Produktbild: Vom Zähmen, Ausbeuten und Bestaunen

Vom Zähmen, Ausbeuten und Bestaunen Eine ungeordnete Kulturgeschichte der Natur. Essays

4

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

20.08.2024

Verlag

Haymon Verlag

Seitenzahl

216

Maße (L/B/H)

20,6/13/2,4 cm

Gewicht

327 g

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7099-7039-3

Beschreibung

Rezension

"Raubbau, Persönlichkeitsrechte nicht-menschlicher Akteure, Geschichte, Forschung und literarische Erzählungen - all diese Spannungsverhältnisse seziert Bettina Balàka mit analytischem Gespür und zeigt eine völlig neue Art des Nature Writing." Buchkultur, Katia Schwingshandl "Bettina Balàka geißelt die haarsträubende Willkür unseres Umgangs mit der Natur und ihren Geschöpfen ... "Vom Zähmen, Ausbeuten und Bestaunen" ist ein sehr erhellendes Buch, wie gemacht, um Verhaltensänderungen anzustoßen." Falter, Julia Kospach "eine zwar emotional herausfordernde, aber lohnende Lektüre." Die Presse, Horst Waggershauser-Burr "Ihre Texte sind mal analytisch, mal fast polemisch, oft kapitalismuskritisch. Aber immer sind sie geerdet, gut recherchiert und fundiert." natur Magazin, Alexander Schramm "Die in Salzburg geborene und in Wien lebende, vielfach ausgezeichnete Autorin Bettina Balàka ist eine kritisch die gesellschaftlichen Entwicklungen beobachtende Zeitgenossin. Das betrifft den Kampf um die Gleichberechtigung der Geschlechter ebenso wie das Verhältnis des Menschen zur Natur. "Vom Zähmen, Ausbeuten und Bestaunen" heißt ein nun erschienener Essayband, in dem sie ihre vielfältige Auseinandersetzung mit diesem Thema zusammenführt." APA, Wolfgang Huber-Lang

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Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

20.08.2024

Verlag

Haymon Verlag

Seitenzahl

216

Maße (L/B/H)

20,6/13/2,4 cm

Gewicht

327 g

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7099-7039-3

Herstelleradresse

Haymon Verlag
Erlerstraße 10
6020 Innsbruck
AT

Email: order@studienverlag.at

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Extraorbitant! Unbedingte Leseempfehlung!

