Als Hauptkommissar Toni Sanftleben in die Potsdamer Innenstadt gerufen wird, geht er zunächst von einem Routinefall aus. Doch dann findet er in den Sachen des Mordopfers das verblasste Foto einer Frau - es ist seine Frau Sofie, die vor sechzehn Jahren auf dem Baumblütenfest in Werder spurlos verschwand. Sanftleben ist wie elektrisiert. Wird er endlich herausfinden, was damals wirklich geschah?
Kundinnen und Kunden meinen
4.7/5.0
hapedah
5/5
09.06.2021
eBook (ePUB)
Toni Sanftlebens spannender erster Fall
Vor 16 Jahren verschwand Toni Sanftlebens Frau Sofie spurlos und ließ nicht nur ihren Ehemann, sondern auch den kleinen Sohn Aroon zurück. Unzufrieden mit den Ermittlungen macht er schließlich selbst eine Ausbildung bei der Polizei und auch in der Gegenwart werden Tonis Gedanken noch von der Suche nach seiner Frau beherrscht. Als er zu einem Mordopfer gerufen wird, in dessen Tasche ein Foto von Sofie gefunden wurde, ist der Hauptkommissar wie elektrisiert und stürzt sich voller Elan in den neuen Fall - sehr zum Unmut seines Vorgesetzten, dem nur die nächste Beförderung wichtig ist.
"Dunkle Havel" von Tim Pieper ist der erste Fall um Hauptkommissar Toni Sanftleben, inzwischen gibt es bereits vier nachfolgende Bände. Ich habe den sympathischen, zum Glück nicht perfekten Ermittler zunächst mit dem fünften Fall kennen gelernt und war danach neugierig auf seine private Vorgeschichte, was mich veranlasste, die ersten vier Bände zu kaufen. Mit dem Reihenstart bin ich nun rundum zufrieden. Wie erhofft, habe ich viel über Tonis Vergangenheit erfahren können, was für mich neben der eigentlichen Krimihandlung den Reiz dieses Buches ausgemacht hat.
Wer bei einem Krimi ausschließlich an den harten Fakten rund um Tat und Tätersuche interessiert ist, wird hier enttäuscht werden, der Autor stellt auch die privaten Belange seines Ermittlers ausgiebig vor. Meiner Meinung nach gewinnt die Figur dadurch an Tiefe, ich hatte bald den Eindruck, Toni schon gut zu kennen und auch seine Beziehung zu Sohn Aroon fand ich zufriedenstellend beschrieben. Dabei ist die Spannung für mich keineswegs auf der Strecke geblieben, ich mochte das Buch bis zur letzten Seite kaum aus der Hand legen.
Wie es sich für einen guten Regionalkrimi gehört, war der Hintergrund, hier das idyllische Havelland, ausführlich vorgestellt. Obwohl ich die Gegend bisher nur vom vorbei Fahren auf der Autobahn kenne, ist es Tim Pieper gelungen, in mir die Lust auf einen Urlaub im Havelgebiet zu wecken. Damit hat der Roman alles erfüllt, was ich mir davon versprochen habe, so dass ich gern eine Leseempfehlung ausspreche.
Fazit: Toni Sanftlebens erster Fall stellt den Ermittler umfassend vor, der Fall ist spannend geschrieben und die idyllische Region, in der der Krimi spielt, lädt zu einem Besuch ein. Ich habe das Leseerlebnis von der ersten bis zur letzten Seite genossen und empfehle es daher gern weiter.
Vor 16 Jahren verschwand Toni Sanftleben's Frau Sofie spurlos. Sie hinterließ ihren Mann und den gemeinsamen Sohn Aaron. Um die Chancen zu erhöhen, seine Frau wiederzufinden, wird Toni zum Hauptkommissar in Werder. Den Verlust seiner geliebten Frau hat er selbst nach 16 Jahren nicht überwunden und kämpft mit Alkohol gegen seinen psychischen Schmerz an. Doch dann wird eine Leiche gefunden und bei dieser ein verblasstes Foto von Sofie. Lebt Sofie noch? Hat sie damals Selbstmord begangen? Wird Toni seine Frau wiederfinden?
Der gesamte Krimi ist kompakt auf 256 Seiten verpackt und verspricht höchstes Lesevergnügen. Es ist der erste Teil aus der Havel-Krimi-Reihe, den ich innerhalb von zwei Tagen verschlungen habe. Toni ist mir sehr sympathisch und ich kann so gut nachvollziehen, dass er das Schicksal seiner Frau um jeden Preis aufklären möchte. Die Flucht zum Alkohol schwächt leider die Beziehung zu seinem Sohn, aber beeinträchtigt ihn nicht in seinem Job. Allerdings macht ihn seine Suche blind für die Gegenwart. Dennoch ist es unheimlich spannend gemeinsam mit Toni zu ermitteln, Regeln zu brechen und alles auf eine Karte zu setzen, um Sofie's Spuren nachzugehen.
