Sagt uns die Wahrheit!
Band 1467

Sagt uns die Wahrheit!

Was die Politiker verschweigen und warum

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Beschreibung

Details

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

10.09.2015

Verlag

Kiepenheuer & Witsch

Seitenzahl

96

Maße (L/B/H)

19,1/12,7/1,1 cm

Beschreibung

Details

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

10.09.2015

Verlag

Kiepenheuer & Witsch

Seitenzahl

96

Maße (L/B/H)

19,1/12,7/1,1 cm

Gewicht

126 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-462-04857-5

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Was hält denn die Presse ab, die Wahrheit zu sagen?

Dr. M. am 16.01.2021

Bewertungsnummer: 1365480

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Früher habe ich bei langen Zugfahrten gelegentlich auch mal die ZEIT gelesen, es aber dann bald gelassen. Langatmige Artikel voller intellektueller Wichtigtuerei und wenig Substanz halten nicht wach. Nun hat mir die künstliche Intelligenz eines Buchvertriebes empfohlen, dieses Buch zu lesen. Weil der Titel interessant klingt, habe ich mich verleiten lassen. Der Text stammt aus dem Jahr 2015 und bestätigt meine Erfahrungen mit dieser Zeitschrift. Es hat sich nichts geändert. Wenigstens habe ich ein neues Wort gelernt: Überlastungsdepression. Die hätten so manche Politiker. "Was die Politiker verschweigen und warum" heißt der Untertitel dieser "Streitschrift". Irgendwie habe ich etwas verpasst, denn mir ist auch nach dem Lesen das Was und das Warum nicht wirklich klar geworden. Stattdessen erwartet den Leser ein langatmiges Pamphlet mit vorgestanzten Meinungen, die man aus der Presse dieses Landes kennt, soweit man sie noch liest. Beispiel: Das "aggressive Russland" und sein Präsident. Da wird nichts hinterfragt. Das ist intellektuell einfach nur dünn. Wenn man Politik verstehen will, muss man die Fähigkeit besitzen, sich in die Lage der jeweiligen Spieler zu versetzen. Das geht Bernd Ulrich völlig ab. Er begreift nicht, dass der Westen absehbar mit seinem Handeln in der Ukraine die letzte rote Linie bei Putin überschritten hatte. Der konnte gar nicht anders. Oder ist es vielleicht vorstellbar, dass die russische Schwarzmeerflotte einen Stützpunkt in einem potentiellen NATO-Land betreibt? Die ganze Geschichte beginnt mit den 2+4-Verhandlungen und nicht erst viel später. Es ist übrigens natürlich nicht aggressiv, wenn der Westen Libyen destabilisiert oder irgendeinen Diktator wegbombt. Das Völkerrecht liefert dafür jedenfalls keine Grundlage. Und ohne das Vakuum, dass die verblichene Sowjetunion hinterlassen hat, hätten sich das auch keiner getraut. Mir ist völlig unerklärlich, was Ulrich eigentlich davon abhält, die Wahrheit zu schreiben. Irgendwie ist auch ihm schon bis 2015 aufgefallen, dass die Auflagen der früheren "Leitmedien" dramatisch sinken. Woran das wohl liegt? Hätte er nicht erst einmal allen Grund gehabt, über die eigene Wahrheitsliebe nachzudenken? Das aber kommt ihm nicht in den Sinn. Sehr schwach in jeder Beziehung.
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Was hält denn die Presse ab, die Wahrheit zu sagen?

Dr. M. am 16.01.2021
Bewertungsnummer: 1365480
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Früher habe ich bei langen Zugfahrten gelegentlich auch mal die ZEIT gelesen, es aber dann bald gelassen. Langatmige Artikel voller intellektueller Wichtigtuerei und wenig Substanz halten nicht wach. Nun hat mir die künstliche Intelligenz eines Buchvertriebes empfohlen, dieses Buch zu lesen. Weil der Titel interessant klingt, habe ich mich verleiten lassen. Der Text stammt aus dem Jahr 2015 und bestätigt meine Erfahrungen mit dieser Zeitschrift. Es hat sich nichts geändert. Wenigstens habe ich ein neues Wort gelernt: Überlastungsdepression. Die hätten so manche Politiker. "Was die Politiker verschweigen und warum" heißt der Untertitel dieser "Streitschrift". Irgendwie habe ich etwas verpasst, denn mir ist auch nach dem Lesen das Was und das Warum nicht wirklich klar geworden. Stattdessen erwartet den Leser ein langatmiges Pamphlet mit vorgestanzten Meinungen, die man aus der Presse dieses Landes kennt, soweit man sie noch liest. Beispiel: Das "aggressive Russland" und sein Präsident. Da wird nichts hinterfragt. Das ist intellektuell einfach nur dünn. Wenn man Politik verstehen will, muss man die Fähigkeit besitzen, sich in die Lage der jeweiligen Spieler zu versetzen. Das geht Bernd Ulrich völlig ab. Er begreift nicht, dass der Westen absehbar mit seinem Handeln in der Ukraine die letzte rote Linie bei Putin überschritten hatte. Der konnte gar nicht anders. Oder ist es vielleicht vorstellbar, dass die russische Schwarzmeerflotte einen Stützpunkt in einem potentiellen NATO-Land betreibt? Die ganze Geschichte beginnt mit den 2+4-Verhandlungen und nicht erst viel später. Es ist übrigens natürlich nicht aggressiv, wenn der Westen Libyen destabilisiert oder irgendeinen Diktator wegbombt. Das Völkerrecht liefert dafür jedenfalls keine Grundlage. Und ohne das Vakuum, dass die verblichene Sowjetunion hinterlassen hat, hätten sich das auch keiner getraut. Mir ist völlig unerklärlich, was Ulrich eigentlich davon abhält, die Wahrheit zu schreiben. Irgendwie ist auch ihm schon bis 2015 aufgefallen, dass die Auflagen der früheren "Leitmedien" dramatisch sinken. Woran das wohl liegt? Hätte er nicht erst einmal allen Grund gehabt, über die eigene Wahrheitsliebe nachzudenken? Das aber kommt ihm nicht in den Sinn. Sehr schwach in jeder Beziehung.

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