Produktbild: Das hier ist kein Tagebuch

Das hier ist kein Tagebuch Nominiert für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2016, Kategorie Jugendbuch und Kategorie Preis der Jugendlichen

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Paperback

Altersempfehlung

ab 14 Jahr(e)

Erscheinungsdatum

06.05.2017

Verlag

Freies Geistesleben

Seitenzahl

183

Maße (L/B/H)

22,4/14,1/1,9 cm

Gewicht

380 g

Farbe

Schwarz

Auflage

2

Originaltitel

Dit is geen dagboek

Übersetzt von

Rolf Erdorf

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7725-2861-3

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Paperback

Altersempfehlung

ab 14 Jahr(e)

Erscheinungsdatum

06.05.2017

Verlag

Freies Geistesleben

Seitenzahl

183

Maße (L/B/H)

22,4/14,1/1,9 cm

Gewicht

380 g

Farbe

Schwarz

Auflage

2

Originaltitel

Dit is geen dagboek

Übersetzt von

Rolf Erdorf

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7725-2861-3

Herstelleradresse

Freies Geistesleben GmbH
Landhausstr. 82
70190 Stuttgart
DE

Email: info@geistesleben.com

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Eindrückliches Buch

Bewertung aus Dresden am 06.06.2018

Bewertungsnummer: 1108956

Bewertet: Buch (Paperback)

Ein Buch, welches mich durch seinen provokanten Titel und die Gestaltung selbst ansprechen konnte. Schlicht, traurig, schwarz, voller Trübsinn und Schmerz. Genau das begegnet dem Leser auch auf den ersten Seiten dieses Tageskalenders, der kein Tagebuch ist. Die Worte, die Bou auf die Vorsatzseiten seines Tagebuch schreibt, findet man auch auf den Klappenseiten dieses Romans: FÜR UNBEFUGTE VERBOTEN. Der Hauptprotagonist Boudewijn, der von allen nur Bou genannt wird, hat es nicht leicht. Im Zuge einer Behandlung soll er sich ein Tagebuch zulegen und in dieses seine Empfindungen eintragen. Natürlich findet er das alles ziemlich blöd, doch schon bald wird dieses „Nicht-Tagebuch“ für ihn lebensnotwendig. In ihm verarbeitet er den Tod seiner Mutter und dies auf wirklich eindrucksvolle und emotionale Art und Weise. Die Texte die Bou schreibt, haben mich zutiefst berührt und lange nachdenklich zurück gelassen. Dieses Buch geht unter die Haut und das noch lange nach der Lektüre. Es ist ein Buch um einen Jungen, der zu zerbrechen scheint, was seine Texte auch deutlich zeigen, er ist verzweifelt und am Boden. Doch das Tagebuch hilft ihm, seinen Schmerz zu verarbeiten. Gerade weil er mit seiner unbändigen Wut nicht umgehen kann, ist dieses Tagebuch das richtige Mittel. Zwei Menschen geben Bou im Leben Halt und das ist zum einen seine Tante, die er häufig verantwortlich für den Tod seiner Mutter macht und seine siebenjährige Schwester Fussel, die noch zu klein war, um den Tod seiner Mutter zu verstehen. Eine weitere Protagonistin, die im Laufe des Buches ans Tageslicht tritt, ist Bous Schulkameradin Pauline, die in ihm den kleinen Keim einer Freundschaft sät. Allerdings bleibt diese Leider nicht lang bestehen. Von einem Schreib- und Erzählstil kann man im Buch kaum sprechen, da es sich häufig um aneinandergereihte Songtexte etc. handelt. Allerdings finde ich, dass gerade die zusammengewürfelten Sätze zeigen, wie verwirrt Bou gerade zu Beginn ist. Durch seine unregelmäßige Form in Inhalt und Form, ist das Buch etwas besonderes, was auch eine besondere Tiefe transportiert. Zurecht 2016 für den deutschen Jugendliteraturpreis nominiert.

Eindrückliches Buch

Bewertung aus Dresden am 06.06.2018
Bewertungsnummer: 1108956
Bewertet: Buch (Paperback)