Der Schreibstil ist wunderbar flüssig und leicht zu lesen. Der Mix aus Hauptgeschichte und Erzählungen als Nebenhandlungen ist ausgeglichen. So erfahren wir einiges über Tonis gesamte Familie, aber nur so viel, wie wir wissen müssen. Das Ende des Buches hat mich total umgehauen, tatsächlich habe ich die ein oder andere Träne geweint.
peedee
5/5
27.04.2018
Buch (Taschenbuch)
Ein sehr guter Reihenstart
Hauptkommissar Toni Sanftleben, Band 1: Ein Mord in der Potsdamer Innenstadt – ein vermeintlicher Routinefall für Hauptkommissar Toni Sanftleben. Doch dann findet er beim Toten ein Foto einer weinenden Frau – es ist seine Frau Sofie, die vor sechzehn Jahren auf dem Baumblütenfest spurlos verschwand! Alle seine bisherigen Recherchen sind im Sande verlaufen. Kommt nun wieder Bewegung in die Sache? Findet er endlich heraus, was seinerzeit passiert ist?
Erster Eindruck: Ein schönes Cover mit einer frühmorgendlich-nebligen Stimmung auf dem Wasser – gefällt mir sehr gut.
Ich lese die Reihe um den Hauptkommissar Toni Sanftleben in ungewohnter Reihenfolge: ich habe zuerst Band 3 gelesen und muss nun mit den Bänden 1 und 2 „nachsitzen“.
Das Buch beginnt mit einem spannenden Prolog, der das Baumblütenfest in Werder vom 2. Mai 1998 beschreibt. Toni und seine Frau Sofie sind von einer zweieinhalbjährigen Weltreise zurückgekehrt. Sofie tut sich schwer, wieder in den Alltag hineinzufinden. Sechzehn Jahre später begleitet der Leser Toni in seinem Alltag als Hauptkommissarin Potsdam.
Der ganze Fokus von Toni liegt seit Jahren auf der Aufklärung des Falles um Sofie. Es ist tragisch, wenn ein Mensch verschwindet und sich keine Spuren finden lassen – eine unheimlich belastende Situation. Traurig, dass Toni so übermässig dem Alkohol zuspricht. Sein siebzehnjähriger Sohn Aroon muss ihn mehrfach betrunken erleben. Toni hat seinem Team, Oberkommissarin Gesa Müsebeck und Kommissar Nguyen Duc Phong, nicht erzählt, dass er die Frau auf dem Foto kennt, denn er weiss, dass er sodann wegen Befangenheit vom Fall abgezogen würde. Er geht volles Risiko, denn er sieht endlich wieder eine Chance, herauszufinden, was passiert ist. Bevor wirkliche Fortschritte im Fall zu verzeichnen sind, wird schon ein zweiter Mord gemeldet. Hat dieser zweite Mord mit dem ersten zu tun? Die Art der Tötung deutet stark darauf hin.
Einmal mit dem Krimi begonnen, konnte ich ihn fast nicht mehr aus der Hand legen; ich wollte unbedingt wissen, wie die Geschichte ausgeht. Die Spannung wurde konstant gehalten und der Ausgang der Story war überraschend. Ich fand es unter anderem sehr interessant, dass eines der Mordopfer einen chiffrierten Kalender führte, der dann durch die Polizei entschlüsselt werden konnte. Eine komplizierte Geschichte: Buchcode, Zahlenpaare, Quersumme Datum, Cäsar-Algorithmus sind nur ein paar der erwähnten Stichworte… Ich vergebe sehr gerne 5 Sterne und freue mich auf den zweiten Band.
Wuestentraum
5/5
01.05.2015
Buch (Taschenbuch)
Toni Sanftleben ist Hauptkommi…
Toni Sanftleben ist Hauptkommissar in Potsdam. Er ermittelt in einem Fall, indem ein Toter in der Potsdamer Innenstadt gefunden wurde, der ein Foto einer rothaarigen Frau bei sich trug. Toni erstarrt beim Anblick des Fotos - es ist seine Ehefrau Sofie, die vor 16 Jahren auf dem Baumblütenfest in Werder verschwunden ist. Wird er herausfinden, was damals wirklich geschah? Und wer diesen Mann getötet hat? Toni sucht seit 16 Jahren seine verschwundene Frau Sofie. Dies ist auch der Grund, warum er überhaupt zur Polizei gegangen ist. Er ist jedem kleinsten Hinweis gefolgt. Nun wird die Leiche eines Mannes gefunden, der ein Foto von Sofie bei sich hatte. Toni versucht herauszufinden, welche Verbindung der Tote mit seiner verschwundenen Frau hatte. Es stellt sich heraus, dass der Tote, Klaus Hartwig, mit zwei weiteren Freunden, Olaf Wendisch und Reiner Stein nur Unsinn im Kopf hatten und nirgends gerne gesehen waren. Toni vermutet das Schlimmste, sollte Sofie in die Hände der drei Männer geraten sein. Lebt sie noch? Was ist nur mit ihr geschehen? Plötzlich wird ein zweiter Toter gefunden, es ist Olaf Windisch. Und auch er hat ein Foto von Sofie bei sich. Der Autor, Tim Pieper, hat mit "Dunkle Havel" einen spannenden, fesselnden und interessanten Krimi geschrieben, der einen dieses Buch nicht mehr aus der Hand legen lässt. Der Schreibstil ist flüssig und leicht und man fliegt nur so über die Seiten. Im Prolog liest man, wie Toni und Sofie auf dem Baumblütenfest sind und wie sie verschwindet. Toni ist einem sympathisch, auch wenn er sehr festgefahren wirkt und einige Probleme hat. Interessant und mit vielen Landschaft- und Ortsbezeichnungen, die super integriert sind, ist dieser Krimi für jeden Krimifan ein Genuss. Autor: Tim Pieper
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