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Gilliamesque Meine Prä-posthumen Memoiren

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

16.11.2015

Abbildungen

durchgehend farbig illustriert

Verlag

Heyne

Seitenzahl

308

Maße (L/B/H)

26,1/20/3 cm

Gewicht

1251 g

Farbe

Wollweiß / Terracotta

Übersetzt von

Berni Mayer

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-453-27016-9

Beschreibung

Rezension

»Einer der eigenwilligsten und bildmächtigsten Regisseure unserer Zeit.« Georg Seeßlen

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

16.11.2015

Abbildungen

durchgehend farbig illustriert

Verlag

Heyne

Seitenzahl

308

Maße (L/B/H)

26,1/20/3 cm

Gewicht

1251 g

Farbe

Wollweiß / Terracotta

Übersetzt von

Berni Mayer

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-453-27016-9

Herstelleradresse

Penguin Random House Verlagsgruppe GmbH
Neumarkter Straße 28|81673|München|DE
vertrieb.verlagsgruppe@randomhouse.de

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GILLIAMESQUE - Terry Gilliams amüsante und hervorragend illustrierte Memoiren

j.h. aus Berlin am 24.11.2015

Bewertungsnummer: 898444

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

"Ich kam zwei Jahre vor meiner Schwester Sherry und gut acht Jahre vor meinem Bruder Scott auf die Welt und hatte meine Schäfchen also längst im Trockenen, bevor die Konkurrenz kam." (S. 3) Nach einer behüteten Kindheit in der eisigen Ödnis Minnesotas studierte Terry Gilliam Politikwissenschaft und fand schon 1962 seine Berufung als Zeichner beim New Yorker Satiremagazin HELP!, wo er John Cleese kennenlernte. Vor allem um der Einberufung zur US-Army zu entgehen, folgte bald der Umzug nach Großbritannien. Und schon bald war er mit John Cleese Mitbegründer der legendären Komiker-Truppe Monty Pythons, deren TV-Sketche nicht zuletzt durch Gilliams innovative Nutzung von Airbrush- und Legetechnik für hintergründige Trickepisoden in unnachahmlicher Gestaltung unvergesslich sind. Das gilt ebenso für die berühmten Kinofilme der Pythons, deren bekanntester LIFE OF BRIAN (1979) wurde. "Als der Film anlief und diesen Riesenärger verursachte, fühlte ich mich wie im siebten Himmel. Die Tatsache, dass Katholiken, Protestanten und Juden geschlossen gegen unseren blasphemischen Umgang mit den großen religiösen Fragen zu Felde zogen, war nur das Sahnehäubchen. Es muss schon eine Menge passieren, um all diese Parteien an einen Tisch zu bringen, doch wir schafften es, indem wir sie alle gleichzeitig beleidigten. ... Wahrscheinlich gab es damals noch keine Muslime, sonst wären die auch mit von der Partie gewesen." (S. 182) Beginnend mit TIME BANDITS (1981) widmete sich Terry Gilliam dann überwiegend seiner Regiekarriere, aus der vor allem BRAZIL (1985), 12 MONKEYS (1995) und FEAR AND LOATHING LAS VEGAS (1998) hervorragen. Andere Titel wurden - vielfach unverdient - zu fast ebenso legendären Flops. Gilliams unkonventionelle Auffassung vom Filmemachen ist wohl mit diesen Sätzen am treffendsten beschrieben: "Es ist erstaunlich, dass die überzeugendsten und besten Lösungen für scheinbar unüberwindbare Probleme bei einer Filmproduktion oft jeder Intuition widersprechen. Braucht man jemanden, der einen Riesen spielt, fragt man am besten einen fetten Zwerg. Ist man plötzlich in der schrecklichen Lage, ohne seinen Star dazustehen, engagiert man einfach drei als Ersatz." (S. 278) 2006 legte Terry Gilliam, der seit 1968 auch die britische Staatsbürgerschaft hat, die amerikanische Staatsbürgerschaft ab, wofür eine innige Abneigung gegen die Regierung Bush ebenso verantwortlich war wie erbschaftsrechtliche Erwägungen. Eine gewisse Entfremdung hatte allerdings schon früher eingesetzt: "Obwohl ich gegen den ganzen Mist war, den Amerika überall auf der Welt verbrach, musste ich zu meinem Entsetzen feststellen, dass ich mein Heimatland gegen Leute verteidigte, die es - und damit auch mich - für einen Kriegstreiber hielten. Sobald ich England verließ und durch Europa reiste, wuchsen auch meine Zweifel an den Grundsätzen meiner Kindheit. War der American Way Of Life etwa doch nicht das einzig Wahre, und diente unsere Außenpolitik doch nicht ausschließlich dazu, anderen zu helfen?" (S. 90) Terry Gilliam (*1940) plaudert kurzweilig-amüsant aus seinem Leben und sorgte daneben für passende und durchgehend farbige Illustrationen, die das Lesen auch zu einem optischen Vergnügen machen. Der HEYNE-VERLAG veröffentlicht das kürzlich erst in der englischen Originalausgabe erschienene Buch in hervorragender deutscher Übersetzung von Berni Mayer innerhalb der innovativen HARDCORE-Reihe. Für Gilliam- und Monty-Python-Fans in jedem Fall ein Pflichtkauf bzw. ein Geschenktipp, mit dem man nichts falsch machen kann!

