Produktbild: Die Lilie von Bela Vista

Die Lilie von Bela Vista Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

17.08.2015

Verlag

Blanvalet

Seitenzahl

576

Maße (L/B/H)

18,5/11,8/4,5 cm

Gewicht

464 g

Farbe

Cool Grey / Kaffee

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7341-0058-1

Beschreibung

Rezension

"Spannende Abenteuer- und Liebesgeschichte." ("Laura")
"Dramatische[…] Familiengeschichte, die viel Spannung verspricht." ("Nordwest Zeitung")
„Die Autorin verknüpft wieder einmal verschiedene Zeitgeschehen gekonnt miteinander. Gefühlvoll und interessant erlebt der Leser die Geschichte rund um Josies Gegenwart und Vergangenheit." ("BIZZ - Stadtmagazin")

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

17.08.2015

Verlag

Blanvalet

Seitenzahl

576

Maße (L/B/H)

18,5/11,8/4,5 cm

Gewicht

464 g

Farbe

Cool Grey / Kaffee

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7341-0058-1

Herstelleradresse

Blanvalet Taschenbuchverl
Neumarkter Str. 28
81673 München
DE

Email: produktsicherheit@penguinrandomhouse.de

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  • Bewertung

    aus Hamburg

    5/5

    11.11.2015

    Buch (Taschenbuch)

    Nervenkitzel

    Man, ist das ein spannendes Buch. Die häufig dramatischen Ereignissen erzeugen an vielen Stellen des Romans reichlich Nervenkitzel. Angenehm ärgerlich fand ich die eingebauten „Klippenhänger“, die mir ewig wichtige Informationen vorenthielten und mich so zwangen immer weiterzulesen, immer weiter, bis meine rot geräderten Augen eine kurze Unterbrechung forderten. Ich habe alle Romane von Sylvia Lott gelesen, die "Lilie von Bella Vista" ist der spannendste. Hier zeigt Sylvia Lott, wie virtuos sie das Spiel beherrscht die Spannung zu steigern und den Leser in die Geschichte hineinzuziehen. Er ist geschrieben in einer lebendigen Sprache, die die Schauplätze und den Ablauf der Geschehnisse erlebbar macht, man fühlt sich mittendrin. Ich kann das Buch nur empfehlen.

  • Lerchie

    5/5

    16.09.2015

    Buch (Taschenbuch)

    Josie Wagner hatte einen…

    Josie Wagner hatte einen Brief von ihrer Bank bekommen. Sie solle die überfällige Gebühr für ein Schließfach zahlen. Aber sie hatte doch gar kein Schließfach… Doch der Inhalt des Faches überraschte sie, es war ein Erbe von Ihrer Großtante Martha, ein wunderschönes Collier… Für Josies Freund stand sofort fest, dass das Collier verkauft werden würde…. Doch Josie wollte erst einmal ihre Verwandten in Idar-Oberstein besuchen, denn bei dem Collier war auch noch ein Bild, und sie sah dieser Frau darauf umwerfend ähnlich…. Großtante Martha hatte in dem Seniorenheim, in dem sie zuletzt wohnte, eine gute Freundin namens Ada. Diese wurde von Josie besucht und sie erzählte ihr über ihre Urahnin Sophie, die von ihrem Freund den Schmuck geschenkt bekommen hatte… Sophie hatte sich in Karl angefangen zu verlieben, als sie für Ihren Vater eine Achatschale zum Färben zu Karls Meister brachte. Sophie war zwar erst 13 und eigentlich ja noch zu jung. Karl war ein paar Jahre älter, und als er ihr eines Tages sagte, dass er nach Brasilien auswandere, brach fast eine Welt für sie zusammen. Doch er versprach, ihr zu schreiben…. Ein paar Jahre später kam Karl mit einem Achatschiff in Idar-Oberstein an. Und er hielt offiziell um ihre Hand an. Sophie war nun zwar verlobt, aber Karl konnte sie noch nicht mitnehmen… Ein Jahr noch, dann würde er sie holen…. Doch das Jahr ging vorbei und von Karl kam nur die Nachricht. Wieder hörte Sophie von ihm lange nichts. Dann entschloss sie sich zu handeln. Gemeinsam mit ihrem Bruder und seiner Braut, deren Bruder und dessen Braut wanderte sie nach Brasilien aus. Doch nicht alle fünf sollten dort ankommen… Sophie fand Karl im Dschungel… Wieso erbte Josie das Collier? Warum wollte Edgar das Collier unbedingt verkaufen? Wer war die Frau auf dem Bild? Was wusste Ada von der ganzen Sache? Hat Karl Sophie geschrieben? Warum konnte er sie nicht gleich, als er zurückgekommen war, mitnehmen? Warum kam Karl nicht, um sie zu holen? War er krank oder verletzt? Warum kamen nicht alle fünf Auswanderer in Brasilien an? Wie findet Sophie Karl im Dschungel, was verbirgt er? Das Buch ließ sich leicht und flüssig lesen. Es ist das erste Buch das ich von dieser Autorin gelesen habe und ich war angenehm überrascht. Ihr Schreibstil ist unkompliziert, es gibt keine Fragen was sie mit diesem oder jenem Wort/Satz gerade meint. Die Autorin baute die Spannung im Buch langsam auf und diese Spannung hielt sich dann auch bis zum Ende. Ich war recht schnell in der Geschichte drinnen, konnte mich auch gut in die Protagonisten hineinversetzen. Im Buch wurde so einiges aufgeklärt und auch das Liebesleben von Sophie, aber auch von Josie kam nicht zu kurz. Es hat mir sehr gut gefallen.