Literatursprechstunde aus Göttingen am 07.02.2025

Bewertungsnummer: 2406502

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Wow wow wow - was für eine extraorbitante, augenöffende und erschreckende Leseerfahrung! Bettina Balaka widmet sich mit ihrer Essaysammlung „Vom Zähmen, Ausbeuten und Bestaunen“ dem Leid der Tierwelt, oft hervorgerufen durch unsere Spezies: dem Menschen. Viele Tiere in Zoos bekommen Antidepressiva oder Beruhigungsmittel, es gibt Berichte über den Tiergarten Nürnberg, die offenlegen, dass die dortigen Delfine im Delfinarium Valium verabreicht bekommen - was ist das nur für eine Welt, in der wir leben?! Auf ebensolche Zustände ist die Schriftstellerin Bettina Balaka gestoßen, als sie sich mit dem Verhältnis zwischen Mensch und Tierwelt beschäftigte. Mit einem Verweis auf Rilkes „Der Panther“ beispielsweise möchte sie aufmerksam machen auf die Auswirkungen des Eingesperrtseins der Tiere, das nicht selten stereotypische Verhaltensweisen hervorruft - ein klarer Ausdruck von tierischer Depressivität, welcher mit Antidepressiva entgegengewirkt wird. Bevor Tiere also schwer depressiv in der Ecke sitzen und nichts mehr essen, gibt man ihnen Stimmungsaufheller, was natürlich mitunter auch deren Aktivität erhöht und genau das wollen doch die Zoobesucher auch sehen: Aktive Tiere! Und zur Vermeidung von tierischer Aggressivität und Angriffen gegeneinander - was kann man da bloß machen? Man gibt ihnen natürlich Beruhigungsmittel! In den Zoos ist die Gabe solcher Mittelchen übliche Praxis im Rahmen einer tierärztlichen Behandlung. Doch ist das wirklich legitim?! Viele Menschen sind auch auf Psychopharmaka angewiesen - aber kann man das wirklich vergleichen? Denn die tierischen Verhaltensweisen, die medikamentöser Behandlung bedürfen, sind ja erst durch die Haltung der Tiere zum Bestaunen durch den Menschen, nötig geworden. Tun wir denn den Tieren nicht eigentlich etwas Gutes, indem wir durch die Haltung in Zoos zur Arterhaltung und zum Artenschutz beitragen?! Dies bedarf einer starken Hinterfragung, denn gleichzeitig werden die natürlichen Lebensräume der Tiere ja zerstört. Balaka macht bewusst, dass es nicht nur darum geht genetisches Material zu erhalten, sondern dass die Tiere auch eine Kultur weitergeben von Generation zu Generation, die aber auf diese Weise verloren geht. Aber was kann denn nun am Bestaunen der Tiere so falsch sein?! Balaka macht klar, dass auch eine Zeit gab, in der man exotische Menschen in Zoos bestaunen konnte - was heute (zurecht!) als abgrundtief falsch verteufelt wird. Ambivalenzen und kognitive Dissonanzen spielen eine große Rolle in Balakas Werk - wie zum Beispiel der Umstand, dass fortschreitend Regenwälder abgeholzt werden, aber gleichzeitig der Tourismus in ebensolche boomt. Klar, es geht ums Geschäft, um Arbeitsplätze, Macht und letztlich den Kapitalismus - was aber alles keine Legitimierung für einen derartigen Umgang mit den Ressourcen der Natur darstellt. Und so zeichnet sie literarisch auch ihren Weg vom genießenden Fleischesser hin zum Vegetarismus nach. Besonders gut gefallen hat mir das Kapitel „In andere Häute schlüpfen: Empathie in der Literatur“, wo sie u.a. auf Thomas Manns autobiografischer Erzählung „Herr und Hund - Ein Idyll“ Bezug nimmt, in der ein Hund darauf trainiert werden soll über ein Stöckchen zu springen, was er aber nicht begreift und daraufhin hart bestraft wird. Empathie gegenüber dem Hund ist hier leider Fehlanzeige - doch woran liegts? Sicherlich gibt es eine Überschreitung der Grenze zwischen Mensch und Tier - der Mensch versucht sich erfolglos ins Tier zu versetzen, denn das ist schlichtweg der falsche Ansatz. Der Mensch versucht sich in den Hund als Mensch hineinzuversetzen, aber wäre es nicht hilfreicher und sinnvoller sich in den Hund als Hund hineinzuversetzen?! Anthropomorphismus at it’s best! „Vom Zähmen, Ausbeuten und Bestaunen“ war für mich ein Highlight auf so vielen Ebenen - ich habe viel Neues gelernt (selbst als Medizinerin wusste ich nicht, dass die Verabreichung von Psychopharmaka an Zootiere übliche Praxis ist), mir wurden die Augen geöffnet, ich war erschüttert, aber vor allem bin ich eins: Dankbar! Danke Bettina Balaka für solch erhellende Lesestunden, die mich sowohl inhaltlich, aber auch sprachlich absolut begeistern konnten. Ich hoffe, dass das Buch in ganz viele Hände wandern und Köpfe eindringen wird - absolute Leseempfehlung!

Extraorbitant! Unbedingte Leseempfehlung!

