München und Wien: Eine Serie brutaler Morde an katholischen Geistlichen schockiert die Öffentlichkeit. Die Opfer werden auf grausame Weise gefoltert und getötet. Am Tatort werden mysteriöse Hinweise gefunden, die jedoch niemand entschlüsseln kann. Kriminalbeamtin Jutta Stern und ihr Partner Thomas Neumann stehen vor einem Rätsel. Was hat die Opfer verbunden? Was treibt den Mörder an? Bei ihren Ermittlungen stößt Jutta auf eine Mauer aus Angst und Schweigen - doch dann entdeckt sie eine Spur, die weit in die Vergangenheit zurückreicht ...
Kundinnen und Kunden meinen
4.8/5.0
eskimo81
Book Circle Community
5/5
29.10.2023
Buch (Taschenbuch)
Denn im Dunkeln spricht man nicht
Eine brutale Serie von Morden an katholischen Geistlichen in München und Wien schockiert die Öffentlichkeit. Die Opfer werden grausam gefoltert und getötet. Was ist das Motiv / der Grund?
Kriminalbeamtin Jutta Stern und ihr Partner Thomas Neumann stehen vor einem Rätsel. Als sie auf eine Mauer aus Angst und Schweigen stossen merken sie, wie viel mehr hinter dem gesamten steckt - die Vergangenheit holt jeden ein - früher oder später…
Jennifer B. Wind hat einen Thriller erschaffen, der direkt unter die Haut kriecht, einen nicht mehr loslässt, der tief, sehr tief ankommt und bei dem man wirklich am Schluss dasitzt und sich fragt, ist das tatsächlich Realität?
Glücklicherweise hat die Autorin zu dem Thema ein Schlusswort geschrieben - nur dieses, dieses verstört dann endgültig! Sie hat den Mut, ein heikles Thema anzuprangern, mit dem Finger darauf zu zeigen und klar zu sagen. Es wurde Mist gebaut, bitte badet ihn wieder aus.
Da ich nicht zu viel sagen möchte, sprich nicht spoilern, geh ich nicht näher darauf ein - aber eins muss jedem Leser, der diesen Thriller zur Hand nimmt klar sein - danach ist nichts mehr, wie es war!
Selten habe ich während eines Thriller den Kloss im Hals gespürt, den Wunsch, abzubrechen, nicht weil das Buch so schlecht ist, das absolut nicht, sondern weil die Thematik so erschreckend, so berührend, so beängstigend, so - einfach der pure Horror ist. Die Autorin schreibt unverblümt über eine Wahrheit, die man verdrängen möchte, die man nicht glaubt, nicht glauben möchte… Ein Thema, wer das kalt lässt, der hat kein Herz.
Ein Schreibstil, unverblümt, direkt, ehrlich, spannend und fesselnd. Ein Debüt - Wahnsinn, solche Autoren braucht es viel mehr! Wann kommt der nächste?
Wovon ich mir gut überlegen muss, nochmals ein Buch von Jennifer B. Wind in die Hand zu nehmen, ich weiss nun, dass das schlaflose Nächte bedeutet. :-) Einfach ein absolut genialer Thriller!
Fazit: Ein packender, fesselnder und spannender Thriller mit einem Thema im Hintergrund, so real und unverblümt geschrieben, fassungslos, atemlos fliegt man durch die Seiten, möchte das Buch eigentlich weglegen, weil man die Szenen nicht fassen kann, nicht lesen möchte.. Ein Fingerzeig - ein wichtiges Thema - jeder sollte es lesen, aber - wer nicht Nerven aus Drahtseil hat, der wird das Buch nicht lesen können. Der wird bei den ersten schockierenden Szenen, die die Augen öffnen sollte, das Buch weglegen. Man schläft danach unruhig, man bleibt nachdenklich und möchte nur eines. Aufklärung, dieses Thema gehört endlich, endlich aufgeklärt.
Tina Mönke
aus Bremen
5/5
09.06.2021
Buch (Taschenbuch)
Heftig,... - aber auch genial!
