft. Meine Meinung: Sprachlich ist das vorliegende Büchlein wirklich ein Kleinod. Anthony Doerr vermag mit wenigen Worten so viel auszudrücken - und das auf eine wunderschöne, poetische und bildhafte Weise. „und leisen, raubtierhaften Autos“ (S. 11) „Eine Bodendiele im Wohnzimmer quiekt.“ (S. 11) „Die Uhr unten im Wohnzimmer tickt und tickt und lässt die Nacht verrinnen.“ (S. 13) Diese Aufzählung könnte ich schier endlos fortsetzen. Der Autor bringt uns mit seiner Geschichte aber auch zum Nachdenken, zum Beispiel darüber, was von uns bleibt, wenn unsere Erinnerungen verloren sind. Vieles ist zwischen den Zeilen zu lesen, und man sollte auf keinen Fall hastig lesen, um möglichst viel von dem, was Doerr uns mitteilen möchte, zu erkennen. Ich bin eigentlich kein Freund von so kurzen Erzählungen - ich mag lieber lange, ausführliche Romane. Und so hätte ich mir auch hier zuweilen etwas detailliertere Ausführungen gewünscht. Es gibt so vieles, was wegen der Kürze des Buches nicht zur Sprache kommen konnte, aber doch interessant gewesen wäre im Zusammenhang mit dieser Geschichte. Auch schienen mir nicht alle Handlungsweisen der Protagonisten wahrscheinlich. Bei manchen Szenen hat mich das gestört, weil es für mich so nicht passte, bei anderen Szenen fand ich es in Ordnung. Das ist sicher Ansichtssache und wird von jedem anders empfunden. Neben dem Hauptthema Erinnerungen werden hier auch Themen wie Vergänglichkeit, Arm und Reich, Schwarz und Weiß und noch weitere kurz angerissen. Fazit: Eine wunderbare Erzählung, die mich berührt hat, die mir wahrscheinlich aber aufgrund der Kürze nicht nachhaltig in Erinnerung bleiben wird. Es gäbe einfach noch so viel mehr zu sagen.

  • Buecherseele79

    aus Schwarzwald

    5/5

    28.03.2020

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    In seinem Buch „Die Tiefe“…

    In seinem Buch „Die Tiefe“ beleuchtet der Autor Anthony Doerr 6 Geschichten von unterschiedlichen Menschen aus unterschiedlichen Schichten, Situationen, Ländern und Zeiten. Und der Titel könnte nicht besser passen denn es geht tief. Zu den einzelnen Geschichten möchte ich nicht viel verraten, nur dass mir die letzte Geschichte des Buches sehr nahe gegangen ist, die hat das ganze Buch mit seiner Thematik abgerundet, auf den Punkt gebracht, mit bewegt, innehalten lassen und zu Tränen gerührt. Der Schreibstil ist schon aussergewöhnlich und ich kann ihn fast gar nicht in Worte fassen. Ich hatte das Gefühl dass mich der Autor auf eine Reise in die Tiefe der Gefühlwelt mitnimmt, in Erinnerungen, Hoffnungen, Ängste, Sorgen, Vergangenheit, Zukunft und vieles mehr eintauchen lässt. Und es doch mit einer Sanftmut, einer Weisheit, einer ruhigen und doch bestimmenden Stimme erzählt, ich würde fast sagen dass diese Schreibstil einen an die Hand nimmt und bis zum Ende des Buches nicht mehr los lässt. In diesem Buch beschreibt, beschäftigt sich der Autor mit den Erinnerungen, mit der Liebe zu vielen verschiedenen Dingen die jedem anders stark oder nicht so stark wichtig sind. Welche Auswirkungen und Gefühlsfacetten haben Erinnerungen, egal ob jetzt im guten oder schlechten Sinne? Wozu lässt uns Liebe handeln, leiten, verführen? Was geben wir alles auf, formen neu, entdecken und werfen weg für eine Liebe die nicht jeder nachvollziehen kann, die manchmal in Besessenheit enden kann? Kann und muss man alles verstehen und nachvollziehen können? Sind wir alle gleich oder doch unterschiedlich? Was machen wir nicht alles für Menschen die wir achten und schätzen, gar lieben? Oder für Erinnerungen die wir nicht verlieren wollen weil sie so schnell vergänglich sind? Was ist möglich, was könnte Einbildung sein? Und was sagen meine Erinnerungen und meine Liebe zu Dingen über mich aus? Wie stehe ich zu diesen Gefühlen? Man beschäftigt sich während und vor allem nach dem Lesen noch intensiv mit der Liebe aber vor allem mit den Erinnerungen. Und hier punktet der Autor mit seinen Geschichten die alle so unterschiedlich sind auf voller Linie. Wir müssen Erinnerungen die die Menschheit betreffen, die Geschichte geschrieben haben, festhalten, denn diese „alten“ Erinnerungen sterben. Auch sollten wir Erinnerungen die uns wichtig erscheinen an jüngere Generationen weitergeben, denn unsere Erinnerungen werden irgendwann, wie alle anderen davor, von dieser Erde verschwinden. Aber es werden jeden Tag durch neue Begebenheiten, Situationen, Glück und Unglück neue Erinnerungen geschaffen und zum Leben erweckt. Haltet Euch Eure Erinnerungen und dazu passt dieser Abschnitt des Buches mehr als perfekt: „Jede Stunde, denkt Robert, verschwindet auf dem ganzen Erdball eine unendliche Menge Erinnerungen, ganze strahlende Atlanten verschwinden in Gräbern. Aber während ebendieser Stunde laufen auch Kinder herum und erkunden Territorien, die ihnen völlig neu erscheinen. Sie verdrängen die Dunkelheit und streuen Erinnerungen wie Brotkrumen hinter sich. Die Welt wird neu erschaffen.“ (Seite 265) Ich empfehle dieses Buch auf jeden Fall weiter!

Kundinnen und Kunden meinen

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