Rezension
Den Auftakt der Themenschwerpunkte des ersten Bandes bilden überraschender- und auch erfreulicherweise Beiträge zur DDR-Schriftstellerin Irmtraud Morgner. Der "Freipass" spürt der damaligen Zeit nach: den 68ern, dem Kalten Krieg und auch der Zensur, die Morgners Werk in der DDR erfuhr, ergänzt um einen einfühlsamen Beitrag von Christa Wolf.
Klaus Nilius, Ossietzky 20/2015
Der im April 2015 verstorbene Günter Grass hat das Projekt "Freipass" mitgestaltet und sogar noch den ersten Band in der Hand gehabt. Diese Reihe wird für die internationale Grass-Forschung sicher neue Impulse setzen. Anspruchsvoll und mit einigen wichtigen Texten ist der Teil zur Grass-Rezeption ausgestattet. Wir wünschen dem neuen Periodikum viel Erfolg!
Norbert Honsza (Wroclaw), Studien zur Deutschkunde 2015
Portrait
Jg. 1943, Studium der Germanistik, evangelischen Theologie und der Komparatistik in Zürich und Bonn, 1967 Staatsexamen, 1968 Promotion, 1975Habilitation; seit 1977 Professor für Neuere deutsche und Vergleichende Literaturwissenschaft an der Universität zu Köln. Forschungsschwerpunkte Goethe, Geschichte des Geheimnis- und Detektivromans, Gegenwartsliteratur; Herausgeber aller Grass-Werkausgaben von 1987 bis 2007, zahlreiche Monografien, Editionen, Sammelbände und Aufsätze zu Günter Grass..Jg. 1944, Studium der deutschen Sprache und Literatur an den Universitäten Kopenhagen, (West-)Berlin und Kiel; 1980–2003 Professor für deutscheLiteratur an der Universität Kopenhagen, 2003–13 für deutsche und europäische Studien an der Copenhagen Business School; Habilitation über Goethe (1978); Autor von Büchern und Aufsätzen zu deutscher Literatur, Geschichte und Gesellschaft; Übersetzer deutscher Literatur ins Dänische, darunter seit 1978 der Werke von Günter Grass..Jg. 1979, Studium der Germanistik und Geschichte an der Universität Duisburg-Essen; 2007–2008 Wissenschaftlicher Volontär im GünterGrass-Haus, seit 2009 Leiter des Günter Grass-Hauses / Forum für Literatur und Bildende Kunst; Promotion (vor Abschluss): »Kulturpolitik in einer Industrie- und Arbeiterstadt. Duisburg seit 1945«; Forschungs- und Arbeitsschwerpunkte: Literatur und Bildende Kunst im 20./21. Jahrhunderts, Kunst- und Literaturvermittlung, Kulturpolitik.