Kann Liebe wachen, wo Hass gesät wird? Jaffa, April 1948. Der siebenjährige Salim Al-Ismaeli, Sohn eines palästinensischen Orangenzüchters, freut sich darauf, die ersten Früchte des Orangenbaums zu ernten, der zu seiner Geburt gepflanzt wurde. Doch der Krieg bricht aus und treibt die ganze Familie in die Flucht. Von nun an hat Salim nur noch einen Traum: Eines Tages zu seinem Baum zurückzukehren und im Land seiner Väter zu leben. Zur selben Zeit wächst Judith als Tochter von Holocaust-Überlebenden in England auf – und sehnt sich danach, irgendwann ein normales und glückliches Leben führen zu dürfen. Als Salim und Judith sich im London der Sechzigerjahre begegnen und ineinander verlieben, nimmt das Schicksal seinen Lauf und stellt ihre Liebe auf eine harte Probe …
Kundinnen und Kunden meinen
4.0/5.0
Thopf
aus Poppenbüll
5/5
24.10.2022
Buch (Taschenbuch)
Nicht nur, dass das Buch sehr…
Nicht nur, dass das Buch sehr gut und vor allem im weiteren Verlauf sehr spannend und mitreißend geschrieben ist, es ist auch ein riesiger Gewinn für all diejenigen, die den als völlig unlösbar erscheinenden Konflikt zwischen Israelis und Palästinensern von innen her verstehen möchten, ein MUSS. Die Lebens-, Liebes- und Familiengeschichte der beiden Protagonisten nimmt mit in die ganze Tragik dieses Konfliktes in den unterschiedlichsten Facetten. Solange es nur um Gerechtigkeit, Tradition, Identität, Landbesitz und Nationalismus geht, wird es keine Lösung geben, dazu braucht es zwischenmenschliche Solidarität, gegenseitige Achtung und Liebe und einen Schlussstrich unter eine nicht mehr lösbare oder korrigierbare Vergangenheit. Ich danke Claire Hajaj für dieses wunderbare Buch.
Bewertung
aus Kitzbühel
5/5
18.11.2020
Buch (Taschenbuch)
Ziemlich bittere Zeilen...
Sehr kompliziert und verwirrend geschrieben; konfus durch zu viele Namen. Ich habe auf Seite 60 aufgegeben, weil ich keinen roten Faden finden konnte. Vielleicht5 versuche ich es in ein paar Jahren noch einmal - vielleicht auch nicht.
Bewertung
aus Oberlunkhofen
5/5
04.04.2020
eBook (ePUB)
Ein einzigartiges Familiendrama
<p>Wer Eltern hatte oder selber eine Familie, der weiss, dass es früher oder später zu Meinungsdifferenzen, Spannungen oder sogar Konflikte innerhalb der Familie kommen kann. Wie, aber, wenn sprachliche, religiöse, kulturelle und vor allem ethnische Faktoren mitspielen? Oder kriegerische Auseinandersetzungen zwischen den Herkunftsvölkern?</p><p>
“Unsere Familien werden niemals akzeptieren, dass wir zusammen sind.”</p>
Ihre Namen sagen es schon: Jude – abgeleitet von Judit – ist eine athletische, belesene, in Nordengland aufgewachsene, halbherzige Jüdin, Enkelin einer von den Nazis geflüchteten Russin; und Salim Al Ismaeli, ein halbherzig muslimischer, aus Jaffa vertriebener Palästinenserjunge, der zwar ein Wirtschaftsstudium in London absolviert hat, aber sich nie befreien kann vom Spottnamen seiner Kindheit, Fellah – Landarbeiter – und ständig seine Heimat sucht. Wie können sie es wagen, an eine Ehe zu denken?
Und wie kommt es wohl, wenn so unterschiedliche Zwillinge entstehen: Marc, ein schlanker, hitziger, dunkelhäutiger Junge, der Tänzer werden will, und Sophie, ein friedfertiges, hübsches, blondes Mädchen?
Wir erleben beide Hauptakteure von ihrer Kindheit an; wie sie geprägt werden von den Traumen ihrer Vorfahren; wie sie sich dann in London kennenlernen, ihre inkompatiblen Hintergründen entdecken und sich trotz allem ineinander verlieben.
Am Hals trägt Jude sowohl den Davidstern ihrer Grossmutter wie auch den von Salim geschenkten Anhänger mit der arabischen Beschriftung “Gelobt sei Gott”.
Zerrissen im Gemüt, reist Salim nach Beirut, wo er sich mit seinem jungen Bruder, Rafan, trifft. Dieser unterstützt die Palästinensische Befreiungs Organisation bei ihrer Tätigkeiten im Flüchtlingslager Shatila, und betrachtet alle Juden als Feinde – Zionisten – die sein Volk aus ihrem Land vertrieben und unterdrücken.
Trotz Widerstand der Familien, heiraten Salim und Jude. Nach der Geburt der Zwillinge, findet er Arbeit in Kuwait. Die Familie fühlt sich aber dort nicht wohl, besonders wenn Rafan wieder auftaucht und Salim in seine kriegerischen Machenschaften hinein verwickelt. Die Spannungen – besonder zwischen Salim und Marc – flauen auf. Am Schluss flüchtet Jude mit den Kindern zurück nach London. Salim weiss weder ein noch aus.
Ab und zu als Sofagast bei seiner Familie in London, sehnt sich Salim immer mehr nach dem ‘Orangenhaus’ seiner Kindheit in Jaffa, wovon er ständig ein Foto mit sich trägt. Er reist hin und versucht, über dem Rechtsweg das Haus wieder zurück zu gewinnen. Aber alles läuft schief.
Plötzlich taucht Marc auf aber Vater und Sohn verstehen einander nicht. Es kommt zur mehrfachen Tragödie, die aber veranlasst, dass Jude auch nach Jaffa reist. Werden sie sich wieder finden?
Trotz der langen Zeitspanne der Erzählung, den vielen Spielern und den unterschiedlichen Lokalitäten, ist das Buch sehr spannend zum lesen und, vor allem, stilistisch hervorragend geschrieben. Claire Hajaj beherrscht nicht nur die Schreibkunst, sondern kennt sich bestens aus mit den Charakteren und Sehnsüchten der entgegengesetzten Völkern. Wir lernen viel über die Ereignisse im Nahen Osten nach der Gründung des Staates Israel aber auch über die Kultur und Beweggründe sowohl der als ‘Siegervolk’ bezeichneten Juden wie auch der scheinbar ewig unterlegenen Palästinensern.
Das Buch verdient ohne Zweifel fünf Sterne.
Thomas
aus Weisslingen
1/5
24.02.2025
Buch (Taschenbuch)
Nur schwer lesbar
Habe es nach 30 Seiten weggelegt, nur kurze Sätze, viele arabische Begriffe z.T. ohne Erklärungen. und dann spielen Kinder in Palästina, so what. Die bösen Juden kommen ...
Es hat mich einfach nicht abgeholt. Sorry?
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