Freiheit, Fortschritt, Marmeladebrot Geschichten aus dem Glasscherbenviertel
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Beschreibung
Produktdetails
Einband
Gebundene Ausgabe
Erscheinungsdatum
27.11.2019
Verlag
Bibliothek der ProvinzSeitenzahl
192
Maße (B/H)
12/19,5 cm
Gewicht
300 g
Auflage
2. Auflage
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-99028-409-4
Wohngegenden, die sich außerhalb eines Stadtrandes befinden, werden im Allgemeinen gerne als „Glasscherbenviertel“ bezeichnet. Meist sind dies Standorte sozialer Wohnbauten, umgeben von Fabriken, Industriestandplätzen, Schutthalden und anderem Müll. Auch das Gebiet rund um das alte Bahnhofsgebäude in Grieskirchen, einer 5000-Einwohnerstadt ländlicher Prägung im Herzen Oberösterreichs, kam in den sechziger Jahren zu dieser abschätzigen Bezeichnung. Das Bahnhofsviertel wurde in ein „Glasscherbenviertel“ umgetauft. Nicht offiziell, versteht sich.
Die Geschichten aus dieser Gegend sind wahre Begebenheiten, jedoch mit zum Teil geänderten Namen von Personen. Es sind Anekdoten und banale Alltagsgeschichten aus längst vergangener Zeit, Ereignisse, die mit großer Wahrscheinlichkeit niemals in die Geschichte der Menschheit eingehen werden. Viel zu gewöhnlich, viel zu unbedeutend würden Historiker sie beurteilen, um sie auch nur in einer kleinen Aufzeichnung der Nachwelt zu erhalten. Für den Autor hingegen waren sie allesamt einzigartig und gut genug, um sie niederzuschreiben, auf Papier zu bringen und das Geschehene doch nicht in Vergessenheit geraten zu lassen. Vielmehr noch sollte in diesem Zusammenhang das trügerische Bild ehrbarer Menschen ins rechte Licht gerückt werden. Von sogenannten Autoritätspersonen, die sich in Ausübung ihrer Pflicht an minderjährigen, wehrlosen Schülern gewaltsam vergriffen hatten und sich körperliche Züchtigungen selbst legitimierten. Durch das Einbinden der Comic-Sprache in die Erzählungen soll das Geschehene, um es mit einem möglichen Schundheftel-Titel zu formulieren, als eine „Späte Rache“ an den brutalen Übeltätern wahrgenommen werden.
(Ernst Lugmayr, „Das Wort zum Buch“)
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