Sie fliehen vor Krieg und Terror aus Syrien und dem Irak und vor der Armut in Afrika. Viele Millionen sind es. Allein in der libanesischen Beka-ebene leben über 200.000 Menschen in notdürftig mit Planen abgedeckten Verschlägen. „Ich habe mein Baby bei Schnee und Eis zur Welt gebracht und in der Kälte ist es dann gestorben“, erzählt etwa Fatma.Manche wagen den lebensgefährlichen Weg durch die Wüste und über das Meer. „Das schlimmste“, sagt Dembo aus Gambia, „war die Fahrt durch die Sahara.“ Eine Flasche Wasser musste für eine Woche reichen. Hinzu kam die peinigende Angst, auf dem vollgepferchten Pick-up zu sterben. Für Schlepper sind Flüchtlinge ein gutes Geschäft. Sie bringen „mehr Geld als Drogen“, brüstet sich ein Drahtzieher der römischen „Maia-Capitale“. Nur wenige schaffen es in sichere Staaten – wie die menschenwürdige Aufnahme von Flüchtlingen gelingen kann, zeigt das letzte Kapitel des Buches.
Kundinnen und Kunden meinen
4.8/5.0
Ulrike Sora
aus Linz
5/5
12.02.2016
Buch (Gebundene Ausgabe)
Auf der Flucht
Dies ist das beste Buch seit langer Zeit!!!
Es gibt Einblick in die vielen Schicksale dieser verzweifelten Menschen, lädt einem zum "Zuhören" ein. Es ist ein Buch zum Innehalten,
anushka
aus Berlin
5/5
27.10.2015
Buch (Gebundene Ausgabe)
Ein wichtiges Buch, das das menschliche Leid verdeutlicht
Zwei Journalisten schildern in mehreren Reportagen verschiedene Aspekte der aktuellen Flüchtlingssituation. In den Kapiteln "Auf der Flucht aus Syrien" und "Auf der Flucht im Irak" werden zahlreiche Schicksale geschildert, die Umstände, unter denen die Menschen derzeit leben und die Gründe für ihre Flucht. Die Aufteilung in diese beiden Kapitel macht deutlich, dass in den beiden Ländern die Situation eine komplett unterschiedliche ist. Gefolgt werden diese beiden Kapitel von Abschnitten über die Überfahrt über das Mittelmeer, Schlepperbanden und die ehrenamtlichen und zufälligen Helfer vor der italienischen Küste. Abgerundet wird das Buch durch das Fallbeispiel eines kleinen österreichischen Ortes, der plötzlich Flüchtlinge aufnehmen muss und in dem die Bewohner zunächst nicht begeistert davon waren, sich dann jedoch der Situation stellen und Hilfe für die Flüchtlinge auf die Beine stellen. Zum Abschluss gibt es ein kurzes Nachwort, um den Leser mit dem Gelesenen nicht allein zu lassen.
Das vorliegende Buch greift eine hochaktuelle Thematik auf und kann gut dazu dienen, sich einen Eindruck davon zu machen, warum derzeit so große Flüchtlingsströme nach Europa drängen. Die beiden Autoren legen dabei einen ganz klaren Fokus auf die emotionale Komponente und das Leid der Menschen und können dadurch eine große Betroffenheit erzeugen und Mitgefühl wecken. Viele einzelne Personen kommen zu Wort (und werden auch auf Farbfotos dargestellt). Die Autoren stellen diese Schicksale schonungslos dar und haben nicht nur tragische, aber auch nicht nur glimpfliche Schicksale ausgewählt. Immer wieder muss man schwer schlucken. Beim Lesen kommt oft Dankbarkeit dafür auf, dass man als Lesender durch eine Laune der Natur in einem derzeit sicheren und wohlhabenden Land geboren wurde. Die Autoren klagen vor allem die mangelnde transnationale Unterstützung und zahllose Budgetkürzungen an, die die Situation für Leidende und Helfende immer weiter verschlechtern.