Ein Buch, welches mich durch seinen provokanten Titel und die Gestaltung selbst ansprechen konnte. Schlicht, traurig, schwarz, voller Trübsinn und Schmerz. Genau das begegnet dem Leser auch auf den ersten Seiten dieses Tageskalenders, der kein Tagebuch ist. Die Worte, die Bou auf die Vorsatzseiten seines Tagebuch schreibt, findet man auch auf den Klappenseiten dieses Romans: FÜR UNBEFUGTE VERBOTEN. Der Hauptprotagonist Boudewijn, der von allen nur Bou genannt wird, hat es nicht leicht. Im Zuge einer Behandlung soll er sich ein Tagebuch zulegen und in dieses seine Empfindungen eintragen. Natürlich findet er das alles ziemlich blöd, doch schon bald wird dieses „Nicht-Tagebuch“ für ihn lebensnotwendig. In ihm verarbeitet er den Tod seiner Mutter und dies auf wirklich eindrucksvolle und emotionale Art und Weise. Die Texte die Bou schreibt, haben mich zutiefst berührt und lange nachdenklich zurück gelassen. Dieses Buch geht unter die Haut und das noch lange nach der Lektüre. Es ist ein Buch um einen Jungen, der zu zerbrechen scheint, was seine Texte auch deutlich zeigen, er ist verzweifelt und am Boden. Doch das Tagebuch hilft ihm, seinen Schmerz zu verarbeiten. Gerade weil er mit seiner unbändigen Wut nicht umgehen kann, ist dieses Tagebuch das richtige Mittel. Zwei Menschen geben Bou im Leben Halt und das ist zum einen seine Tante, die er häufig verantwortlich für den Tod seiner Mutter macht und seine siebenjährige Schwester Fussel, die noch zu klein war, um den Tod seiner Mutter zu verstehen. Eine weitere Protagonistin, die im Laufe des Buches ans Tageslicht tritt, ist Bous Schulkameradin Pauline, die in ihm den kleinen Keim einer Freundschaft sät. Allerdings bleibt diese Leider nicht lang bestehen. Von einem Schreib- und Erzählstil kann man im Buch kaum sprechen, da es sich häufig um aneinandergereihte Songtexte etc. handelt. Allerdings finde ich, dass gerade die zusammengewürfelten Sätze zeigen, wie verwirrt Bou gerade zu Beginn ist. Durch seine unregelmäßige Form in Inhalt und Form, ist das Buch etwas besonderes, was auch eine besondere Tiefe transportiert. Zurecht 2016 für den deutschen Jugendliteraturpreis nominiert.

"Das hier ist kein Tagebuch"…

anette1809 - katzemitbuch.de aus Sulzheim am 23.08.2016

Bewertungsnummer: 2706398

Bewertet: Buch (Paperback)

"Das hier ist kein Tagebuch" ist von der Aufmachung aber eben wie eines aufgemacht: das Cover fühlt sich an wie ein fester Tageskalender und die ebenen Kanten des Buchblocks zum Einband vermitteln ebenfalls diesen Eindruck. Der Inhalt besteht aus den Gedanken Boudewijns genannt Bou, der einige Zeit nach dem Freitod seiner Mutter jeglichen Lebenswillen aus den Augen verliert. Da sein Vater lange genug mit der depressiven Mutter sein Leben geteilt hat, erkennt er die Anzeichen zum Glück frühzeitig und zwingt Bou seine Zeit wenigstens stundenweise täglich mit Inhalt zu füllen: Musik hören und Tagebuch schreiben. Die Worte, die Bou auf die Vorsatzseiten seines Tagebuch schreibt, findet man auch auf den Vorsatzseiten dieses Romans: FÜR UNBEFUGTE VERBOTEN. Bous Gedanken sind von Hass erfüllt. Für Leser, die noch nie mit Depressionen konfrontiert waren, mag dies unglaublich klingen, aber genau dies sind die bestimmenden Gedanken, die man monate- oder jahrelang mit sich herumträgt. Keine Trauer über den Verlust, sondern grenzenloser Hass auf die Person, die den vermeintlich einfacheren Weg gewählt hat. (Manche Menschen tragen diesen Hass sogar für den Rest ihres Lebens im Herzen, meine Schwester ist dafür ein Paradebeispiel, die alle Menschen mit Depressionserkrankungen als Geisteskranke abstempelt und laut eigener Aussage froh über den Selbstmord unserer Mutter ist.) Zum Glück besitzt Bou einen Vater, der nicht die Augen vor seinem Schicksal und dem seiner Kinder verschließt, so dass Bou irgendwann vielleicht wieder ein glücklicher Mensch wird. In der schweren Zeit gibt es zwei Anker, die Bou in einem einigermaßen ruhigen Gewässer halten: seine Tante, die trotz oder vielleicht auch wegen des eigenen Verlusts Verständnis für Bous Hass auf die verstorbene Mutter zeigt, und seine siebenjährige Schwester Fussel, die zu klein war, um den Verlust der Mutter wirklich zu betrauern und vor allen Dingen zu klein war, um ihre depressive Erkrankung bewusst zu erleben. Die Schwierigkeiten sich sozial zu binden für einen Menschen, der depressive Züge in sich trägt wie Bou, erkennt der Leser an der aufkeimenden Freundschaft zu seiner Schulkameradin Pauline, die beinahe schneller endet als sie beginnt. Auf Grund des Tagebuchstils und Bous Widerwillen ist das Buch teilweise sehr sperrig zu lesen. Zudem hätte ich mir am Ende zu manchen Dingen mehr Details gewünscht beziehungsweise noch eine gewisse Weiterentwicklung der Personen, um zu ahnen, wie es mit Bou, seiner Familie und mit Pauline weitergeht, der Schluss ist doch recht offen. Gerade in die Gefühlswelt seines Vaters hätte ich sehr gerne einige Einblicke mehr gehabt. Wie hat er den Tod seiner Frau bislang verarbeitet, so dass er nun die Kraft hat seinen Sohn vor einem ähnlichen Schicksal zu bewahren? Trotzdem bin ich mehr als froh, dass es Bücher wie "Dies hier ist kein Tagebuch" gibt, um unsere Gesellschaft für das Thema Depressionserkrankungen zu sensibilisieren, dass leider noch viel zu häufig - ein makaberes Wortspiel - totgeschwiegen wird.