Literatursprechstunde aus Göttingen am 07.02.2025
Bewertungsnummer: 2406502
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Wow wow wow - was für eine extraorbitante, augenöffende und erschreckende Leseerfahrung! Bettina Balaka widmet sich mit ihrer Essaysammlung „Vom Zähmen, Ausbeuten und Bestaunen“ dem Leid der Tierwelt, oft hervorgerufen durch unsere Spezies: dem Menschen. Viele Tiere in Zoos bekommen Antidepressiva oder Beruhigungsmittel, es gibt Berichte über den Tiergarten Nürnberg, die offenlegen, dass die dortigen Delfine im Delfinarium Valium verabreicht bekommen - was ist das nur für eine Welt, in der wir leben?! Auf ebensolche Zustände ist die Schriftstellerin Bettina Balaka gestoßen, als sie sich mit dem Verhältnis zwischen Mensch und Tierwelt beschäftigte. Mit einem Verweis auf Rilkes „Der Panther“ beispielsweise möchte sie aufmerksam machen auf die Auswirkungen des Eingesperrtseins der Tiere, das nicht selten stereotypische Verhaltensweisen hervorruft - ein klarer Ausdruck von tierischer Depressivität, welcher mit Antidepressiva entgegengewirkt wird. Bevor Tiere also schwer depressiv in der Ecke sitzen und nichts mehr essen, gibt man ihnen Stimmungsaufheller, was natürlich mitunter auch deren Aktivität erhöht und genau das wollen doch die Zoobesucher auch sehen: Aktive Tiere! Und zur Vermeidung von tierischer Aggressivität und Angriffen gegeneinander - was kann man da bloß machen? Man gibt ihnen natürlich Beruhigungsmittel! In den Zoos ist die Gabe solcher Mittelchen übliche Praxis im Rahmen einer tierärztlichen Behandlung. Doch ist das wirklich legitim?! Viele Menschen sind auch auf Psychopharmaka angewiesen - aber kann man das wirklich vergleichen? Denn die tierischen Verhaltensweisen, die medikamentöser Behandlung bedürfen, sind ja erst durch die Haltung der Tiere zum Bestaunen durch den Menschen, nötig geworden. Tun wir denn den Tieren nicht eigentlich etwas Gutes, indem wir durch die Haltung in Zoos zur Arterhaltung und zum Artenschutz beitragen?! Dies bedarf einer starken Hinterfragung, denn gleichzeitig werden die natürlichen Lebensräume der Tiere ja zerstört. Balaka macht bewusst, dass es nicht nur darum geht genetisches Material zu erhalten, sondern dass die Tiere auch eine Kultur weitergeben von Generation zu Generation, die aber auf diese Weise verloren geht. Aber was kann denn nun am Bestaunen der Tiere so falsch sein?! Balaka macht klar, dass auch eine Zeit gab, in der man exotische Menschen in Zoos bestaunen konnte - was heute (zurecht!) als abgrundtief falsch verteufelt wird. Ambivalenzen und kognitive Dissonanzen spielen eine große Rolle in Balakas Werk - wie zum Beispiel der Umstand, dass fortschreitend Regenwälder abgeholzt werden, aber gleichzeitig der Tourismus in ebensolche boomt. Klar, es geht ums Geschäft, um Arbeitsplätze, Macht und letztlich den Kapitalismus - was aber alles keine Legitimierung für einen derartigen Umgang mit den Ressourcen der Natur darstellt. Und so zeichnet sie literarisch auch ihren Weg vom genießenden Fleischesser hin zum Vegetarismus nach. Besonders gut gefallen hat mir das Kapitel „In andere Häute schlüpfen: Empathie in der Literatur“, wo sie u.a. auf Thomas Manns autobiografischer Erzählung „Herr und Hund - Ein Idyll“ Bezug nimmt, in der ein Hund darauf trainiert werden soll über ein Stöckchen zu springen, was er aber nicht begreift und daraufhin hart bestraft wird. Empathie gegenüber dem Hund ist hier leider Fehlanzeige - doch woran liegts? Sicherlich gibt es eine Überschreitung der Grenze zwischen Mensch und Tier - der Mensch versucht sich erfolglos ins Tier zu versetzen, denn das ist schlichtweg der falsche Ansatz. Der Mensch versucht sich in den Hund als Mensch hineinzuversetzen, aber wäre es nicht hilfreicher und sinnvoller sich in den Hund als Hund hineinzuversetzen?! Anthropomorphismus at it’s best! „Vom Zähmen, Ausbeuten und Bestaunen“ war für mich ein Highlight auf so vielen Ebenen - ich habe viel Neues gelernt (selbst als Medizinerin wusste ich nicht, dass die Verabreichung von Psychopharmaka an Zootiere übliche Praxis ist), mir wurden die Augen geöffnet, ich war erschüttert, aber vor allem bin ich eins: Dankbar! Danke Bettina Balaka für solch erhellende Lesestunden, die mich sowohl inhaltlich, aber auch sprachlich absolut begeistern konnten. Ich hoffe, dass das Buch in ganz viele Hände wandern und Köpfe eindringen wird - absolute Leseempfehlung!