Ich hätte nie gedacht, dass mich ein Buch nach Sebastian Fitzeks "Der Augensammler" oder Veit Etzolds "Seelenangst" so dermaßen und bis zur letzten Seite fesseln kann, trotz seines heftigen Inhaltes!!!
Immer, wenn man meint bzw. zu ahnen glaubt, was als nächstes passieren könnte, belehrt uns hier die Autorin prompt und stets eines Besseren, indem sie ihre Story in eine komplett andere Richtung lenkt.
Und genau damit schockte bzw. überraschte sie mich als Leserin, zog mich völlig in ihren Bann.... - oder besser gesagt: Lesezwang!!! - Na klar, ich musste doch gerade jetzt unbedingt weiterlesen und wissen, wie es denn nun weiterging! Nun ja, und das waren mir auf jeden Fall schon ein paar Stunden Schlafentzug wert!!! ;-) - Es hat sich vollends gelohnt!!!
Ich kann nur sagen: Ganz große Klasse! Ich bin von diesem Buch auf jeden Fall total begeistert. Der überaus flüssige und unkomplizierte Schreibstil mit seinen der heutigen Zeit angepasstem Dialogen hat mir besonders gut gefallen. Aber auch konnte ich mir stets die armen Kinder, die Opfer, die Räumlichkeiten sehr gut vorstellen und mich in jedwede Situation und Gefühlswelt aller Figuren in diesem Buch sehr gut hineinversetzen... auch ohne detaillierte Beschreibungen. Ich glaube, gerade das macht das gesamte Werk auch so wertvoll und mächtig. Hier war Weniger wirklich mehr!
Fazit: Den Namen "Jennifer B. Wind" sollte man sich in der Zukunft wirklich merken...!!!
Wertung insgesamt: Mehr als fünf Sterne wert!!!
goat
5/5
09.06.2021
Buch (Taschenbuch)
Schonungslos und ungeschönt!
Ein Serienkiller treibt sein Unwesen. In Wien wird ein Weihbischof und in München ein Priester bestialisch ermordet. Während Kriminalbeamtin Jutta Stern und ihre Kollegen Georg Kunze und Thomas (Tom) Neumann zunächst keine Verbindung zwischen den beiden Gottesmännern herstellen können, müssen sie jedoch bald feststellen, dass sich die beiden Toten doch gekannt haben. Die Spur führt zu einem alten Kloster einem ehemaligen Kinderheim, in dem die Geistlichen in den siebziger Jahren gearbeitet haben. Alle Personen, die etwas über das Kloster sagen könnten, schweigen jedoch beharrlich. Was bei den Ermittlungen dann aber ans Tageslicht kommt, lässt selbst den Beamten das Blut in den Adern gefrieren
Jennifer B. Wind hat durch ihre intensiven Recherchen einen grandiosen Thriller geschrieben, der einem geradezu den Atem raubt. Als Gott schlief ist nichts für zarte Gemüter und ich musste mehr als einmal tief durchatmen und schlucken, weil ich einen Kloß im Hals hatte. Noch immer gehört das Thema Kindesmissbrauch durch die Kirche zu den leider aktuellen Themen, die auch heute noch die Schlagzeilen beherrschen. Die Autorin verschweigt nichts und schockiert den Leser mit der schonungslosen, ungeschönten Wahrheit. Sie beweist Mut und der Erfolg beweist, dass sie alles richtig gemacht hat. Bei manchen Passagen hat mich ohnmächtige Wut ergriffen, ob der grausamen Dinge, die dieses Kreaturen den Kindern angetan haben.
Auch wenn es ein wenig in den Hintergrund rückt: Es handelt sich um einen Thriller und dieser bietet sehr viele Möglichkeiten, selber zu ermitteln. Während ich, genau wie die Kriminalbeamten, zunächst lange Zeit im Dunkeln tappte, schoss es mir plötzlich in den Kopf, wer der Täter sein könnte. Ich sage nur so viel: Ich habe mich nicht getäuscht.
