Errol Ramsbottom ist wissbegierig, magisch begabt und wünscht sich nichts sehnlicher, als in die Elitetruppe von Gwlad aufgenommen zu werden. Als Inquisitor Melyn ihn tatsächlich auserwählt, geht ein Traum für ihn in Erfüllung – der sich jedoch bald als Albtraum entpuppt … Währenddessen wird der Drache Benfro von seiner Mutter in die Kunst der Magie eingeweiht, nicht ahnend, dass er eine ganz besondere Gabe besitzt – und schon bald die Verantwortung für seine gesamte Spezies tragen wird … Zwei ungleiche Helden, deren Schicksal sich untrennbar miteinander verknüpft, als Melyn zur grauenvollen Jagd auf die Drachen ansetzt!
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Dreamwalker 1
Drachenfeuer am 30.03.2016
Bewertungsnummer: 946909
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Drachen sind grausame Monstrositäten, die ohne Rücksicht auf ihre Umwelt alles niederbrennen und Tod und Verderben sähen. Sie sind gefürchtet und gehasst, einen Ritter gebührt große Ehre, wenn er einen von ihnen erschlägt. Oder? Aber was wäre, wenn sie doch vernunftbegabte und rücksichtsvolle Wesen sind? Wären sie dann immer noch gehasst und verfolgt?
Die letzten Drachen der Welt leben zurückgezogen in einem Wald. Ein Zauber schützt ihre Siedlung, doch als eine junge und ehrgeizige Drachendame ein mächtiges Zauberbuch findet, bringt sie sie alle in Gefahr. Gleichzeitig wird der Junge Errol wider seinen Willen, zu einem Kriegerpriester ausgebildet, dessen Bestimmung es sein wird, Drachen zu töten. Dabei ist es doch sein Wunsch, so viel wie möglich über Drachen zu lernen, statt sie umzubringen. Zu allen Ungunsten stirbt auch noch der alte König, welcher bis jetzt eine schützende Hand über die Drachen gehalten hatte, und seine Tochter lechzt nach Blut.
Bücher, die Drachen thematisieren, stellen diese klassischerweise in der üblichen Symbolik als Feinde dar, in der sie auch in der klassischen Mythologie zu finden sind. Daher präsentiert sich die Trilogie James D. Oswalds dahingehend als angenehme Abwechslung und wirft gleichzeitig einige interessante Fragen auf.
Seine Drachen sind weder stumpfsinnige Tiere noch verschlagene und grausame Jäger. Vielmehr sind sie kluge Wesen, die eigentlich nichts mehr wollen, als in Frieden zu leben. Die Menschen halten jedoch die Erinnerungen an die blutigen Konflikte der Vergangenheit in ihren Sagen und Legenden wach. Erst königliche Edikte der jüngeren Vergangenheit haben eine Koexistenz von Mensch und Drache ermöglicht. Der kriegerische Orden des Hohen Fryd ist jedoch an einem friedlichen Miteinander nicht interessiert und verteufelt die Drachen zu Bestien, die es auszurotten gibt. Wenn es kein Feind gibt, wird sich einer geschaffen. Klingt vertraut, oder?
Leider nimmt der Prolog die besondere Herkunft Errols vornweg, sodass der Leser in diesem Moment mehr weiß als der Protagonist. Auch wenn sich damit von Anfang an ein Konfliktherd abzeichnet, nimmt es doch die Spannung, da man nicht mehr mit Errol gemeinsam herausfinden kann, wer er eigentlich ist.
Der erste Band der Trilogie ist mehr ein Auftakt. Die Handlung braucht, um in Fahrt zu kommen und tritt teilweise auch ein wenig auf der Stelle. Dadurch fehlt zu einem Großteil die Spannung, da lange nicht ersichtlich wird, wo der Konfliktherd liegt. Der letzte Teil ist dafür umso rasanter und gipfelt in einem sehr gelungen Cliffhanger hin zum Folgeband.
Stattdessen verwendet der Autor viel Zeit, um seine Welt aufzubauen und dem Leser nahezubringen. Lobend sind die Texte zu Beginn eines jeden Kapitels hervorzuheben, die Auszüge aus der Literatur seiner Welt darstellen und ebenjener dadurch auch mehr Substanz verleihen.
Der Grundgedanke ist sehr interessant, dass Drachen nicht die Bösen sind, sondern dazu gemacht werden. Interessant ist auch ihre humanoide Darstellungsweise, die zunächst ein wenig befremdlich ist, bei genauerer Betrachtung aber interessant Interpretationsaspekte aufwirft. Obgleich Dreamwalker nicht die packendste Lektüre ist, ist der Schluss definitiv gelungen und auch ein Griff zu Band Zwei empfiehlt sich.
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