"Die Meistersinger von Nürnberg" in deutscher Wahrnehmung mehr als ein heiteres Stück Musiktheater
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
14.11.2008
Verlag
GRINSeitenzahl
5 (Printausgabe)
Dateigröße
297 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783640211159
amerikanischen Exil - und tatsächlich ist Wagners Werk oft noch heute bei Intellektuellen in
Deutschland trotz seines Ruhmes als Schöpfer des 'Gesamtkunstwerkes' und der Bayreuther
Festspiele verpönt. Gerade das Vorspiel zu den Meistersingern von Nürnberg und die
Schlussansprache des Hans Sachs auf der Festwiese werden sogar von manchen
Opernfreunden mit geradezu körperlichem Unbehagen gehört. Schon der zeitgenössische
Rezensent Eduard Hanslick bezeichnete die Musik zu Beginn des ersten Aktes als
"blutrünstig":
Das donnernde C-Dur, der gewaltige Einsatz des Tutti-Klangkörpers, die rhythmischen
Marschmusikanklänge im Schlagwerk und der fanfarenartige Gebrauch des Blechs zu Beginn
des Vorspiels wirken viel zu dominant und martialisch für eine musikalische Komödie aus
dem romantisierten Nürnberg der Reformation. Zudem hat sich mit den Jahren eine immer
getragenere musikalische Auffassung des Orchestervorspiels eingebürgert - hatte Wagner
selbst nur etwa 8 Minuten dafür benötigt, wählen die Dirigenten seit den 20-er Jahren deutlich
langsamere Tempi, die die Dauer des Präludiums um bis zu zwei Minuten verlängern.
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