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Band 6232

Mainstream Warum wir den Medien nicht mehr trauen

Aus der Reihe Beck Paperback
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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

08.08.2016

Verlag

C.H. Beck

Seitenzahl

174

Maße (L/B/H)

20,3/12,3/2 cm

Gewicht

236 g

Farbe

Lichtgrau / Rot

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-406-68851-5

Beschreibung

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Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

08.08.2016

Verlag

C.H. Beck

Seitenzahl

174

Maße (L/B/H)

20,3/12,3/2 cm

Gewicht

236 g

Farbe

Lichtgrau / Rot

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-406-68851-5

Herstelleradresse

C.H. Beck
Wilhelmstrasse 9
80801 München
DE

Email: produktsicherheit@beck.de

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Sachliche Analyse eines…

Schabrackentapir aus Köln am 05.08.2016

Bewertungsnummer: 2709592

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Sachliche Analyse eines kontrovers diskutierten Themas ------------------- Wenn bei Pegida, auf einschlägigen Blogs oder in Foren und Kommentarspalten über die "Lügenpresse" und "von den USA gesteuerte Journaille" geschimpft wird, fühlt man sich sofort abgestoßen, weil die angebotenen Alternativen wie PoliticallyIncorrect oder Russia Today nun wirklich völlig indiskutabel sind. Aber trotzdem hat man oft das Gefühl, dass Berichte und Kommentierungen in den deutschen Leitmedien immer in dieselbe Kerbe hauen, bestimmte Dinge Tabu sind und man über viele politisch relevante Themenbereiche so gut wie gar nichts mehr hört. Uwe Krüger, der hier offenbar seine Dissertation für die breite Öffentlichkeit aufbereitet hat, stellt zunächst einmal fest, dass der Eindruck einseitiger oder selektiver Berichterstattung nicht nur eine Idee verbitterter Spinner ist, sondern Realität. Im Rest des Buches zeigt er, dass dies kein Resultat von Verschwörungen oder geheimen Befehlsketten aus Politik und Geheimdiensten in die Sender und Verlage ist, sondern dass es rationale Erklärungen gibt, die im Ergebnis aber nicht minder gefährlich sind: - Durch das Aufkommen des Internets ist die wirtschaftliche Basis zumindest der Verlage eingebrochen, so dass die Abhängigkeit von den verbleibenden Anzeigenkunden steigt und weniger Geld für gründliche Recherche übrig bleibt. Pressetexte von Regierung, Verbänden und Unternehmen werden arbeitssparend nur etwas umformuliert - Der einfache Journalist hat stets Angst um seinen Job. Kontroiverses ist riskant. - Durch den Onlinejournalismus müssen Texte zunehmend in Echtzeit geschrieben werden, so dass zwischen Ereignis und Veröffentlichung kaum Zeit bleibt für Verifizierung und Einordnung. - Politiker versorgen Journalisten in Hintergrundgesprächen mit exklusiven Informationen, unter der Bedingung, dass sie nicht verwendet werden. Verwendet ein Journalist sie doch oder berichtet kritisch über seine Quelle, wird sie für immer versiegen. Das sorgt für Selbstzensur. - Journalisten sind fast immer studierte Leute und fast immer aus bürgerlichem Elternhaus. Kaum einer pflegt Umgang mit "einfachen Leuten". - Ressortleiter der Leitmedien werden von angesehenen und finanzkräftigen Think-Tanks und Elitenetzwerken umworben, die ihnen Aufträge, Beiratsposten und vorgefertigte Meinungen anbieten. - Durch die sinkende politische Polarisierung gibt es statt leidenschaftlicher Links-Rechts-Kontroversen zunehmend "vernünftige", "alternativlose" "Konsens"-Lösungen. Im Ergebnis leben die einflussreichen Chefjournalisten in der einer engen Blase, die in engem Kontakt mit den Blasen derjenigen Gruppen steht (Politiker, Wirtschaftsührer, Lobbyisten) , über die sie eigentlich kritisch berichten sollten. Ingesamt ein gut zu lesendes, sehr interessantes Buch, dass einem gute Argumente für die nächste "Lügenpresse"-Diskussion liefert.

