Produktbild: Christiane und Goethe

Christiane und Goethe Eine Recherche

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

11.05.2015

Abbildungen

9

Verlag

Insel Verlag

Seitenzahl

531

Maße (L/B/H)

19/11,8/4 cm

Gewicht

508 g

Farbe

Vanille / Anthrazit

Auflage

4

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-458-36080-3

Beschreibung

Rezension

»Wie die Autorin das Zusammenleben der beiden beschreibt, öffnet einem die Augen: für Goethes Standesdünkel, seine Unsicherheiten, seinen übergroßen Anspruch an sich selbst. Hier wird er wieder Mensch: nahbar, fehlbar, manchmal sympathisch.

 « ("Sehnsucht Deutschland")

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

11.05.2015

Abbildungen

9

Verlag

Insel Verlag

Seitenzahl

531

Maße (L/B/H)

19/11,8/4 cm

Gewicht

508 g

Farbe

Vanille / Anthrazit

Auflage

4

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-458-36080-3

Herstelleradresse

Insel Verlag GmbH
Torstraße 44
10119 Berlin
DE

Email: info@suhrkamp.de

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  • Bewertung

    5/5

    02.03.2021

    Buch (Taschenbuch)

    Ein Muss für Goethe Fans und für alle, die Geschichten von außergewöhnlichen Frauen lieben.

    In diesem Buch erzählt Siegrid Damm die außergewöhnliche Liebesgeschichte des deutschen Dichterfürsten und der Pzumacherin Christiane Vulpius. Durch die aufwendig recherchierten Hintergründe, bekommt der Leser einen Einblick in den Alltag der damaligen Zeit, inklusive der Beschreibung der üblichen Konventionen, die Goethe alle samt ignoriert wenn es um seine Christiane geht. Hier bekommt die starke Frau an Goethes Seite den wertschätzenden Platz, der ihrer würdig ist, ohne das Spannungsfeld aus dem Blick zu verlieren, in dem sich Goethe ständig befand. Es ist eine sehr lesenswerte Geschichte einer mutigen Liebe, zweier starker aber auch hoch sensibler Charaktere. Man muss nicht zwingend Goethe Fan sein, um dieses beeindruckende Buch zu lieben.

  • Bewertung

    5/5

    10.07.2017

    Buch (Taschenbuch)

    An der Seite des Dichterfürsten - oder leben in seinem Schatten?

    Glaubt man seinen Zeitgenossen, so hatte Goethe kein glückliches Händchen bei der Wahl seiner Lebensgefährtin. Eine "geistige Null" heißt es gehässig über Christiane Vulpius. Doch 28 gemeinsame Jahre lassen eher auf das genaue Gegenteil schließen. Man könnte stellenweise fast sagen, es handelt sich um eine Paarbiographie, so viele Details erfährt man über das Leben in Goethes Haus am Frauenplan in Weimar. Das Bild, das dabei entsteht, ist nicht immer schmeichelhaft für den Dichterfürsten, doch Christiane Vulpius erscheint immer mehr wie eine für ihre Zeit außergewöhnlich selbstbewusste und selbständige Persönlichkeit, die das Leben mit dem eigensinnigen Genie auf bewundernswert souveräne Weise meisterte. Sigrid Damm hält sich strikt an belegte Fakten und verzichtet auf jede fiktive Ergänzung in der Lebensgeschichte von Goethes späterer Ehefrau. Und genau das macht den Wert dieser außergewöhnlich klaren und facettenreichen Biographie aus. Das sie es darüber hinaus noch schafft, den Leser auch emotional zu berühren, macht dieses Buch wirklich zu einem kleinen Meisterwerk.

  • Bewertung

    5/5

    16.03.2016

    Buch (Taschenbuch)

    Sie waren schon ein besonderes...

    Sie waren schon ein besonderes Paar , Goethe und Christiane, lange miteinander verbunden und recht liebevoll zueinander.

