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Trilogie Schlaflos / Olavs Träume / Abendmattigkeit | Nobelpreis für Literatur 2023

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Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

30878

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

21.05.2016

Verlag

Rowohlt

Seitenzahl

208

Maße (L/B/H)

21,1/13,1/2,2 cm

Gewicht

318 g

Farbe

Anthrazit / Seidengrau

Auflage

5. Auflage

Originaltitel

Trilogien

Übersetzt von

Hinrich Schmidt-Henkel

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-498-02065-1

Warnhinweis

nicht erforderlich.

Beschreibung

Rezension

Jon Fosse nimmt dem hektischen Weltgebaren seine Aufgeregtheit, indem er die großen Themen in seiner Prosa aufruft: Geburt, Liebe und Tod. Die Prosa des großen Minimalisten in der europäischen Literatur ist schnörkellos. ("Deutschlandradio Kultur")
Intensive und fieberhafte Literatur, die gradweise entschleiert, welche Geschehnisse den erwarten, der sein Gewissen für die Liebe opfert. ("Aftenposten")
Jon Fosse erzeugt in seiner meisterjhaften, biblisch anmutenden Liebesgeschichte einen Schwebezustand zwischen Liebe und Tod (...) und bewegt den Leser tief. «Trilogie» ist große, düster-betörende Literatur. ("WDR 2 Kultur")
Jon Fosse ist ein Mystiker, dessen Sprache die Natur lebendig werden lässt, ein Dichter, der mit seiner Stimme die Prosa zum Singen bringt. ("Dagbladet")
Die Wärme, die Jon Fosse für seine hart geprüften, ganz gewöhnlichen Menschen hat, schafft ungewöhnlich schöne Literatur. ("Adressavisen")

Produktdetails

Verkaufsrang

30878

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

21.05.2016

Verlag

Rowohlt

Seitenzahl

208

Maße (L/B/H)

21,1/13,1/2,2 cm

Gewicht

318 g

Farbe

Anthrazit / Seidengrau

Auflage

5. Auflage

Originaltitel

Trilogien

Übersetzt von

Hinrich Schmidt-Henkel

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-498-02065-1

Herstelleradresse

Rowohlt Verlag GmbH
Kirchenallee 19
20099 Hamburg
DE

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  • Bories vom Berg

    aus München

    5/5

    06.07.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Konfuse innere Monologe Der…

