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Band 26680

Narrenleben

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

26.08.2016

Verlag

Rowohlt Taschenbuch

Seitenzahl

176

Maße (L/B/H)

19/11,5/1,3 cm

Gewicht

145 g

Auflage

3. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-499-26680-5

Beschreibung

Rezension

Die Reduktion erzeugt Fülle, die Konzentration pralles Leben. Hans Joachim Schädlichs Prosa ist von großer Anteilnahme, größtem Pessimismus und trostreich zugleich. ("Badische Zeitung")
Der Kunst der schroffen Weglassung verdanken sich gemeißelte Porträts. Hat man das Buch weggelegt, bleiben sie als komplexe Menschenbilder gegenwärtig. Und man ertappt sich dabei, wie man heiteren Umgang pflegt mit Schädlichs Narren, längst Verstorbenen, die doch viel auch von uns Lesern wissen. ("Neue Zürcher Zeitung")
Knapp, konzis und mit elegantem Understatement fächert Hans Joachim Schädlich in seinem Roman Narrenleben die Widersprüche des 18. Jahrhunderts auf. Ein historisches Panorama von vibrierender Intensität. ("Deutschlandfunk Kultur")
Hans Joachim Schädlich hat sich besonders in seinem Spätwerk auf eine verblüffende Weise zu einem Meister der so kunst- wie absichtsvollen Verknappung entwickelt. ("Der Tagesspiegel")
Schädlich erkundet die Grenzen der Narrenfreiheit im Machtspiel zwischen Spaßmachern und absolutistischen Herrschern und lässt zugleich den Konflikt in der DDR um die Kunstfreiheit zwischen Künstlern und Regime anklingen. Immer bestimmt die Macht die Grenzen der Freiheit. ("RBB Kulturradio")
Dichtung und Wahrheit – das ist das große Thema von Hans Joachim Schädlichs jüngeren Büchern. Sie verweben Historie und Literatur aufs Subtilste. Einmal mehr brilliert er mit seiner Kunst des Pars pro Toto. Er ist der Meister der Aussparung. ("NZZ am Sonntag")
Narrenleben ist keine Anklage. Es ist eine Bilanz, die für alle Zeiten moralisch ungünstig ausfällt für die, die Macht und Geld haben, und faktisch ungünstig für die, die nichts haben. Hier ist nichts bloß dahingeschrieben. ("Frankfurter Rundschau")
Hans Joachim Schädlich erzählt, was ist; erheitert den Kopf und erreicht auf diesem Umweg das Herz. ("Berliner Zeitung")

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

26.08.2016

Verlag

Rowohlt Taschenbuch

Seitenzahl

176

Maße (L/B/H)

19/11,5/1,3 cm

Gewicht

145 g

Auflage

3. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-499-26680-5

Herstelleradresse

Rowohlt Taschenbuch
Kirchenallee 19
20099 Hamburg
DE

Email: produktsicherheit@rowohlt.de

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  • Sursulapitschi

    Thalia Book Circle Community

    2/5

    18.11.2015

    eBook (ePUB)

    Illustrierte Recherche

    Mag sein, dass ich dieses Buch unter falschen Voraussetzungen begonnen habe. Ich dachte, ich lese einen spaßigen historischen Roman über den ein oder anderen Hofnarren. Bis zu Seite 10 habe ich mich auch amüsiert, dann war der Spaß vorbei. Wenn zunächst Joseph Fröhlich erzählt, wie er zum kurfürstlich-königlichen Taschenspieler und Lustigen Rat am Hof Augusts des Starken in Dresden wurde, obwohl er eigentlich Müller ist, dann ist die Geschichte noch ganz amüsant und aufschlussreich, birgt sie doch viele spaßige Episoden vom Leben bei Hofe. Dann beginnt allerdings eine wahre Schlacht von Namen und Daten. Man weiß bisweilen kaum noch, von wem denn gerade die Rede ist, während man versucht, seine Familie zu verdauen. „Friedrich August I., genannt der Starke, Kurfürst von Sachsen und König von Polen, setzte alles dran, Dresden zu einer europäischen Metropole zu machen.  Künstler und Naturforscher von Rang wie die Baumeister Matthäus Daniel Pöppelmann, Johannb Friedrich Karcher, Zacharias Longuelune, Johann Gottfried Fehre, Johann Christian Knöffel, George Bähr, die Bildhauer Balthasar Permoser, Benjamin Thomae, Johann Joachim Kändler, Johann Christian Kirchner, der Juwelier Johann Melchior Dinglinger, die Forscher Johann Friedrich Böttger und Walther von Tschirnhaus standen im Dienst des Dresdner Hofes.  Sie ließen sich von August zu einzigartigen Leistungen anregen. Der Bau des Zwingers unter der Leitung von Pöppelmann und Permoser…“ es geht noch eine Weile so weiter. „Hans Joachim Schädlich ist einer der ganz Großen in der zeitgenössischen deutschen Literatur. (Die Zeit)“  Tja… Hier hat ganz sicher jemand seine Hausaufgaben gemacht. Solche Expertisen sind wahrscheinlich hoch interessant für Historiker, die sich mit August dem Starken beschäftigen und ein bisschen Unterhaltung zwischendurch möchten. Aber ein historischer Roman ist das nicht, eher ein Sachbuch. Zeitweise habe ich mir vorgestellt, ich nehme an einer Schlossführung teil und bekomme Anekdoten zu den Ausstellungsstücken erzählt. Dagegen spricht nichts, ich mag das sehr gerne. Nur sollte man mir den Ausstellungskatalog nicht als Roman verkaufen. 17 Jahre nach Fröhlichs Tod (am 24. Juni 1757) taucht dann ein Skript auf in dem Peter Posch, ein fahrender Händler, sein Leben erzählt. Hier ändert sich der Erzählstil komplett. „Ein hübsches Mädchen, das wohl so alt war wie ich, sagte: „Willst du nicht mit mir tanzen?“ Ich tanzte mit ihr. Es war Maria Fiechtlin, die mit mir auf der Wiese beim Rübenacker gegessen hatte, als ich hungrig von Berg heruntergekommen war. Wir gingen zusammen nach Hause. Unterwegs versprachen wir uns, einander zu heiraten. Bald wanderte ich nach Innsbruck. …“ „Ein Meister der Reduktion, der mit dieser Reduktion eine ungeheure Intensität erreicht. (Süddeutsche Zeitung)“ Reduziert fand ich es auch, nur die Intensität ist mir entgangen. Dieses Buch hat mich sehr verärgert. Es stellt zwei sicherlich interessante historische Personen vor, die man aber trotzdem nicht kennenlernt. Es erzählt spannende Begebenheiten, die im Datenwust untergehen. Es ist kein Roman, keine Biographie und auch kein wirkliches Sachbuch. Mir kommt es vor wie leicht illustrierte Recherche. 

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