  • Svanvithe

    4/5

    08.02.2018

    Buch (Taschenbuch)

    Die Lilie von Bela Vista

    Josie Wagner lebt in Hamburg, arbeitet als Modedesignerin, hat mit dem Anwalt Edgar einen ruhigen, soliden und verlässlichen Mann an ihrer Seite und eine gemütliche Wohnung. Das Paar plant, sich um ein kleines Häuschen außerhalb der hektischen Großstadt zu kümmern. Und trotzdem scheint Josie nicht glücklich zu sein. Irgendetwas fehlt in ihrem Leben. Sie ist achtunddreißig und irgendwie immer noch nicht „angekommen“. Als sie wegen eines Schreibens ihrer Bank und des dort befindlichen Schließfaches unerwartet an ihre Großtante Martha erinnert wird, gerät ihr tägliches Einerlei in Bewegung. Beim Öffnen des Schließfaches fallen ihr ein wunderschönes Collier mit großen violetten Steinen, die kunstvoll oval geschliffen und golden eingefasst und miteinander verbunden sind, Ohrgehänge aus passenden Edelsteinen in Hell- und Dunkellila mit jeweils einem tropfenförmigen grünen Stein, ein kleines Ölgemälde mit einer jungen Frau, datiert auf das Jahr 1833, und ein an sie gerichteter Brief in die Hände. In dem Schreiben überlässt Martha ihr das Collier als Vermächtnis einer Sophie. Leider bietet sich sonst keinerlei Hinweis auf die Herkunft der Schmuckstücke. Während Edgar bereits eine Chance sieht, durch den Verkauf des offenbar wertvollen Schmucks schneller an das geplante Haus zu gelangen als gedacht, ist Josie mehr daran interessiert, die Hintergründe ihrer unerwarteten Erbschaft herauszufinden. Die Chance dafür könnte sich bei einem Besuch bei Verwandten in Idar-Oberstein bieten. Zwar herrschte lange nur wenig Kontakt zu diesem Familienzweig, doch Josie wird von Onkel Reinhard, dem Sohn von Martha, und dessen Frau Gisela herzlich aufgenommen und begegnet einer ihr neuen Welt, und zwar der der Edelsteine. Außerdem lernt sie Ada kennen, eine Freundin der verstorbenen Martha. Durch sie entdeckt Josie eine Geschichte, die Auswirkungen auf ihr Leben haben wird. Im Jahr 1827 gehören Idar und Oberstein zu den Schmuckzentren im deutschen Raum, wo unter anderem das dortige natürliche Vorkommen an Achaten verarbeitet wird. Hier lebt Sophie, Tochter eines Steinschleifers, mit ihren Eltern und sechs Geschwistern. Bereits mit 13 wünscht sie sich Karl, fünf Jahre älter als sie und Geselle bei Meister Severin, als ihren zukünftigen Mann. Nicht nur sein gutes Aussehen, sondern auch seine Klugheit – Karl weiß eine Menge über ferne Länder, besonders Brasilien – nehmen ihn für sie ein. Und genau nach Brasilien zieht es Karl. Er sieht nur dort für sich und eine zukünftige Familie die Chance, zu einem sicheren Einkommen zu gelangen. Er macht sich auf, seinen Traum zu verwirklichen. Jahre später kehrt er zurück, und aus Sophie und