Durch die Rückblenden in die Zeit, als das Kloster noch ein Kinderheim war, und die Erzählungen der kleinen Rebecca schafft es die Autorin, der ganzen Geschichte noch einen Hauch mehr Spannung zu verleihen als ohnehin schon. Für diesen Thriller vergebe ich fünf Sterne und freu mich schon auf das nächste Werk der Autorin.
Sonja
aus Freiburg
5/5
23.02.2015
Buch (Taschenbuch)
Hammer!!!
Selten habe ich einen Thriller gelesen, der mich so aufgewühlt hatte, konnte aber nicht aufhören zu lesen.
Jennifer B. Wind hat einen wirklich spannenden und zum Nachdenken anregenden Thriller geschrieben, der sich auf wahre Begebenheiten in Irland bezieht. Sie hat einen guten Flow und ein Gespür für Dialekte.
In Wien und München sterben Kleriker, die zuerst keine Verbindung haben, auf dieselbe grausame Weise. Die ermittelnden Polizisten arbeiten zusammen und finden die schreckliche Verbindung und das Motiv, doch keiner will etwas sagen, alle haben Angst. Aber so langsam arbeiten sie sich zu dem abscheulichem Geheimnis vor, dass im Namen Gottes passierte
Unglaublich packend, für alle Thriller-Fans ein Muss.
Bewertung
aus Hernstein-Aigen
5/5
22.11.2014
Buch (Taschenbuch)
Wahnsinnsbuch!
Da begriff ich, dass die Hölle aus vielen Zimmern bestand. Und ich war nur von einem in das andere gegangen. Zitat aus Als Gott schlief
Dieser Satz, der mir besonders unter die Haut ging, beschreibt eindringlich, was man eigentlich nie hören, wissen oder lesen wollte und was man trotzdem nicht aus der Hand legen kann, auch wenn einem die Tränen in den Reader tropfen.
Aber der Reihe nach:
In Wien werden binnen Kurzem zwei katholische Kirchenmänner bestialisch ermordet. Bevor die Kriminalbeamten Jutta Stern und ihr Partner Tom Neumann noch Erkenntnisse über die möglichen Täter bekommen konnten, weil sie überall an Mauern des Schweigens prallen, geht die Mordserie in Deutschland weiter.
Die Ahnung, dass hier Rache im Spiel sein muss, stellt sich beim Leser ziemlich bald ein, nämlich spätestens zu dem Zeitpunkt, wo man in Rückblenden mit Szenenausschnitten der Kindheit Rebeccas in einem katholischen Kinderheim konfrontiert wird. Man will sich so etwas nicht vorstellen, nicht dass überhaupt Menschen das Kindern antun können. Und doch kann man nicht aufhören zu lesen, selbst wenn man fast tränenblind weiterkämpft. Ja, kämpft. Denn ein Kampf ist es allemal, sich diese Grausamkeiten vor Augen zu führen und nicht beschämt, angeekelt und unendlich traurig zu resignieren.
Denn die bittere Realität ist, dass solche Dinge nicht nur damals passiert sind. Nicht in Entwicklungsländern oder in kleinen Kommunen fernab der wirklichen Welt. Nein, sie passierten mitten unter uns, gestern, heute und wahrscheinlich auch morgen. Und in einem nie gewesenen Ausmaß seit es das Internet gibt. Oder glaubt irgendwer, dass die Kinderschänderfotos gestellt sind?
Jutta Stern und Tom suchen verzweifelt nach einer Verbindung der Opfer. Denn sie sind mittlerweile davon überzeugt, dass sie es mit einem Serienmörder zu tun haben. Aber selbst als sie das Bindeglied finden, sind sie keinen Schritt weiter, was den möglichen Mörder betrifft.
Dieses Krimidebüt von Jennifer B. Wind geht unter die Haut. Berührt, trifft mitten ins Herz. Und wenn man denkt, schlimmer kann es jetzt nicht mehr kommen, beweist uns die Autorin, das geht allemal.
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