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  • Produktbild: Christiane und Goethe
  • "Motiv der Erzählerin: Widerspruch zwischen dem Urteil von Mitund Nachwelt über Christiane und ihren Selbstzeugnissen – Wer war diese Frau? – Ihrem Lebensgang nachspüren – Christiane Vulpius’ Herkunft; ihre Vorfahren, Pastoren im thüringischen Raum

    Der Vater: Jurist in Weimar, ein Jahrzehnt seiner Bemühung um eine Anstellung am Fürstenhof

    1765: Goethe reist als Sechzehnjähriger durch Thüringen – Weimar 1765, im Geburtsjahr von Christiane – Not der Familie – 1771: Tod der Mutter – Mißernte – Hungersnot

    Das Kind Christiane: mögliche Spielorte, die Weimarer Brunnen, Schulbesuch

    Goethe als Student in Straßburg – 1774: Wiederheirat von Christianes Vater – 1774: Goethes »Die Leiden des jungen Werthers«

    Carl August, der 1775 die Regentschaft übernimmt, lädt den Verfasser des »Werthers« nach Weimar ein

    7. November 1775: Goethes Ankunft in Weimar – Christiane Vulpius ist zehn – Hoffnungen ihres Vaters beim Regierungsantritt des jungen Herzogs

    Ihr Bruder Christian August besucht das Gymnasium – Eine Bildergeschichte des vierzehnjährigen Christian August

    Herbst 1781: der Bruder studiert Jura in Jena – 1782: Amtsvergehen des Vaters, Entlassung – Tod der Stiefmutter – Finanzielle Not – Christiane sorgt mit für den Familienunterhalt, Arbeit in der Putzmacher-Werkstatt von Caroline Bertuch und Auguste Slevoigt

    1783: Verurteilung der Kindsmörderin Anna Catharina Höhn, Hinrichtung mit dem Schwert am 23. November 1783 in Weimar; die achtzehnjährige Christiane als Zuschauerin, Goethe als verantwortlicher Minister – 1784: Christiane und Christian August Vulpius erwerben das Bürgerrecht der Stadt Weimar

    1786: Tod des Vaters – Der Bruder als Schriftsteller, sein »Glossarium für das Achtzehnte Jahrhundert« – Hilfe durch Goethe; mit dessen Abreise nach Italien verliert Vulpius jegliche Unterstützung

    Goethes ungeteilte Existenz in Italien, sexuelles Erleben; er legitimirt sich wieder als lebendig – Rückkehr nach Weimar als Künstler und Gast

    Fremdheit, Spannungen zu Charlotte von Stein – Anfang Juli 1788: Begegnung mit Christiane Vulpius; geheime Liebesbeziehung über ein dreiviertel Jahr

    Öffentlichwerden der Beziehung – Bruch mit Charlotte von Stein – Schwangerschaft Christianes, ihre Angst vor Strafen wegen anticipirten Beischlafs

    Die Provokation: Goethes Entschluß zum Zusammenleben in freier Liebe – Strafmaßnahme des Hofes: er muß in die Jägerhäuser vor die Tore der Stadt ziehen

    Geburt des Sohnes August am 26. Dezember 1789 – Krise Goethes, erneute Italienreise

    Sehnsucht nach dem zurückgelaßnen Erotico und dem kleinen Geschöpf in den Windeln – Christiane in Weimar, Seidel als Haushaltsvorstand

    Rückkehr Goethes – Erneute Reise als Begleiter des Herzogs zu Manövern nach Schlesien

    1790/91: Arbeits- und Lebensglück in den Jägerhäusern – Die Maler Lips und Meyer porträtieren Christiane

    Zweite Schwangerschaft: 14. Oktober 1791, eine Totgeburt

    Sommer 1792: Umzug in das Haus am Frauenplan

    Goethe mit Herzog Carl August 1792 auf dem Frankreichfeldzug; seine Briefe an Christiane, ihr Alltag in Weimar – Rückkehr

    Schwangerschaft – Goethe nimmt im Sommer 1793 an der Blockade von Mainz teil – Erste überlieferte Briefe Christianes

    Geburt der Tochter Caroline am 21. November 1793, Tod am 3. Dezember 1793

    Abschluß der Umbauarbeiten am Frauenplan, Repräsentanz des Hauses – Öffentliches und Privates getrennt: Goethe als der andere Mensch mit Christiane, sie im Hintergrund als die von Goethesche Haushälterin

    Herbst 1794: Beginn der Freundschaft zwischen Goethe und Schiller, Goethes Produktivität: Sie haben … mich wieder zum Dichter gemacht

    Goethe verlegt seinen Arbeitsplatz nach Jena; ein zweiter Haushalt für Christiane – Jahre eines schmerzlichen Lernprozesses, sie muß hinter das Werk zurücktreten