Mir persönlich haben die Reportagen von Mathilde Schwabeneder besser gefallen, da sie in den Kapiteln zur Flucht über das Mittelmeer, die Schlepperbanden und die ehrenamtlichen Helfer an Italiens Küste sehr strukturiert vorgeht und sehr viel Hintergrundinformationen liefert, die ich für ein umfassendes Verständnis genauso wichtig finde wie betroffen machende Einzelschicksale. Karim El-Gawhary dagegen gelingt es, die Distanz des Lesers durch direkte Fragen (bspw. "Was würden Sie in einen einzigen Fluchtkoffer packen?") zu verkürzen. Gerade im Abschluss fehlen mir ein paar weiterführende Sachinformationen wie Prognosen und weiterführende und konkretere Hilfeleistung für Personen, deren Hilfsbereitschaft durch dieses Buch möglicherweise geweckt wurde.
Insgesamt emfpand ich dieses Buch aber auch in seiner vorliegenden Form als wichtige Bereicherung für Laien in der aktuellen Debatte. Immer wieder habe ich daraus Punkte aufgegriffen und mit Familie und Bekannten diskutiert. Wer sich schwer vorstellen kann, warum die Menschen derzeit flüchten und eine riskante Fahrt über das Mittelmeer ihrem Herkunftsland vorziehen, sollte unbedingt dieses Buch lesen. Mich persönlich wird es noch lange beschäftigen und begleiten.
anushka
aus Berlin
5/5
26.10.2015
Buch (Gebundene Ausgabe)
Zwei Journalisten schildern…
Zwei Journalisten schildern in mehreren Reportagen verschiedene Aspekte der aktuellen Flüchtlingssituation. In den Kapiteln "Auf der Flucht aus Syrien" und "Auf der Flucht im Irak" werden zahlreiche Schicksale geschildert, die Umstände, unter denen die Menschen derzeit leben und die Gründe für ihre Flucht. Die Aufteilung in diese beiden Kapitel macht deutlich, dass in den beiden Ländern die Situation eine komplett unterschiedliche ist. Gefolgt werden diese beiden Kapitel von Abschnitten über die Überfahrt über das Mittelmeer, Schlepperbanden und die ehrenamtlichen und zufälligen Helfer vor der italienischen Küste. Abgerundet wird das Buch durch das Fallbeispiel eines kleinen österreichischen Ortes, der plötzlich Flüchtlinge aufnehmen muss und in dem die Bewohner zunächst nicht begeistert davon waren, sich dann jedoch der Situation stellen und Hilfe für die Flüchtlinge auf die Beine stellen. Zum Abschluss gibt es ein kurzes Nachwort, um den Leser mit dem Gelesenen nicht allein zu lassen. Das vorliegende Buch greift eine hochaktuelle Thematik auf und kann gut dazu dienen, sich einen Eindruck davon zu machen, warum derzeit so große Flüchtlingsströme nach Europa drängen. Die beiden Autoren legen dabei einen ganz klaren Fokus auf die emotionale Komponente und das Leid der Menschen und können dadurch eine große Betroffenheit erzeugen und Mitgefühl wecken. Viele einzelne Personen kommen zu Wort (und werden auch auf Farbfotos dargestellt). Die Autoren stellen diese Schicksale schonungslos dar und haben nicht nur tragische, aber auch nicht nur glimpfliche Schicksale ausgewählt. Immer wieder muss man schwer schlucken. Beim Lesen kommt oft Dankbarkeit dafür auf, dass man als Lesender durch eine Laune der Natur in einem derzeit sicheren und wohlhabenden Land geboren wurde. Die Autoren klagen vor allem die mangelnde transnationale Unterstützung und zahllose Budgetkürzungen an, die die Situation für Leidende und Helfende immer weiter verschlechtern. Mir persönlich haben die Reportagen von Mathilde Schwabeneder besser gefallen, da sie in den Kapiteln zur Flucht über das Mittelmeer, die Schlepperbanden und die ehrenamtlichen Helfer an Italiens Küste sehr strukturiert vorgeht und sehr viel Hintergrundinformationen liefert, die ich für ein umfassendes Verständnis genauso wichtig finde wie betroffen machende Einzelschicksale. Karim El-Gawhary dagegen gelingt es, die Distanz des Lesers durch direkte Fragen (bspw. "Was würden Sie in einen einzigen Fluchtkoffer packen?") zu verkürzen. Gerade im Abschluss fehlen mir ein paar weiterführende Sachinformationen wie Prognosen und weiterführende und konkretere Hilfeleistung für Personen, deren Hilfsbereitschaft durch dieses Buch möglicherweise geweckt wurde. Insgesamt emfpand ich dieses Buch aber auch in seiner vorliegenden Form als wichtige Bereicherung für Laien in der aktuellen Debatte. Immer wieder habe ich daraus Punkte aufgegriffen und mit Familie und Bekannten diskutiert. Wer sich schwer vorstellen kann, warum die Menschen derzeit flüchten und eine riskante Fahrt über das Mittelmeer ihrem Herkunftsland vorziehen, sollte unbedingt dieses Buch lesen. Mich persönlich wird es noch lange beschäftigen und begleiten.