    Konfuse innere Monologe Der viele Jahre lang als Favorit für den Nobelpreis angesehene, norwegische Schriftsteller Jon Fosse hat ihn im Jahre 2023 dann endlich auch erhalten. Eine seiner wichtigsten Prosa-Veröffentlichungen ist «Trilogie», die Jury in Stockholm hat dazu erklärt: «Mit ihrer formalen Raffinesse und dem forschenden Verhältnis zur Geschichte stellt die ‹Trilogie› einen Höhepunkt in der neueren norwegischen Literatur dar». Die Rezeption in Deutschland ist eher verhalten, erst nach dem Nobelpreis begann man sich näher mit dem vor allem als Dramatiker bekannten Autor zu befassen. Seine lose verbundenen Erzählungen mit den Titeln «Schlaflos», «Olavs Träume» und «Abendmattigkeit», aus denen die Trilogie besteht, verhandeln schnörkellos und unaufgeregt große Menschheits-Themen wie Geburt, Liebe und Tod. Als der große Minimalist der europäischen Literatur hält er nichts von literarischen Anspielungen, die seine Geschichten enthalten würden: «Es ist doch nur die Geschichte eines jungen Paares, das eine Bleibe sucht». Als plötzlich kurz vor dem Ende ein «Jon» auftaucht, der ein Buch mit Gedichten geschrieben habe und ebenfalls ein «Spielmann» sein soll, sind die autobiografischen Bezüge allerdings unübersehbar. Nach einer in der Jugend erlittenen Nahtod-Erfahrung sei sein Schreiben davon stark beeinflusst: «Ich glaube bis heute, dass ich durch diesen Unfall zum Schriftsteller geworden bin. Die Hauptperspektive meiner Texte ist nämlich die von jemandem, der sich an der Grenze zwischen Leben und Tod befindet.» Im ersten, an die biblische Weihnachts-Geschichte erinnernden Teil des Buches ziehen die hochschwangere Alida und Asle, beide siebzehnjährig, als unverheiratetes Paar hungrig und obdachlos in dem Fischerdorf Dylgja umher auf der vergeblichen Suche nach einer Bleibe. Asle bestreitet als gelegentlich auftretender Spielmann mit der Fidel mehr schlecht als recht ihren Lebensunterhalt, schreckt aber auch vor Gewalttaten nicht zurück, um ihr Überleben zu sichern. Schließlich kommen sie für kurze Zeit bei Alidas Mutter und Schwester unter, stehlen ihnen aber Geld und Lebensmittel und flüchten mit einem ebenfalls gestohlenen Boot, dessen Besitzer Asle ertränkt, in die Stadt Bjørgvin, dem heutigen Bergen. Dort, wo sie niemand kennt, wollen sie endlich eine Unterkunft finden. Als sie aber auch dort überall abgewiesen werden in Hinblick auf die Schwangerschaft, dringt Asle mit Gewalt in das Haus einer alten Frau ein, die sie ebenfalls nicht einlassen will, und tötet sie. Dort bekommt Alida schließlich den kleinen Sigvald, benannt nach dem Großvater. Um ihre Spuren zu verwischen, nennen sich die Beiden nun Olav und Åsta, und um an Geld zu kommen versetzt Olav seine geliebte Fidel. Vom Erlös will er Eheringe kaufen, die ihnen ebenfalls als Tarnung dienen sollen. In einem Gasthof wird er von einem alten Männchen angesprochen, das ihm hartnäckig auf den Kopf zusagt, er sei in Wahrheit Asle, der gesuchte Mörder aus Dylgja. Und kurz darauf wird der falsche Olav abgeführt und einige Tage später von dem Männchen erhängt, das war nämlich der «Rote Meister», der Scharfrichter von Bjørgvin. Nach einem Zeitsprung von hundert Jahren wird im dritten Teil von Alise erzählt, der inzwischen greisen Tochter von Alida, die einen Fischer geheiratet hatte und mit ihm neben Alise noch vier weitere Kinder bekam. In den wirren Erinnerungen von Alida lebte Asle fort, sie sah ihn immer wieder und sprach mit ihm, hat sich permanent mit ihm beraten. Formal besticht das Buch mit einem narrativen Schweben, das in der Musik seinen Ursprung hat und zeitenthoben über dem gesamten Geschehen liegt wie ein metaphorischer Schleier. «Die Zeichensetzung in diesem Buch folgt den musikalisch-rhythmischen Besonderheiten der Prosa Jon Fosses», lautet ein vorangestellter Hinweis des Verlags. Es ist gerade dieser eigenwillige, unsortierten inneren Monologen folgende, grandios naive Erzählstil, mit dem dieses Buch einen lang nachwirkenden Lesesog erzeugt, der den Leser am Ende tief betroffen zurücklässt!

  • Bewertung

    5/5

    15.01.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Hartes Schicksal, große Liebe...

    Hartes Schicksal, große Liebe - eine zeitlose Geschichte in einem unverkennbarem interessantem Rhythmus erzählt.