Spannende Essays zum Nachdenken und Diskutieren!

Lesebine15 aus Werther/Westf. am 25.09.2024

Bewertungsnummer: 2301405

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Diese Sammlung von Essays der Autorin Bettina Balàka zu Thema Mensch und Natur hält uns unverblümt einen Spiegel vor, wie zwiespältig unser Verhältnis zu Fauna und Flora unseres Planeten ist. „Vom Zähmen, Ausbeuten und Bestaunen“ spricht das eigentlich Offensichtliche an und aus, ohne dabei belehrend zu wirken. Wir verurteilen Tierquälerei, essen aber mit Appetit das Schnitzel. Laut Bundesumweltamt ist die Fläche für Siedlung und Verkehr die am dynamischsten wachsende Nutzungsart in Deutschland, gleichzeitig wollen wir uns aber im Urlaub in möglichst unberührte Natur begeben. Unsere Zierpflanzen haben in der Regel wenig mit Nachhaltigkeit zu tun und Ziervögel eine oft leidvolle Historie. Mehr als einmal habe ich mich ertappt gefühlt und sehe nun den eigenen Garten mit anderen Augen: „Es gibt Nützlinge, Schädlinge und Lästlinge. Die Grenzen zwischen diesen sind durchlässig. Der Schmetterling, der die Pflanzen bestäubt, hat Raupen, die den Salat anfressen. … Ideal wäre es, alle Tiere würden ihre Ernährungs-, Fortpflanzungs und generell Lebensgewohnheiten an den Menschen anpassen, dann wäre die Gartenarbeit nicht länger eine Sisyphusaufgabe.“ (S. 41) Achtung: Das Zitat kann Spuren von Ironie enthalten. Geht es um die Tierwelt, so beschönigt die Autorin nichts und führt uns eindrücklich vor, was es heutzutage heißt, ein Nutztier in Massentierhaltung zu sein. Ihre Verweise auf die Verhaltensbiologie, die „immer eindeutiger nachweist, wie sehr wir uns in unseren angenehm herablassenden Vorstellungen vom Tier als gefühllosem Automat geirrt haben“, sprechen mich persönlich sehr an, weil meine Tochter diese durch ihre Tätigkeit in der Verhaltensforschung an der Uni und ihr Biologie-Studium praxisnah untermauert. In den Essays finden sich Aussagen und Texte von Forschern, Autoren und anderen Persönlichkeiten, sowie Beschreibungen von Orten zumeist aus Österreich wieder, was mich daran erinnert hat, dass Verlag und Autorin in Innsbruck bzw. Wien ansässig sind. Nicht alle Kapitel haben mich gleich begeistert – die Ausführungen über Wissenschaft und Religion z. B. sprechen mich weniger an als die über Empathie in der Literatur –, aber alle haben ihre Berechtigung in diesem Werk. Der Schreibstil von Bettina Balàka hat mich hingegen durchweg abgeholt, mal sachlich, mal subjektiv, mal ironisch, mitunter sehr lebendig (in ‚Ausgebüxt: Tiere auf der Flucht‘). Doch kaum habe ich mich vom Text unterhalten gefühlt, kommt die Autorin auf Umstände zu sprechen, die mich meiner Komfortzone wieder entreißen (Stichwort Psychopharmaka in Zoos). Dieses Buch liefert definitiv Stoff zum Nachdenken und Diskutieren, daher empfehle ich es mit Nachdruck!