Karl wird endlich ein Paar. Erneut reist Karl allein nach Brasilien, dieses Mal jedoch bleiben irgendwann die Nachrichten aus. Als Sophie es vor Sorge nicht mehr aushält, begibt sie sich auf die Reise und sucht Karl im fernen Brasilien. Tatsächlich findet sie ihn mitten im Dschungel in einem Indiodorf. Er ist krank. Allerdings hat sein langes Schweigen noch andere Gründe, die sich Sophie nach und nach offenbaren… „Die Lilie von Bela Vista“ bietet mehr als eine Liebesgeschichte. Es ist zunächst ein Roman auf zwei Zeitebenen, die gut miteinander verknüpft sind. Zum einen bewegt sich Sylvia Lott mit der Handlung um Josie in der Gegenwart, zum anderen führen Sophies Erlebnisse in die Mitte des 19. Jahrhunderts. Dieser Teil ist umfangreicher und intensiver erzählt. Er hat eine düstere Farbe und klammert zu jener Zeit gegebene unbarmherzige Zustände nicht aus, vermittelt auf diese Weise eine ansprechende Schilderung vom damaligen Leben. Dies gelingt der Autorin auch mit der anschaulichen und lebendigen Beschreibung der Schönheit der Natur. Zudem wird der Leser mit der Gewinnung von Edelsteinen, dem Handel, der Bearbeitung bis zum fertigen Schmuckstück (damals und heute) sowie geschichtlichen und ebenso politischen Hintergründen vertraut gemacht, ohne dass die diesbezüglich eingearbeiteten Informationen maßlos und überfordernd sind. Hier hat die Autorin gut recherchiert und reale Ereignisse und Personen mit der Romanfiktion verbunden. Ein Nachwort und eine Zeittafel ergänzen das Wissen nach der Lektüre zusätzlich. Sylvia Lotts Protagonisten sind mit charakterlichen Eigenschaften ausgestattet, die es ermöglichen, ihrem Handeln und Denken zu folgen und dieses zu verstehen sowie mit Sympathie oder Ablehnung auf zu reagieren. Josie ist manchmal ziemlich aufbrausend, beruhigt sich aber auch schnell wieder. Sie beweist im Verlauf der Handlung viel Mut, Tatkraft und Durchhaltevermögen. Auch Karl hat etwas Zupackendes und zugleich Feines. Er ist der ideale deutsche Einwanderer: mutig, bescheiden und dickköpfig. Daneben ist die Darstellung von Josie etwas zurückhaltender. Wobei ihre Entwicklung zu einer selbstbewussten Frau, die beherzt ihr Leben gestalten will, nachvollziehbar ist. Dadurch, dass ihre Begeisterung für Edelsteine steigt und sie darum bei Edgar auf Unverständnis und Ablehnung stößt, wird der weitere Fortgang der Beziehung vorhersehbar. Im Verlaufe des Geschehens nähern sich beide Frauen einander an, auch wenn eine tatsächliche Begegnung ja unmöglich ist. Denn Josie – von Sophies Geschichte in den Bann gezogen – macht sich auf deren Spuren ebenfalls nach Brasilien auf. Und sie findet mehr als „Bela Vista“, eine schöne Aussicht…

  • Büchersüchtig

    4/5

    30.09.2015

    Buch (Taschenbuch)