"Das hier ist kein Tagebuch"…

anette1809 - katzemitbuch.de aus Sulzheim am 23.08.2016
Bewertungsnummer: 2706398
Bewertet: Buch (Paperback)

"Das hier ist kein Tagebuch" ist von der Aufmachung aber eben wie eines aufgemacht: das Cover fühlt sich an wie ein fester Tageskalender und die ebenen Kanten des Buchblocks zum Einband vermitteln ebenfalls diesen Eindruck. Der Inhalt besteht aus den Gedanken Boudewijns genannt Bou, der einige Zeit nach dem Freitod seiner Mutter jeglichen Lebenswillen aus den Augen verliert. Da sein Vater lange genug mit der depressiven Mutter sein Leben geteilt hat, erkennt er die Anzeichen zum Glück frühzeitig und zwingt Bou seine Zeit wenigstens stundenweise täglich mit Inhalt zu füllen: Musik hören und Tagebuch schreiben. Die Worte, die Bou auf die Vorsatzseiten seines Tagebuch schreibt, findet man auch auf den Vorsatzseiten dieses Romans: FÜR UNBEFUGTE VERBOTEN. Bous Gedanken sind von Hass erfüllt. Für Leser, die noch nie mit Depressionen konfrontiert waren, mag dies unglaublich klingen, aber genau dies sind die bestimmenden Gedanken, die man monate- oder jahrelang mit sich herumträgt. Keine Trauer über den Verlust, sondern grenzenloser Hass auf die Person, die den vermeintlich einfacheren Weg gewählt hat. (Manche Menschen tragen diesen Hass sogar für den Rest ihres Lebens im Herzen, meine Schwester ist dafür ein Paradebeispiel, die alle Menschen mit Depressionserkrankungen als Geisteskranke abstempelt und laut eigener Aussage froh über den Selbstmord unserer Mutter ist.) Zum Glück besitzt Bou einen Vater, der nicht die Augen vor seinem Schicksal und dem seiner Kinder verschließt, so dass Bou irgendwann vielleicht wieder ein glücklicher Mensch wird. In der schweren Zeit gibt es zwei Anker, die Bou in einem einigermaßen ruhigen Gewässer halten: seine Tante, die trotz oder vielleicht auch wegen des eigenen Verlusts Verständnis für Bous Hass auf die verstorbene Mutter zeigt, und seine siebenjährige Schwester Fussel, die zu klein war, um den Verlust der Mutter wirklich zu betrauern und vor allen Dingen zu klein war, um ihre depressive Erkrankung bewusst zu erleben. Die Schwierigkeiten sich sozial zu binden für einen Menschen, der depressive Züge in sich trägt wie Bou, erkennt der Leser an der aufkeimenden Freundschaft zu seiner Schulkameradin Pauline, die beinahe schneller endet als sie beginnt. Auf Grund des Tagebuchstils und Bous Widerwillen ist das Buch teilweise sehr sperrig zu lesen. Zudem hätte ich mir am Ende zu manchen Dingen mehr Details gewünscht beziehungsweise noch eine gewisse Weiterentwicklung der Personen, um zu ahnen, wie es mit Bou, seiner Familie und mit Pauline weitergeht, der Schluss ist doch recht offen. Gerade in die Gefühlswelt seines Vaters hätte ich sehr gerne einige Einblicke mehr gehabt. Wie hat er den Tod seiner Frau bislang verarbeitet, so dass er nun die Kraft hat seinen Sohn vor einem ähnlichen Schicksal zu bewahren? Trotzdem bin ich mehr als froh, dass es Bücher wie "Dies hier ist kein Tagebuch" gibt, um unsere Gesellschaft für das Thema Depressionserkrankungen zu sensibilisieren, dass leider noch viel zu häufig - ein makaberes Wortspiel - totgeschwiegen wird.

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Das hier ist kein Tagebuch

von Erna Sassen

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