    Sommer 1795: »Die Römischen Elegien« erscheinen

    30. Oktober 1795: Geburt des vierten Kindes, des Sohnes Carl, Tod am 16. November 1795

    Getrennte Lebenssphären: Goethe mit Schiller und dessen Familie, Wiederannäherung an Frau von Stein, der Sohn August bei Charlotte – Christiane mit ihrem Bruder, der Tante, ihren Verwandten

    Ihre Bitten für die Weimarische Armuth

    Goethe und seine Mutter, der Verkauf des Elternhauses in Frankfurt – Goethe bemüht sich um eine Witwenpension für Christiane

    Goethe läßt Christiane am Fortgang seiner Arbeiten teilhaben – Ihr Mißmut über seine Abwesenheit, Eingriffe in seine Arbeit, Protest gegen seinen Plan, nach Italien zu reisen

    24. Juli 1797: Er stellt Christiane Vulpius und den Sohn durch ein Testament wirtschaftlich sicher

    Gemeinsame Reise nach Frankfurt zur Mutter – Christiane und August kehren nach Weimar zurück, Goethe reist in Richtung Italien weiter; ihre Klagen, sein Entschluß zur Rückkehr: Ihr allein bedürft meiner, die übrige Welt kann mich entbehren

    Goethe sieht sich in seiner Arbeit bedrängt – Trennungsabsichten

    Christianes Ängste – Urteile Dritter über Goethes »wilde Ehe« – Spannungen

    Das Landgut – Zäsur im November 1798: Zeichen einer Neuregelung ihrer Beziehung

    Mai 1800: die Reise nach Leipzig als heimliche Hochzeitsreise

    Christiane und die Weimarer: ich werde immer mißtrauischer gen alle Menschen

    Anfang 1801: Goethe erkrankt lebensgefährlich, Christianes Pflege – Genesungsaufenthalt mit dem Sohn in Bad Pyrmont

    Goethe legitimiert den Sohn, das Gebrechen seiner Geburt wird von ihm genommen, er erhält den Namen des Vaters

    Christiane bleibt das Fräulein, die Demoiselle Vulpius

    Augusts Verhältnis zur Mutter – Spannungen zwischen Goethe und Schiller

    Christianes Freundschaft zu Heinrich und Nikolaus Meyer

    16. Dezember 1802: Geburt der Tochter Kathinka, ihr Tod am 19. Dezember 1802

    1803: Goethe täglich verdrüßlicher, ganz Hypochonder, Angriffe der Kotzebue-Partei, Mißerfolge am Theater, Spannungen mit Schiller, Christianes Beistand

    Ihr Kuraufenthalt in Bad Lauchstädt: es ist mir, als hätte ich wieder ganz neues Leben bekommen

    Schulbesuch des Sohnes, Riemer als neuer Hofmeister – Christiane und Nikolaus Meyer

    1805: Goethes schwere Krankheit – Schillers Tod – Thüringen füllt sich mit Soldaten

    Christiane: ich komme fast den ganzen Tag nicht zu mir selbst

    Tod ihrer Schwester am 7. Januar 1806, Tod ihrer Tante am 1. März 1806

    Einsamkeit von Goethe und Christiane nach dem Tod ihnen naher Menschen

    Goethe sucht nach einer neuen Lebensweise – Getrennte Kuraufenthalte: er in Karlsbad, sie in Lauchstädt

    Nacht vom 14. zum 15. Oktober 1806 nach der Schlacht von Jena

    Lebensgefahr – Goethe: größte Sorge … für meine Papiere

    19. Oktober 1806: Trauung in der Sakristei der Jakobskirche zu Weimar; Eingravierung des Datums der Schlacht in die Trauringe

    Reaktion der Öffentlichkeit auf die Hochzeit

    Goethes Deutung von Napoleons Sieg, er ordnet seine gesamte Existenz neu, stellt sie auf die Grundlage des bürgerlichen Gesetzes – Bemühung um die vollen Eigentumsrechte des Hauses am Frauenplan

    Christiane als Frau Geheime Räthin von Goethe, verstärkte Vorurteile gegen sie

    Goethes neue Lebensweise mit der Eheschließung: monatelange Aufenthalte allein in Böhmen, Hinwendung zu jungen Frauen

    1807: Christiane besucht ihre Schwiegermutter in Frankfurt – Bettine Brentano in Weimar

    Tod von Katharina Elisabetha Goethe am 13. September 1808, Christiane reist wiederum nach Frankfurt zur Regelung der Erbschaftsangelegenheiten

