Bäume sind für Hermann Hesse Sinnbilder, die sich mit Erinnerungen verbinden, Symbole der Vergänglichkeit und Wiedergeburt, aber auch »allen Wachstums, allen triebhaften, naturhaften Lebens, aller Sorglosigkeit und geilen Fruchtbarkeit«. Sie sind für ihn Spiegel der Jahreszeiten, der Landschaften und Umweltbedingungen ihres Standorts. In ihren Jahresringen und Verwachsungen erkennt man »allen Kampf, alles Leid, alle Krankheit, alles Glück und Gedeihen«. Und ihre Gegenwart kann ungeheuerlich tröstlich sein: »Wenn wir traurig sind und das Leben nicht mehr gut ertragen können, dann kann ein Baum zu uns sprechen: Sei still! Sei still! Sieh mich an! Leben ist nicht leicht, Leben ist nicht schwer. ... Heimat ist nicht da oder dort. Heimat ist in dir drinnen, oder nirgends.«
Hermann Hesses Betrachtungen und Gedichte über Bäume sind die erfolgreichste Anthologie des Insel Verlags. Jetzt wird dieser Bestseller erstmals in einer gebundenen Geschenkausstattung und mit neuen farbigen Fotografien vorgelegt.
Kundinnen und Kunden meinen
4.6/5.0
tommason
aus Sachsen
5/5
03.02.2016
Buch (Gebundene Ausgabe)
Hermann Hesse „Bäume“ Mit…
Hermann Hesse „Bäume“ Mit Fotografien von Dagmar Morath und Zeichnungen von Hermann Hesse Herausgegeben von Volker Michels erschien 2014 im Insel Verlag Berlin das Büchlein „Bäume“ mit Betrachtungen über die Natur und vor allem über Bäume, Hesses „eindringlichste Prediger“. Als ich das Büchlein in der Hand hielt und aufschlug, suchte ich sofort nach dem „vereinzelten Sohn des Südens“, den, „von den Welschen und Lateinern“ geliebten und „von den Einheimischen als Fremdling begafften“ Kastanienbaum, den ich aus „Narziss und Goldmund“ kannte und der als Einleitung des bekannten Hesse-Romans, die ganze erste Seite des Buches füllt und dessen Beschreibung mich vor Zeiten derart beglückt hat, dass ich immer wieder ins Schwärmen komme, sobald von Hermann Hesse und seinem „Goldmund“ die Rede ist. Und tatsächlich, ich fand was ich suchte auf Seite 97 und las: „Vor dem von Doppelsäulen getragenen Rundbogen des Klostereingangs von Mariabronn, dicht am Wege, stand ein Kastanienbaum, ein vereinzelter Sohn des Südens, von einem Rompilger vor Zeiten mitgebracht, eine Edelkastanie mit starken Stamm; zärtlich hing ihre runde Krone über dem Weg, atmete breitbrünstig im Winde, ließ im Frühling, wenn alles ringsum schon grün war und selbst die Klosternussbäume schon ihr rötliches Junglaub trugen, noch lange auf ihre Blätter warten… und ließ im Oktober, wenn Obst und Wein schon geerntet war, aus der gilbenden Krone im Herbstwind die stacheligen Früchte fallen, die nicht in jedem Jahr reif wurden, um welche die Klosterbuben sich balgten und die der aus dem Welschland stammende Subprior Gregor in seiner Stube im Kaminfeuer briet.“ … Das kostbare Büchlein „Bäume“ verbirgt, ob als kleine Erzählung oder als Gedicht gefasst, eine ganze Zahl solcher Schätze, die Hermann Hesse berühmt und Tausende zu seinen Lesern gemacht haben, dazu einige stimmungsvoll zum Text ausgesuchte farbige Fotos und drei Zeichnungen Hesses, dicht am etwas zu lang geratenen Nachwort des Herausgebers. Ich kann diese kleine Stück Literatur jedem empfehlen, ob jung oder alt, ob Intelektueller oder Handwerker, dies ist nicht so wichtig, denn heute, in einer Zeit, die so ungestüm, täglich mit immer neuen Sensationen daher kommt, wird ein Stück Besinnung und Freude an Natur und Umwelt jeder Seele gut tun. Viele Grüße
Laura Helen Schmid
aus Wien
5/5
19.11.2014
Buch (Gebundene Ausgabe)
Weil die Natur zum träumen einlädt!