Bewertung
aus Emden
4/5
06.10.2015
Buch (Gebundene Ausgabe)
Auf der Flucht
Was Menschen wie Sabah auf der anderen Seite des Mittelmeeres erlebt haben, welche Odyssee hinter ihnen liegt und was sie noch erwartet: Davon handelt dieses Buch. Damaskus, Beirut, Erbil, die libanesische Bekaa-Ebene, Lampedusa, Palermo, der kleine österreichische Ort Großraming: An all diesen Orten haben Flüchtlinge den beiden Autoren ihre Geschichten erzählt. Es sind Geschichten voller Tragik und auch voller Hoffnung, Geschichten von Träumen, die zerstört wurden, im Meer versunken sind oder am Ende doch noch erfüllt werden.
Ich war wirklich gespannt auf dieses Buch, weil das ein interessantes Thema ist, welches uns alle betrifft. Jedoch ist es keine leichte Kost. Ab und zu musste ich das Buch aus der Hand legen, tief durchatmen und konnte dann erst weiterlesen. Die Bilder, die im Buch abgedruckt sind, sind Bilder von den Flüchtlingen, die im Buch ihre Geschichten erzählen. Das macht das Ganze für den Leser noch um einiges realer, weil man direkt das Gesicht zur Geschichte kennt.
Man wird mit Gewalt und Tod konfrontiert und besonders grausam sind die Stellen, an denen das Schicksal von Kindern beschrieben wird. Unschuldige Kinder, die überhaupt keine Schuld an der ganzen Situation haben und trotzdem am meisten darunter leiden müssen.
Es werden viele Zahlen und Fakten aufgelistet, die mich persönlich sehr erschrocken haben.
Ab und zu wird viel Hintergrundwissen gefordert, um verstehen zu können, was da gerade passiert, was das Lesen ein wenig stockt, aber sich auch ziemlich schnell wieder legt, sodass man wieder gut in das Buch zurückfinden kann.
Toll finde ich, dass die Autoren des Buches nicht nur ihr Buch schreiben wollen, damit sie Geld verdienen, sondern wirklich helfen wollen. Sie lassen Kontakte spielen, um einigen Menschen, die sie kennengelernt haben, zu helfen, aber sie können nun mal nicht allen Flüchtlingen helfen.
Durch dieses Buch können aber eine Menge Leute wachgerüttelt werden, damit wirklich jeder hilft.
Mein Fazit: Sehr erschreckend und nichts für nahe am Wasser gebaute Menschen, aber es ist aufklärend und kann eine Menge bewirken.
Bewertung
aus Hürm
5/5
23.10.2015
eBook (ePUB)
Auf der Flucht
Ein hervorragendes Buch, allen, die Angst um ihr mikriges Leben und bisschen Hab und Gut haben. Ein bekannter Politiker sagte einmal: "Lernen sie Geschichte". Völkerwanderung in Europa ist mindestens 5.000 Jahre alt, also was soll das Gefasel von Überfremdung!
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5/5
19.10.2015
Buch (Gebundene Ausgabe)
Ein Buch über Menschen, es sind und bleiben Menschen, Menschen in grösster Not!
Was würden Sie tun, wenn Sie in einem anderen Land geboren wären, es herrscht Krieg und Sie müssten um Ihr Leben fürchten? Sie würden fliehen und versuchen Ihr Leben und das Ihrer Familie zu retten!
Genau diese Frage stellt ihnen Karim El-Gawahary in diesem Buch!
Dieses Buch wird Sie bis in ihr Mark treffen, Sie aufrütteln und nachdenklich stimmen.
Sie werden das Leben mit ganz anderen Augen sehen und viel Verständnis für die Menschen zeigen.
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