  • Lesesaite

    5/5

    14.11.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    lest Fosse

    Kennt ihr eigentlich die Magie des ersten Satzes? Ich schon, aber bei Fosse wird es interessant irgendwann den -Punkt- zu finden. In mir entsteht ein Sog zu seiner Verwendung von Satzzeichen. Manche Sätze gestalten sich über mehrere Seiten, die durch Absätze usw. ergänzt einen spannenden Rhythmus entstehen lassen, der das Lesen - für mich - an keiner Stelle langweilig werden lässt. Die Sprache in der Trilogie erscheint mir sehr galoppartig und interessant - sie bleibt aber, finde ich, einfach und schlicht in ihrer Komplexität. Irgendwie kann ich der Sprache nichts negatives abgewinnen, obwohl es einen kleinen Drang von mir zu gibt. Ich finde sie sehr interessant und macht mich nach jedem Wort wieder wach und neugierig. Seine Wortwahl ist mit einer Melancholie durchzogen, in der auch die Figuren stets traurig und verloren in der Welt erscheinen. Liebe, Tod und Glaube sind in der Trilogie allgegenwärtig. Fosse erreicht eine Konzentration auf das Wesentliche und schafft es trotz der Themen sowie der Geschichte dem ganzen die Schwere zu nehmen. Ich bin gerade zutiefst traurig, verbunden mit einer entspannten Zufriedenheit - für mich und für die Protagonisten. Er wiederholt auch ein und den selben Inhalt oder eine Szene immer wieder … es scheint so, als wenn er uns durch diese Wiederholung Zeit gibt, das eigentlich Wichtige außerhalb und innerhalb der wiederholten Inhalte zu reflektieren und retournieren - sehr spannend. Jon Fosse wurde 1959 in Haugesund, Norwegen geboren und erhielt 2023 den Literaturnobelpreis. Fosse gilt mit seinen Werken als einer der wichtigsten Stimmen der zeitgenössischen und norwegischen Literatur. Wer sich mit Jon Fosses Werken auseinandersetzt, sollte sich unbedingt auch mit der Sprache Norwegens befassen. Bokmål und Nynorsk. Die Norweger waren viele Jahrhunderte unter dänischer Herrschaft und Dänisch als Schriftsprache war allgegenwärtig. Das Dänisch als Mundsprache wurde an die norwegische urbane Aussprache angepasst, aus dem schließlich >Bokmål< entstand, einer heute offiziellen Schriftsprache in Norwegen. Bokmål schreiben ca. 85-90% der Norweger. Zur Unabhängigkeit Norwegens 1814 wollten einige Norweger ihre „eigene“ Sprache haben und das Dänische verdrängen und ganz abschaffen. Ivar Aasen reiste als Sprachbegeisterter durch das Land und stellte ein Wörterbuch und Grammatik der norwegischen Sprache zusammen. Die daraus entstandene >Landsmål< wurde später zu >Nynorsk< und sollte als erste beschriebene Sprache verwendet werden. Vielen war dies aber zu radikal und behielten das Dänische und ergänzten es um typische norwegische Wörter und veränderten die Aussprache sowie Rechtschreibung. Auch für den Handel war Bokmål unerlässlich. Nynorsk ist heute eine weitere offizielle Schriftsprache und schreiben ca. 10-15% der Norweger und basiert auf ländlich norwegischen Dialekten. Die norwegische Regierung diskutiert bis heute, ob die beiden Schriftsprachen Bokmål und Nynorsk vereinheitlicht werden sollen. Neben den beiden offiziellen Schriftsprachen gibt es viele weitere Mischformen - und: alle sprechen unterschiedliche Dialekte. Jon Fosse schreibt wie viele norwegische Schriftsteller in Nynorsk. Nynorsk scheint, so habe ich erfahren, formstärker und rhythmischer zu sein, als Bokmål. Lest Fosse. Macht selbst die Erfahrung. Ich für meinen Teil will mehr Fosse und mehr norwegische Literatur geniessen.

  • Andy

    aus München

    1/5

    05.10.2019

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    eine traurige Geschichte…

    eine traurige Geschichte erzählt da Herr Fosse. Auch meine Trauer steigerte sich beim Anlesen. Diese absurden, ständigen Wiederholungen einzelner Wörter oder Textpassagen sind zermürbend . Fühle mich als halbwegs Erwachsener Leser von dieser Schreibweise veralbert und auf die Stufe eines Erstklässlers zurückversetzt. Mögen Minimalisten und Existenzialisten damit glücklich werden. Ich bevorzuge Erzähler, die meinetwegen in einer ganz gewöhnlichen Alltagssprache spannende Geschichten zu Papier bringen. So wie Herr Fosse da formuliert, erzählt und reimt kein Mensch Geschichten, selbst im hintersten Norwegen nicht.

  • Bewertung

    5/5

    24.12.2025

    eBook (ePUB 3)

    Fesselnd

    Ein unglaubliches Abenteuer, in das man vollkommen eintaucht und das man gemeinsam mit den Figuren erlebt, berauscht von der Sprache des Autors, die sich als ein Strom von Gedanken und Gefühlen entfaltet.

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