Ein Titel aus der Reihe Wissen & Leben.
Herausgegeben von Wulf Bertram.
Gier – der mächtige innere Verführer.
Der bekannte Autor und Coach Thomas Bergner legt die Wurzeln der Gier frei. Er beleuchtet ihre unterschiedlichen Spielarten und zeigt, dass sie eine wesentliche Antriebsfeder sowohl für das einzelne Individuum als auch für profitorientierte und sogar soziale Institutionen ist. Im „Lexikon der Gier“ untersucht er die verschiedenartigsten Instanzen, Systeme und Individuen im Hinblick auf ihre von Gier getriebene Motivation.
Bergner bleibt im Unterschied zu vielen gesellschaftskritischen Mahnern nicht dabei stehen, lediglich Missstände aufzuzeigen, sondern benennt konkrete finanz- und bildungspolitische, ökonomische und soziale Konsequenzen, mit denen die Gier beherrschbar wäre. Aber es geht auch um jeden Einzelnen von uns: Beim Zusammenspiel von persönlicher Verantwortung mit globalen Trends und Entwicklungen schlägt er individuelle Haltungs- und Handlungsmöglichkeiten vor, um ein „Menschen-gerechtes“ Leben zu führen, das nicht vom Gefühl der Gier dominiert wird.
Ein brisantes, hochspannendes Buch, das unter die Haut geht und ohne moralischen Zeigefinger dazu einlädt, die eigene Haltung zu überdenken.
KEYWORDS: Gier, Macht, Einfluss, Gesellschaft, Individuum, Globalisierung, global, sozial, Verantwortung, System, Systemkritik, Gesellschaftskritik, Umdenken, Gerechtigkeit, Konsum, Konsumgesellschaft, Finanzwesen, Bankenwesen, Geldpolitik, Geldmonopol, soziale Revolution
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Mein Eindruck
HSL am 24.10.2015
Bewertungsnummer: 895193
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Der wissenschaftlich renommierte Autor Thomas Bergner präsentiert in der Reihe Wissen und Leben wiederum ein hoch brisantes Thema unserer Zeit. Das aus 326 Seiten bestehende Taschenbuch mit 3 Hauptteilen beinhaltet Darlegungen aus verschiedenartigste Instanzen, Systeme und Individuen im Hinblick auf ihre Gier getriebene Motivation. Hiermit erhalte ich ein geniales Nachschlagewerk, was gerade in der gierigen Gesellschaft passiert. Ich persönlich habe schon lange erkannt und werde in den Beispielen nochmals ganz deutlich mit der Nase darauf gestupst, dass unser sinnloser und maßloser Kaufrausch, Ersatz für persönliche Streicheleinheiten ist und wir auch bewusst in diese Richtung getrieben werden, damit sich die Staatsgier großflächig ausbreiten kann. Deshalb pflichte ich dem Autor bei, dass die Formen der Hab- und Machtgier in ihren Auswüchsen uns manchmal so selbstverständlich erscheinen, dass wir ihren Charakter kaum mehr wahrnehmen. Wer heute noch glaubt durch Arbeit reich zu werden, unterliegt einem gewaltigen Irrtum, denn dafür sind die entsprechenden Strukturen geschaffen wurden, die sich nun mehr als 200 Jahre kaum verändert haben. Es zeigt sich nur etwas moderner. Unsere Welt ist nur noch durch Schulden zusammengehalten. Selbstverständlich ist mir auch klar, dass es ohne Gier, unsere Kultur nicht gäbe. Es kommt jedoch immer auf das Maß an, indem wir ihr die Macht geben in uns und anderen zu wirken. Dennoch ist es erschreckend zu erfahren, dass eine Fremdsteuerung gar nicht mehr notwendig ist, da wir uns liebend gern modernen Technologien unterwerfen. Auch von der Presse ist eine einigermaßen objektive Berichterstattung nicht mehr zu erwarten .
Es geht um Staatsmacht, BND und NSA, Kapitalkontrollen, den DAX und Fonds ( Hedgefonds, den Heuschrecken), Bankenrettungen, Kriegskassen füllen, EU-Lobbying und der USA, der Elite im Socialnetwork, Pharmaindustrie, Lebensmittel-Oligopol, Abschaffungen von Bargeld, Schlupflöcher der Rechtsauslegung, Kirchen, Neue Steuern, Zwangsabgaben, Rentenkassen, Gesundheitsdaten, Schleichende Enteignung, Hartz IV und vieles mehr auch im privaten Sektor und den Reichen, der Reichen.
Außerdem sind in den letzten vier Jahrzehnten 60 % des Zuwachses an Produktivität, nicht denen zu gute gekommen die ihn produziert haben, sondern Investoren und Managern. Unser Wirtschaftssystem hat überhaupt nicht das Anliegen, Reichtum zu verteilen, es basiert auf der Gier des Einzelnen. Leider muss ich auch persönlich feststellen, dass jeder von uns seinen Beitrag ebenso dazu leistet, sowie im Mikrokosmos, so im Makrokosmos. Veränderungen geschehen nur wenn wir bei uns selbst anfangen. Sind Sie auch schon gefangen?
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