GILLIAMESQUE - Terry Gilliams amüsante und hervorragend illustrierte Memoiren

j.h. aus Berlin am 24.11.2015
Bewertungsnummer: 898444
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

"Ich kam zwei Jahre vor meiner Schwester Sherry und gut acht Jahre vor meinem Bruder Scott auf die Welt und hatte meine Schäfchen also längst im Trockenen, bevor die Konkurrenz kam." (S. 3) Nach einer behüteten Kindheit in der eisigen Ödnis Minnesotas studierte Terry Gilliam Politikwissenschaft und fand schon 1962 seine Berufung als Zeichner beim New Yorker Satiremagazin HELP!, wo er John Cleese kennenlernte. Vor allem um der Einberufung zur US-Army zu entgehen, folgte bald der Umzug nach Großbritannien. Und schon bald war er mit John Cleese Mitbegründer der legendären Komiker-Truppe Monty Pythons, deren TV-Sketche nicht zuletzt durch Gilliams innovative Nutzung von Airbrush- und Legetechnik für hintergründige Trickepisoden in unnachahmlicher Gestaltung unvergesslich sind. Das gilt ebenso für die berühmten Kinofilme der Pythons, deren bekanntester LIFE OF BRIAN (1979) wurde. "Als der Film anlief und diesen Riesenärger verursachte, fühlte ich mich wie im siebten Himmel. Die Tatsache, dass Katholiken, Protestanten und Juden geschlossen gegen unseren blasphemischen Umgang mit den großen religiösen Fragen zu Felde zogen, war nur das Sahnehäubchen. Es muss schon eine Menge passieren, um all diese Parteien an einen Tisch zu bringen, doch wir schafften es, indem wir sie alle gleichzeitig beleidigten. ... Wahrscheinlich gab es damals noch keine Muslime, sonst wären die auch mit von der Partie gewesen." (S. 182) Beginnend mit TIME BANDITS (1981) widmete sich Terry Gilliam dann überwiegend seiner Regiekarriere, aus der vor allem BRAZIL (1985), 12 MONKEYS (1995) und FEAR AND LOATHING LAS VEGAS (1998) hervorragen. Andere Titel wurden - vielfach unverdient - zu fast ebenso legendären Flops. Gilliams unkonventionelle Auffassung vom Filmemachen ist wohl mit diesen Sätzen am treffendsten beschrieben: "Es ist erstaunlich, dass die überzeugendsten und besten Lösungen für scheinbar unüberwindbare Probleme bei einer Filmproduktion oft jeder Intuition widersprechen. Braucht man jemanden, der einen Riesen spielt, fragt man am besten einen fetten Zwerg. Ist man plötzlich in der schrecklichen Lage, ohne seinen Star dazustehen, engagiert man einfach drei als Ersatz." (S. 278) 2006 legte Terry Gilliam, der seit 1968 auch die britische Staatsbürgerschaft hat, die amerikanische Staatsbürgerschaft ab, wofür eine innige Abneigung gegen die Regierung Bush ebenso verantwortlich war wie erbschaftsrechtliche Erwägungen. Eine gewisse Entfremdung hatte allerdings schon früher eingesetzt: "Obwohl ich gegen den ganzen Mist war, den Amerika überall auf der Welt verbrach, musste ich zu meinem Entsetzen feststellen, dass ich mein Heimatland gegen Leute verteidigte, die es - und damit auch mich - für einen Kriegstreiber hielten. Sobald ich England verließ und durch Europa reiste, wuchsen auch meine Zweifel an den Grundsätzen meiner Kindheit. War der American Way Of Life etwa doch nicht das einzig Wahre, und diente unsere Außenpolitik doch nicht ausschließlich dazu, anderen zu helfen?" (S. 90) Terry Gilliam (*1940) plaudert kurzweilig-amüsant aus seinem Leben und sorgte daneben für passende und durchgehend farbige Illustrationen, die das Lesen auch zu einem optischen Vergnügen machen. Der HEYNE-VERLAG veröffentlicht das kürzlich erst in der englischen Originalausgabe erschienene Buch in hervorragender deutscher Übersetzung von Berni Mayer innerhalb der innovativen HARDCORE-Reihe. Für Gilliam- und Monty-Python-Fans in jedem Fall ein Pflichtkauf bzw. ein Geschenktipp, mit dem man nichts falsch machen kann!

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