    Das Geheimnis des Edelstein-Colliers

    INHALT: Die Hamburgerin Josie erfährt durch einen Zufall, dass sie von ihrer Großtante Martha, die sie kaum gekannt hat, wertvollen Schmuck geerbt. Das Collier und die Ohrringe aus Amethyst stammen aus dem Besitz von Marthas Ururgroßmutter Sophie, die das Familienunternehmen gegründet und einige Jahre in Brasilien gelebt hat. Sophies Lebensgeschichte lässt die Hamburger Modedesignerin nicht los, denn sie spürt eine Verbundenheit mit ihrer Vorfahrin und beginnt zu recherchieren. Die Spur des Colliers führt nach Josie zu Marthas Familie und ihrer besten Freundin Ada nach Idar-Oberstein, die Josie Sophies ereignisreiche Lebensgeschichte aus längst vergangenen Tagen erzählt... MEINE MEINUNG IN KURZFASSUNG: Kauf-/Lesegrund: Nachdem mir "Die Glücksbäckerin von Long Island" so gut gefallen hat, wollte ich auch das neueste Werk von Sylvia Lott lesen. Das Cover ist zwar nett anzusehen, aber für die Geschichte ein wenig unpassend (da wären ein Motiv mit Edelsteinen passender gewesen). Reihe: Nein, Einzelbuch Handlungsschauplätze: Die Reise führt uns von Deutschland nach Brasilien und verführt den Leser mit malerischen Orts- und Landschaftsbeschreibungen. Handlungsdauer: Die Geschichte beginnt in der Gegenwart, dauert dort schätzungsweise knapp 2 Jahre und führt uns immer wieder in die Vergangenheit (in die Jahre 1827 bis 1837). Extras: Am Buchende befinden sich das Nachwort der Autorin, eine Zeittafel und eine Leseprobe von "Die Glücksbäckerin von Long Island". Hauptpersonen: Josefine "Josie" Wagner ist zu Beginn der Geschichte 38 Jahre jung, lebt und arbeitet in Hamburg als Modedesignerin. Die attraktive Frau mit den brünetten Haaren ist mit dem Juristen Edgar liiert und die beiden überlegen sich, ein Haus zu kaufen, bis eine Erbschaft Josies komplettes Leben auf den Kopf stellt. Denn die Designerin erbt von einer entfernten Tante namens Martha Wahring ein zauberhaftes Collier samt Ohrgehängen und macht sich auf die Suche nach der Herkunft des Edelstein-Schmucks... Dieses hat einst der hübschen Sophie Keller aus Oberstein gehört, die im Jahre 1827 erst 13 Jahre jung ist und aus einer kinderreichen Familie stammt. Bei einem Botengang lernt sie den jungen Karl Kreuzer kennen, in den sich das wissbegierige Mädchen schließlich verliebt und dem sie sogar Jahre später bis nach Brasilien folgt... Josie und Sophie sind sympathische, facettenreiche Protagonisten, die sich nicht unterkriegen lassen und eine beachtliche Weiterentwicklung durchmachen, wodurch man sie schnell ins Herz schließt. Vor allem die Figur von Sophie hat es mir angetan, da es die Frauen im 19. Jahrhundert sicherlich nicht leicht hatten und sie sogar die anstrengende Reise nach Brasilien in Kauf genommen hat. Nebenfiguren: Die mitwirkenden Nebencharaktere wie die Familie Wahring (Martha war die Enkeltochter von Sophies Enkelin und die Familie betreibt eine Achatschleiferei samt Edelsteinhandel in Idar-Oberstein), Josies Freund Edgar (der geschiedene Jurist und Josie sind bereits einige Jahre ein Paar und wohnen gemeinsam in Hamburg) , Ada (Marthas beste Freundin wohnt in einem Seniorenheim und erzählt Josie die Lebensgeschichte von Sophie), Rico da Silva (der gutaussehende Geschäftsmann ist eine faszinierende Erscheinung und zieht auch Josie in seinen Bann) sowie diverse Familienmitglieder und Freunde von Sophie sind interessante Persönlichkeiten, die sich gut in die Handlung einfügen. Romanidee: Reizvolle Grundidee mit gelungener Umsetzung Erzählperspektiven: "Die Lilie von Bela Vista" beinhaltet 2 Erzählperspektiven und Zeitebenen, die für Abwechslung sorgen: In der Gegenwart erzählt Josie (in der 3. Person) über ihre überraschende Erbschaft und die Spurensuche nach der Herkunft des Schmucks. Josie versucht mittels Erzählungen und Aufzeichnungen Sophies bewegtes Leben im 19. Jahrhundert zu rekonstruieren. Denn hier Handlung: Der neueste Roman von Sylvia Lott birgt eine abwechslungsreiche Story mit zwei verschiedenen Erzählperspektiven und miteinander verwebenden Handlungssträngen gepaart mit vielen Wirrungen und Turbulenzen. Man erfährt viel über Edelsteine bzw. das Land Brasilien und trotz kleiner Längen, einiger ausschweifender Schilderungen & einer gewissen Vorhersehbarkeit zieht einen die Geschichte von Sophie und Josie in ihren Bann. Leider kommt das Ende sehr schnell bzw. ein wenig abrupt sowie stellenweise vorhersehbar daher, was mir nicht so gefallen hat. Schreibstil & Co: Vervollständigt wird der Plot durch die mitreißende und emotionsgeladene Schreibweise, die angenehme Sprache und die wundervollen Schauplatzbeschreibungen. FAZIT: "Die Lilie von Bela Vista" bietet dem Leser eine unterhaltsame Familiengeschichte auf 2 Zeitebenen gepaart mit Geheimnissen, Abenteuer & Romantik voller Höhen und Tiefen. Dank der unterhaltsamen Geschichte rund um Edelsteine, den interessanten Hauptpersonen und des fesselnden Schreibstils garantiert die spannende Familiensaga angenehme Lesestunden. Wegen der enthaltenen Mankos erhält "Die Lilie von Bela Vista" von mir wundervolle 4 STERNE.