    Goethes Leidenschaft zu Silvie von Ziegesar – Ärger als Theaterdichter

    Christiane als Schlichterin – Winter 1808: Goethe setzt sich für die Anerkennung seiner Frau in den Adelskreisen Weimars ein

    Christiane: meine jetzige Existenz ist ganz anders als sonst

    Die Künstler Bardua, Raabe und Weißer porträtieren Christiane

    Nikolaus Meyer erneut in Weimar – Beförderung von Christianes Bruder

    1809: Goethe arbeitet an den »Wahlverwandtschaften«, Christiane und ihre Gesellschafterin Caroline als erste Leserinnen

    1810: Spannungen – Goethe sieben Monate abwesend – Christiane zu Goethes Äuglichen: … vergiß nur nicht ganz Dein ältstes, ich bitte Dich, denke doch zuweilen an mich

    1811: Christiane reist zu Goethe nach Karlsbad

    September 1811: Zerwürfnis zwischen Christiane von Goethe und Bettine von Arnim; in der Folge sagt sich Goethe von Bettine los

    1812: Reise nach Böhmen, Goethe in Teplitz als Vorleser der Kaiserin, Christiane und ihre Gesellschafterin in Karlsbad

    Krieg: traumatisches Jahr 1813 – Goethe flüchtet nach Böhmen

    Christiane in Weimar mit Einquartierungen beschäftigt

    12. Juli 1813: Hochzeitstag, von Goethe in Karlsbad im Stillen gefeiert; nach der Rückkehr das Gedicht »Gefunden« als Geschenk für Christiane

    Völkerschlacht bei Leipzig, fliehende napoleonische Truppen und die sie verfolgenden Sieger in Weimar, erneute Lebensgefahr

    »Patriotischer Frauenverein« in Weimar – Aufruf des Herzogs für Kriegsfreiwillige gegen Napoleon

    August von Goethe meldet sich – Goethes Aktivitäten gegen einen Militäreinsatz des Sohnes

    1814: Frühlingsaufenthalt von Christiane und Goethe in Bad Berka

    Duellforderung an August von Goethe, Beilegung durch Diplomatie des Vaters

    Goethes Herbstreise in die Rhein-Main-Gegend, Bekanntschaft mit Marianne von Willemer

    Schöpferischer Neuansatz im »West-östlichen Divan«, Verjüngung Goethes – Christianes nachlassende Kräfte, Krankheit

    Kuraufenthalt in Berka – Januar 1815: ein Schlaganfall, Christiane zwei Querfinger vom Tode

    1815: Goethes erneute Rhein-Main-Reise – Leidenschaft für Marianne von Willemer

    Christiane mit Madame Kirsch in Böhmen zur Kur, Depressionen

    Unterbrechung des Briefwechsels, ihre Einsamkeit

    Goethes versöhnende Briefe vom September aus Frankfurt und Heidelberg

    Herbst in Weimar: Goethe froh und wohl, wie seit zehn Jahren nicht, seine Arbeitsintensität

    Christianes letztes Lebenshalbjahr, ihre Tagebuchnotizen vom 1. Januar bis 30. Mai 1816: Gemeinsamkeiten mit Goethe: Mahlzeiten, Komödienbesuche, Spazierfahrten; und getrenntes Leben: Christiane mit ihren Verwandten, ihren Freunden, mit den Komödianten

    Haus und Haushalt fest in ihren Händen – Ihr Verhältnis zur Dienerschaft

    Ihr Alltag – Goethe als Staatsminister zum Huldigungsfest bei Hofe

    Christiane, die Frau Staatsministerin – Goethe in Jena

    29. Mai: erneuter Schlaganfall Christianes – Die letzten Tage – Ihr Tod am 6. Juni 1816

    Die Totenfrau – Beerdigung am 8. Juni

    Goethes Schweigen über Christiane nach ihrem Tod

    Ihr verfallendes Grab auf dem Jakobsfriedhof – Goethe-Familiengrab auf dem Camposanto Weimars durch Goethes Schwiegertochter Ottilie

    Die Goethe-Gesellschaft in Weimar schafft 1888 auf dem Jakobsfriedhof eine Grabstätte als Erinnerung an Goethes Frau

    Christianes Lebensleistung im Kraftfeld von Goethes schöpferischer Produktivität: ihre glückliche Art zu sein, ein Geschöpf, das in glücklicher Gelassenheit den engen Kreis seines Daseins hingeht, von einem Tag zum andern sich durchhilft"