Sachliche Analyse eines…

Schabrackentapir aus Köln am 05.08.2016
Bewertungsnummer: 2709592
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Sachliche Analyse eines kontrovers diskutierten Themas ------------------- Wenn bei Pegida, auf einschlägigen Blogs oder in Foren und Kommentarspalten über die "Lügenpresse" und "von den USA gesteuerte Journaille" geschimpft wird, fühlt man sich sofort abgestoßen, weil die angebotenen Alternativen wie PoliticallyIncorrect oder Russia Today nun wirklich völlig indiskutabel sind. Aber trotzdem hat man oft das Gefühl, dass Berichte und Kommentierungen in den deutschen Leitmedien immer in dieselbe Kerbe hauen, bestimmte Dinge Tabu sind und man über viele politisch relevante Themenbereiche so gut wie gar nichts mehr hört. Uwe Krüger, der hier offenbar seine Dissertation für die breite Öffentlichkeit aufbereitet hat, stellt zunächst einmal fest, dass der Eindruck einseitiger oder selektiver Berichterstattung nicht nur eine Idee verbitterter Spinner ist, sondern Realität. Im Rest des Buches zeigt er, dass dies kein Resultat von Verschwörungen oder geheimen Befehlsketten aus Politik und Geheimdiensten in die Sender und Verlage ist, sondern dass es rationale Erklärungen gibt, die im Ergebnis aber nicht minder gefährlich sind: - Durch das Aufkommen des Internets ist die wirtschaftliche Basis zumindest der Verlage eingebrochen, so dass die Abhängigkeit von den verbleibenden Anzeigenkunden steigt und weniger Geld für gründliche Recherche übrig bleibt. Pressetexte von Regierung, Verbänden und Unternehmen werden arbeitssparend nur etwas umformuliert - Der einfache Journalist hat stets Angst um seinen Job. Kontroiverses ist riskant. - Durch den Onlinejournalismus müssen Texte zunehmend in Echtzeit geschrieben werden, so dass zwischen Ereignis und Veröffentlichung kaum Zeit bleibt für Verifizierung und Einordnung. - Politiker versorgen Journalisten in Hintergrundgesprächen mit exklusiven Informationen, unter der Bedingung, dass sie nicht verwendet werden. Verwendet ein Journalist sie doch oder berichtet kritisch über seine Quelle, wird sie für immer versiegen. Das sorgt für Selbstzensur. - Journalisten sind fast immer studierte Leute und fast immer aus bürgerlichem Elternhaus. Kaum einer pflegt Umgang mit "einfachen Leuten". - Ressortleiter der Leitmedien werden von angesehenen und finanzkräftigen Think-Tanks und Elitenetzwerken umworben, die ihnen Aufträge, Beiratsposten und vorgefertigte Meinungen anbieten. - Durch die sinkende politische Polarisierung gibt es statt leidenschaftlicher Links-Rechts-Kontroversen zunehmend "vernünftige", "alternativlose" "Konsens"-Lösungen. Im Ergebnis leben die einflussreichen Chefjournalisten in der einer engen Blase, die in engem Kontakt mit den Blasen derjenigen Gruppen steht (Politiker, Wirtschaftsührer, Lobbyisten) , über die sie eigentlich kritisch berichten sollten. Ingesamt ein gut zu lesendes, sehr interessantes Buch, dass einem gute Argumente für die nächste "Lügenpresse"-Diskussion liefert.

Angenehm unaufgeregte Argumentation.

kvel am 17.03.2016

Bewertungsnummer: 945507

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Inhalt: In diesem Buch geht der Autor auf Ursachensuche, warum so viele Menschen von den Medien im Allgemeinen und deren Berichterstattung im Besonderen enttäuscht sind. Und was die Gründe für die Verengung des Meinungsspektrums in der Medienlandschaft sind. Meine Meinung: Der Autor betrachtet das Thema unter vielen verschiedenen Aspekten. Sachlich legt er die erarbeiteten Ergebnisse und Argumente dar. Er bleibt immer neutral, nimmt nicht Partei für eine Position und ist nicht auf Empörung oder Protest aus. Fazit: Sehr gut geschrieben - lesenswert!

Angenehm unaufgeregte Argumentation.

kvel am 17.03.2016
Bewertungsnummer: 945507
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Inhalt: In diesem Buch geht der Autor auf Ursachensuche, warum so viele Menschen von den Medien im Allgemeinen und deren Berichterstattung im Besonderen enttäuscht sind. Und was die Gründe für die Verengung des Meinungsspektrums in der Medienlandschaft sind. Meine Meinung: Der Autor betrachtet das Thema unter vielen verschiedenen Aspekten. Sachlich legt er die erarbeiteten Ergebnisse und Argumente dar. Er bleibt immer neutral, nimmt nicht Partei für eine Position und ist nicht auf Empörung oder Protest aus. Fazit: Sehr gut geschrieben - lesenswert!

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    Eine Vertrauenskrise wird unübersehbar

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    Die vertrackte menschliche Wahrnehmung 

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    Die Suppe wird dünner 

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    Journalismus als «Index» der politischen Debatte 

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    Quellennachweise