  • Bewertung

    4/5

    25.09.2015

    Buch (Taschenbuch)

    Eine abenteuerliche Reise nach Brasilien

    Dies ist Sylvia Lotts dritter Roman im Blanvalet Verlag. Optisch sind die Bücher teilweise so ähnlich, dass man sie fast verwechseln könnte. Und auch die Titel ähneln einander – „Die Rose von Darjeeling“, „Die Glücksbäckerin von Long Island“ und jetzt „Die Lilie von Bela Vista“. Ob die Cover jetzt wirklich stimmig sind? Ich habe da ja ganz oft meine Zweifel. Und gerade bei diesem Buch jetzt wieder, denn es passt zwar gut in die Reihe, hat aber überhaupt nichts mit dem Buch zu tun! Auch den Klappentext finde ich ein wenig irreführend, aber das Buch ist spannend! Sylvia Lott entführt uns in ihrem „Two-in-one“-Roman (den Ausdruck hab ich von der Autorin) teilweise zurück in die Zeit von 1833 bis 1888. Und in dieser Zeit spielt die Handlung sowohl in Idar-Oberstein als auch in Brasilien. Doch erst einmal von Anfang an. Es gibt eine Rahmenhandlung, die in der Gegenwart spielt. Josie, eine Enddreißigerin, erbt völlig überraschend von ihrer Großtante ein wunderschönes, antikes Amethyst-Collier zusammen mit Smaragd-Ohrringen und einem Portrait einer ihr unbekannten Frau, die diesen Schmuck trägt. Josie lebt in Hamburg, aber die Familie ihrer Großtante lebt in Ida-Oberstein, der Stadt der Edelsteine. Also fährt Josie zu der Familie der Großtante und hofft etwas über ihr Erbe herauszufinden. Dort wird sie sehr liebevoll aufgenommen, und über eine gute Freundin der verstorbenen Großtante kommt sie der Geschichte der Frau auf dem Bild –Sophie – der Gründerin des Edelsteinbetriebes der Familie - auf die Spur. Sophie ist die Tochter eines einfachen Edelsteinschleifers im Hunsrück. Sie verliebt sich in Karl, dessen Familie nach Brasilien auswandert. Wenn sie alt genug ist, will er sie heiraten und nach Brasilien mitnehmen. Doch als sie plötzlich nichts mehr von ihm hört, macht sie sich selbst auf die Suche nach ihm in Brasilien. Es beginnt eine abenteuerliche Reise, die anders endet als von allen gedacht. Und so wechselt die Geschichte hin und her zwischen Josie und Sophie. Und über das, was Josie über Sophie erfährt, verändert sich auch Josies Leben immer mehr. Am Ende muss sie eine Entscheidung fürs Leben treffen. Doch wieso hat sie dieses Erbe bekommen? Herausgekommen ist eine ausgesprochen spannende Geschichte für Leserinnen, die gerne Schmöker lesen. Den historischen Teil über die Situation in Idar-Oberstein Anfang des 19. Jahrhunderts und über die Aussiedler nach Brasilien hat die Autorin akribisch recherchiert. So dass man bei Lesen auf unterhaltsame Weise wieder ein wenig mehr über die deutsche Vergangenheit erfährt. Mir war dies bisher nicht bekannt. Sehr gut gefallen hat mir außerdem, dass dieses Buch einen Einblick in das Gewerbe der Edelsteingewinnung und -Verarbeitung bietet, wobei auch die Kraft der Edelsteine nicht zu kurz kommt. Es ist also ein richtig toller Schmöker für alle die Leserinnen, die gerne dunkle Geheimnisse in der Vergangenheit und spannende Liebesgeschichten vereint mögen. Auch Fans historischer Schmöker mit starken und eigenwilligen Frauen kommen hier voll auf ihre Kosten!

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