Spannende Essays zum Nachdenken und Diskutieren!

Lesebine15 aus Werther/Westf. am 25.09.2024
Bewertungsnummer: 2301405
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Diese Sammlung von Essays der Autorin Bettina Balàka zu Thema Mensch und Natur hält uns unverblümt einen Spiegel vor, wie zwiespältig unser Verhältnis zu Fauna und Flora unseres Planeten ist. „Vom Zähmen, Ausbeuten und Bestaunen“ spricht das eigentlich Offensichtliche an und aus, ohne dabei belehrend zu wirken. Wir verurteilen Tierquälerei, essen aber mit Appetit das Schnitzel. Laut Bundesumweltamt ist die Fläche für Siedlung und Verkehr die am dynamischsten wachsende Nutzungsart in Deutschland, gleichzeitig wollen wir uns aber im Urlaub in möglichst unberührte Natur begeben. Unsere Zierpflanzen haben in der Regel wenig mit Nachhaltigkeit zu tun und Ziervögel eine oft leidvolle Historie. Mehr als einmal habe ich mich ertappt gefühlt und sehe nun den eigenen Garten mit anderen Augen: „Es gibt Nützlinge, Schädlinge und Lästlinge. Die Grenzen zwischen diesen sind durchlässig. Der Schmetterling, der die Pflanzen bestäubt, hat Raupen, die den Salat anfressen. … Ideal wäre es, alle Tiere würden ihre Ernährungs-, Fortpflanzungs und generell Lebensgewohnheiten an den Menschen anpassen, dann wäre die Gartenarbeit nicht länger eine Sisyphusaufgabe.“ (S. 41) Achtung: Das Zitat kann Spuren von Ironie enthalten. Geht es um die Tierwelt, so beschönigt die Autorin nichts und führt uns eindrücklich vor, was es heutzutage heißt, ein Nutztier in Massentierhaltung zu sein. Ihre Verweise auf die Verhaltensbiologie, die „immer eindeutiger nachweist, wie sehr wir uns in unseren angenehm herablassenden Vorstellungen vom Tier als gefühllosem Automat geirrt haben“, sprechen mich persönlich sehr an, weil meine Tochter diese durch ihre Tätigkeit in der Verhaltensforschung an der Uni und ihr Biologie-Studium praxisnah untermauert. In den Essays finden sich Aussagen und Texte von Forschern, Autoren und anderen Persönlichkeiten, sowie Beschreibungen von Orten zumeist aus Österreich wieder, was mich daran erinnert hat, dass Verlag und Autorin in Innsbruck bzw. Wien ansässig sind. Nicht alle Kapitel haben mich gleich begeistert – die Ausführungen über Wissenschaft und Religion z. B. sprechen mich weniger an als die über Empathie in der Literatur –, aber alle haben ihre Berechtigung in diesem Werk. Der Schreibstil von Bettina Balàka hat mich hingegen durchweg abgeholt, mal sachlich, mal subjektiv, mal ironisch, mitunter sehr lebendig (in ‚Ausgebüxt: Tiere auf der Flucht‘). Doch kaum habe ich mich vom Text unterhalten gefühlt, kommt die Autorin auf Umstände zu sprechen, die mich meiner Komfortzone wieder entreißen (Stichwort Psychopharmaka in Zoos). Dieses Buch liefert definitiv Stoff zum Nachdenken und Diskutieren, daher empfehle ich es mit Nachdruck!

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Vom Zähmen, Ausbeuten und Bestaunen

von Bettina Balàka

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