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Reinhard K. Sprenger

1. Das anständige Unternehmen

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Reinhard K. Sprenger

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Das anständige Unternehmen Was richtige Führung ausmacht - und was sie weglässt

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Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

Gesprochen von

Reinhard K. Sprenger + weitere

Spieldauer

11 Stunden und 57 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

28.09.2015

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

147

Verlag

Der Hörverlag

Sprache

Deutsch

EAN

9783844520071

Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

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Gesprochen von

Spieldauer

11 Stunden und 57 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

28.09.2015

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

147

Verlag

Der Hörverlag

Sprache

Deutsch

EAN

9783844520071

Herstelleradresse

Der Hörverlag
Neumarkter Str. 28
81673 München
Deutschland
Email: info@service.penguinrandomhouse.de
Url: www.penguinrandomhouse.de
Telephone: +49 800 5003322
Fax: +49 89 41363333

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  • Raumzeitreisender

    aus Ahaus

    5/5

    09.07.2016

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Bereits im Vorwort fordert…

    Bereits im Vorwort fordert Managementberater Reinhard K. Sprenger, dass Anstand wirtschaftlich erfolgreich sein muss, denn die „ethische Forderung nach Anstand ist richtungsgleich mit der ökonomischen nach Innovation und Reduktion der Komplexität“. (19) Aus dem Gebot des Anstands leitet Sprenger fünf Prinzipien ab, die er im zweiten Teil des Buches ausführlich untersucht. Diese sind negativ formuliert und entspringen einer negativen Ethik. „Die Aufforderung, etwas nicht zu tun, umgeht die Versuchung, etwas „einzig Richtiges“ absolut zu setzen. Sie behauptet keine allein denkbare Wahrheit. Sie bekennt sich zur Mehrdeutigkeit.“ (368, 369) Sind Mitarbeiter Mittel zum Zweck der Führung in Unternehmen oder dient das Unternehmen der Selbstverwirklichung der Mitarbeiter? Um mit diesem Spagat umgehen zu können, ist Balance gefordert. Unter der Prämisse von Anstand ist ein Ausgleich von Geben und Nehmen erforderlich. Sprenger betont, dass sich der Mensch durch Freiheit und Selbstbestimmung auszeichnet und das jeder Mensch gute Arbeit leisten will. (116) Letztere These ist nur teilweise durch Erfahrungen des Autors belegt und beruht auf einer bewussten Entscheidung. Dieses Menschenbild impliziert, dass Mitarbeiter als Erwachsene behandelt werden und nicht als Kinder. Sprenger stellt das Verhältnis von Organisation und Mitarbeiter auf den Kopf. „Die Menschen sind die harten Faktoren, die Strukturen die weichen.“ (161) Menschen verändern zu wollen ist ein Kampf gegen Windmühlen. Veränderung funktioniert nur als Selbstentwicklung. Daher ist Personalauswahl wichtiger als Personalentwicklung. „Männer sind anders – Frauen auch.“ (210) Diese durch Wissenschaft und Alltagserfahrung belegte These widerstrebt dem Feminismus. Kann es im Sinne einer pluralistischen Gesellschaft sein, dass Männer weiblicher und Frauen männlicher werden sollen? Führungskräfte müssen zwischen Alternativen wählen, wobei jede Entscheidung Widerstand erzeugt. Dieses Dilemma kann Führung nicht abgenommen werden. Entscheidungen zu Gunsten von Innovation sind Entscheidungen gegen Althergebrachtes. Beide Seiten haben Befürworter und Gegner. Fazit: In „Mythos Motivation“ demaskiert Sprenger Beeinflussungstechniken und verändert damit die Sicht auf die Arbeitswelt. In „Das Prinzip Selbstverantwortung“ beschreibt er die Grundlagen dieser Sicht und setzt auf Eigeninitiative und Selbstverantwortung. In „Aufstand des Unternehmens“ erläutert er Voraussetzungen für den Wandel vom egalisierenden Unternehmen konventioneller Art zum individualisierenden Unternehmen zukünftiger Art. Der Kitt, der alles zusammenhält, ist das Vertrauen. Warum Vertrauen so wichtig ist und wie man es erreichen kann, macht Sprenger in „Vertrauen führt“ deutlich. Vertrauen ist eine wichtige Grundlage von Führung, aber die Zielsetzung ist eine andere. Daher destilliert Sprenger in „Radikal führen“ aus dem Führungsverhalten der Manager zeitlose Kernaufgaben heraus. Der Zweck der Führung besteht darin, das Überleben des Unternehmens zu sichern. Dieser Positivliste aus „Radikal führen“ stellt Sprenger in „Das anständige Unternehmen“ eine Negativliste gegenüber, in der er aufzeigt, was zu lassen ist. (26) Sprenger macht das auf gewohnt strukturierte Art und Weise. Hilfreich wäre eine Evaluation seiner Thesen. Sprachlich ist er mit seinen Wortschöpfungen sehr kreativ, seine Bücher klären nicht nur auf, sondern unterhalten. In diesem Sinne ist auch „Das anständige Unternehmen“ wie eine Brise frischer Wind.