Allein das Cover hat in mir schon das bedürfnis geweckt dieses kleine Wunder zu lesen und ich wurde nicht enttäuscht. Wiedereinmal beweist Hermann Hesse die Kunst seine Gedanken und die wunderschöne Natur die uns Menschen umgibt (und leider nicht mehr wirklich wahrgenommen und geschätzt wird) in diesem Werk auszudrücken und zum Vorschein zu bringen. Für alle Naturbegeisterte und Träumer!
MaWiOr
aus Halle
5/5
08.05.2014
Buch (Gebundene Ausgabe)
Hermann Hesse (1877-1962) war…
Hermann Hesse (1877-1962) war ein sehr naturverbundener Schriftsteller. Das bezeugen nicht nur viele seiner Gedichte sondern vor allem auch viele seiner Zeichnungen und Aquarelle. Sie spiegeln Hesses Sehnsucht nach Einklang mit der Natur wider. Zu Bäumen hatte er geradezu eine „wahlverwandte Beziehung“, sie waren für ihn quasi Heiligtümer. Das vorliegende Inselbändchen liefert zahlreiche literarische Beweise dieser „Baumverehrung“. Da finden sich mehrere Gedichte wie „Es grüßt mein Herz, ihr treuen Bäume“ oder „Baum im Herbst“. Nicht von ungefähr trägt einer seiner Lyrikbände den Titel „Vom Baum des Lebens“. Noch mannigfaltiger sind seine prosaischen Bewunderungen. In vielen seiner Erzählungen, Reisenotizen, Romanen oder journalistischen Arbeiten finden sich Beschreibungen von Bäumen. Hesse bewundert ihren Abwechslungsreichtum, ihre Stämme, die Kronen und Blätter. So schwärmt er über die Lindenblüte: „Und immerzu strömt der honigsüße Duft aus den alten Bäumen den Weg entlang durch den lauen Sommerabend.“ Immerhin knapp vierzig Beispiele hat der Herausgeber Volker Michels aus Hesses Gesamtwerk herausgesucht und mit einem kurzen Nachwort versehen. Illustriert sind die Texte durch beeindruckende „Baum“-Farbfotografien von Dagmar Morath, die die Auswahl wunderbar ergänzen. Das Inselbändchen erschien bereits 1984 in anderer Zusammenstellung und mit anderen Fotografien.
Alexandra
Book Circle Community
4/5
04.10.2024
Buch (Taschenbuch)
Philosophisch und in gedichtform
Der Baum begleitet uns durch alle Jahreszeiten, durch alle Jahrhunderte. Hesse beginnt in seinem Büchlein im Frühling und endet im Winter. Er schreibt in Gedichten aber auch über seine Aussicht vom Balkon oder über seine Wanderungen / Ausflüge. Der Baum ist dabei stehts im Mittelpunkt. Er schreibt philosophisch und nachdenklich.
Knarren eines geknickten Astes:
Splittrig geknickter Ast,
Hangend schon Jahr um Jahr,
Trocken knarrt er im Wind sein Lied,
Ohne Laub, ohne rinde,
Kahl, fahl, u langen Lebens,
Zu langen Sterbens müd.
Hart klingt und zäh sein Gesang,
Klingt trotzig, klingt heimlich bang
Noch einen Sommer,
Noch einen Winter lang.
Leseratte
aus Hohenwestedt
4/5
03.01.2021
Buch (Gebundene Ausgabe)
Natur pur
Ich fand dieses Buch wundervoll. Mit Hermann Hesse kann man gut träumen und abschalten. Das Buch beinhaltet Geschichten und Gedichte über Bäume und Garten. Ein schönes Geschenkbuch. Man merkt, daß Hermann Hesse sehr naturverbunden war.
Kurze Frage zu unserer Seite
Vielen Dank für Ihr Feedback
Wir nutzen Ihr Feedback, um unsere Produktseiten zu verbessern. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir Ihnen keine Rückmeldung geben können. Falls Sie Kontakt mit uns aufnehmen möchten, können Sie sich aber gerne an unseren Kund*innenservice wenden.