  • Dr. Hans Weiskopf

    aus Benediktbeuern

    4/5

    28.09.2015

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ist der Status quo der…

    Ist der Status quo der Führung in Deutschland wirklich so korrekturbedürftig, dass es eines solchen Buches bedarf? Haben wir in unseren Unternehmen tatsächlich den "Anstand" verloren? Im Mittelpunkt steht das Führen der arbeitenden Menschen in ihrer Unterschiedlichkeit, mit ihrem Recht auf Würde, Respekt, Vertrauen und ihrem deshalb berechtigten Anspruch auf "anständige" Behandlung. Deren Wirkung ist nach Sprenger höhere Zufriedenheit, Kreativität, Qualität und damit auch bessere Wettbewerbsfähigkeit. Manipulation und Instrumentalisierung lehnt er konsequent ab. Stark kritisiert er den Verlust an nötiger Distanz zwischen Unternehmen und Belegschaft durch den Zwang zur permanenten Selbstoptimierung und die totale Aufhebung der Trennungslinie zwischen Beruf und Privat. Er nennt das "Totalinklusion". Und er kritisiert den oft unüberlegten wie unnötigen Aktionismus getriebener Manager, die dadurch häufig Frustrationen und damit Schaden für ihre Leute und ihr Unternehmen erzeugen. Diese Kritik kann man nur bestätigen. Als Führungskraft macht man schon viel richtig, wenn man auf Redundantes verzichtet und es unterlässt, seine Leute zu nerven und zu demotivieren. Unternehmen verlangen laut Sprenger enorme Identifikation und zeigen gleichzeitig einen unverfrorenen Mangel an Distanz gegenüber ihren Leuten und deren berechtigten Interessen. Dies bezeichnet er als "Institutionelle Demütigung des arbeitenden Menschen" durch Distanzverlust zwischen ihm und der Arbeitswelt. Oberflächlich ist Sprenger dabei nie! Ganz im Gegenteil. So widmet er alleine dem "Was ist Anstand?" ganze zehn Seiten. Vielleicht wäre manchmal etwas weniger mehr gewesen. Kern des Buches sind fünf trivial klingende Prinzipien, die Unternehmen zu "anständigen" machen. Zu diesen geht er sehr in Details und bietet Alternativen an. Am Ende jedes Abschnittes pointiert er seine Handlungsmaximen mit der regelmäßigen Formel "Ein anständiges Unternehmen unterlässt es…" und seinen konkreten Vorgaben. Beileibe muss man nicht alles bestätigen, was der Autor herausarbeitet und vertritt. Manches macht er einfacher, als es in der Führungsrealität ist. Zu manchen seiner Beispiele ließen sich Gegenbeispiele bringen. Manche seiner Forderungen wie zum Beispiel feste Arbeitsverträge abzuschaffen und durch Zeitverträge zu ersetzen, stehen dann doch im Widerspruch zu seiner sonstigen Verteidigung der Würde und der Interessen der Mitarbeiter. Aber immerhin - er begründet seine Ideen in lesenswerter Weise. Sehr lesenswert übrigens auch seine Sicht der Frauenförderung mit der Überschrift "Die Pathologisierung des Mannes". Vieles lehnt er ab: Führungskonzepte, Unternehmensleitlinien, Feedback-Kultur, regelmäßige Mitarbeitergespräche und selbst eine Vorbildaufgabe von Führungskräften. Dem muss man nicht folgen. Sicherlich spielt Reinhard K. Sprenger auch gerne die Rolle des agent provocateur, um sich seine Identität als Vordenker und sein Alleinstellungsmerkmal zu erhalten. Ohne Zweifel aber ist er ein Impulsgeber dafür, über Führung neu und gründlich nachzudenken und Dummheiten und erst recht Entgleisungen zu korrigieren. Insgesamt ist Sprengers neues Buch auch ein Handbuch zur praktischen Unternehmensethik und eine Philippika für Werte wie Vertrauen, Würde und Anstand. In der Tat haben wir zu viel Management und erleben zu wenig "anständige" Führung. Menschen erleben unser Wirtschaftssystem vor allem an ihren Arbeitsplätzen, womit über die Qualität ihres Berufslebens und mit Folgewirkungen auch ihres Privatlebens entschieden wird. Anständige Führung ist aus seiner Sicht positiv systemrelevant, denn sie nützt Unternehmen, Mitarbeitern, Kunden, Kapitaleignern und der gesamten Gesellschaft. Wer sollte das Buch lesen? Alle, die in irgendeiner Weise in Führungsverantwortung stehen. Allen voran aber Unternehmenslenker, Vorstände und Geschäftsführer, denen bewusst sein muss, dass "anständige" Unternehmens- oder Betriebsführung Teil ihrer Verantwortung ist.

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