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Joshua Ferris

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Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

Gesprochen von

Matthias Brandt

Spieldauer

7 Stunden und 11 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

30.08.2010

Hörtyp

Lesung

Fassung

gekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

50

Verlag

Random House Audio

Originaltitel

The Unnamed (Reagan Arthur)

Sprache

Deutsch

EAN

9783837176896

Beschreibung

Rezension

"Schauspieler Matthias Brandt liest Tims Geschichte ebenso nüchtern und einfühlend. Großartige Literatur, gut präsentiert."

Produktdetails

Family Sharing

Ja

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Gesprochen von

Matthias Brandt

Spieldauer

7 Stunden und 11 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

30.08.2010

Hörtyp

Lesung

Fassung

gekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

50

Verlag

Random House Audio

Originaltitel

The Unnamed (Reagan Arthur)

Sprache

Deutsch

EAN

9783837176896

Herstelleradresse

Random House Audio [9]
Neumarkter Str. 28
81673 München
Deutschland
Email: info@service.penguinrandomhouse.de
Url: www.penguinrandomhouse.de
Fax: +49 89 41363333

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Unruhe, körperlich

Martin Bär aus St. Johann am 24.09.2012

Bewertungsnummer: 790213

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Tim Farnsworth sollte glücklich sein: er ist erfolgreicher Anwalt und hat Haus und Kind. Vielleicht erwischt es die scheinbar Glücklichen umso leichter? Ihn überfällt von einem Moment auf den anderen ein Zwang, zu gehen, ins Freie, immer weiter, bis zur Erschöpfung. Das kann in einer Besprechung in der Kanzlei sein oder mitten in der Nacht, Tim hat das nicht im Griff. Es scheint so, als ob seine Beine ihm dann nicht mehr gehorchen, er muss diesem Zwang einfach nachgeben und geht drauflos. Wenn er vollkommen erschöpft wieder zu sich kommt, ruft er seine Frau Jane an, die ihn dann aufsammelt. Diese Anfälle werden immer häufiger und extremer. Jane bereitet Outdoor-Equipment für Tim vor, damit er wenigstens ausgerüstet losstartet und sich bei Wind und Wetter nicht durch leichte Kleidung noch mehr gefärdet. Natürlich belastet dieser Wahn die Partnerschaft und die Familie, was soll man tun, wie kann man helfen? In ihrer Verzweiflung bindet Jane Tim bei einem neuerlichen Anfall an ein Bett fest, aber das ist doch für alle zu belastend. Josua Ferris schildert in seinem beklemmenden Roman die fortschreitende psychische Verwahrlosung eines ganz normalen Ehemanns und Familienvaters und wie die Familie daran zerbricht. Sehr beeindruckend, sehr lesenswert!

Unruhe, körperlich

Martin Bär aus St. Johann am 24.09.2012
Bewertungsnummer: 790213
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Tim Farnsworth sollte glücklich sein: er ist erfolgreicher Anwalt und hat Haus und Kind. Vielleicht erwischt es die scheinbar Glücklichen umso leichter? Ihn überfällt von einem Moment auf den anderen ein Zwang, zu gehen, ins Freie, immer weiter, bis zur Erschöpfung. Das kann in einer Besprechung in der Kanzlei sein oder mitten in der Nacht, Tim hat das nicht im Griff. Es scheint so, als ob seine Beine ihm dann nicht mehr gehorchen, er muss diesem Zwang einfach nachgeben und geht drauflos. Wenn er vollkommen erschöpft wieder zu sich kommt, ruft er seine Frau Jane an, die ihn dann aufsammelt. Diese Anfälle werden immer häufiger und extremer. Jane bereitet Outdoor-Equipment für Tim vor, damit er wenigstens ausgerüstet losstartet und sich bei Wind und Wetter nicht durch leichte Kleidung noch mehr gefärdet. Natürlich belastet dieser Wahn die Partnerschaft und die Familie, was soll man tun, wie kann man helfen? In ihrer Verzweiflung bindet Jane Tim bei einem neuerlichen Anfall an ein Bett fest, aber das ist doch für alle zu belastend. Josua Ferris schildert in seinem beklemmenden Roman die fortschreitende psychische Verwahrlosung eines ganz normalen Ehemanns und Familienvaters und wie die Familie daran zerbricht. Sehr beeindruckend, sehr lesenswert!

Beunruhigend, erschütternd, verstörend, aber großartig geschrieben

Bewertung am 07.09.2012

Bewertungsnummer: 402925

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Joshua Ferris ist ein in den US bereits sehr beachteter Autor. Sein erster Roman „Wir waren unsterblich“ (Rowohlt Taschenbuch) wurde mit dem Hemingway Foundation/Pen Award 2007 ausgezeichnet. Auch in seinem zweiten Roman geht es wieder um Menschen in Extremsituationen. Er beschreibt die Leidensgeschichte eines Mannes, der sich langsam aber sicher zu Grunde richtet, bzw. den Kampf gegen sich selbst verliert. Seine Hauptperson ist Tim Farnsworth, ein anerkannter Partner einer angesehenen New Yorker Rechtsanwaltskanzlei, verheiratet mit Jane, einer Immobilienmaklerin und Vater einer pubertierenden Tochter. Eigentlich hat diese Familie alles, was man angeblich zum Glücklich sein braucht: viel Geld, eine heile Familie, eine Arbeit, die einem Spaß macht und ein ansehnliches Haus im grünen Speckgürtel. Doch dieses Idyll täuscht. Tim arbeitet fast bis zum Umfallen und vernachlässigt seine Familie. Irgendwann fängt sein Körper oder seine Psyche an zu rebellieren, und er bricht einfach aus. Und dies tut er im wahrsten Sinne des Wortes, er geht einfach, ggf. auch mitten in einem Gespräch, los und läuft bis sein Körper erschöpft ist. Dann schläft er auf der Stelle ein, egal wo er sich gerade befindet. Natürlich ist dies völlig außerhalb der gesellschaftlichen Normen und Toleranzen und passt auch nicht zu seinem sonst zu durchgeplanten Leben, aber er hat einfach keine andere Wahl. Also verschleiert er seine Krankheit und rennt von Arzt zu Arzt, aber keiner hat eine Idee, was dahinter steckt. Seine Frau hält zu ihm und sammelt ihn nach seinen unfreiwilligen Ausflügen immer wieder ein. Danach päppelt sie ihn wieder auf. Doch ohne jede Vorwarnungen geht es wieder von vorne los. Aber irgendwann geht es so nicht mehr weiter und alles bricht zusammen. Dieses Szenario beschreibt Joshua Ferris so was von beeindruckend. Man zittert mit den Hauptpersonen mit und wünscht sich so sehr, dass es irgendwann eine Lösung gibt. Am Ende des Buches war ich völlig erschlagen – hat Tim Farnsworth jetzt gesiegt oder nicht? Mich hat dieses Buch sehr gefesselt, aber auch verstört zurückgelassen. Ist dieses Buch jetzt eine hervorragend geschriebene Psychostudie oder will uns der Autor damit einen Spiegel unseres heutigen Lebens vorhalten?

Beunruhigend, erschütternd, verstörend, aber großartig geschrieben

Bewertung am 07.09.2012
Bewertungsnummer: 402925
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Joshua Ferris ist ein in den US bereits sehr beachteter Autor. Sein erster Roman „Wir waren unsterblich“ (Rowohlt Taschenbuch) wurde mit dem Hemingway Foundation/Pen Award 2007 ausgezeichnet. Auch in seinem zweiten Roman geht es wieder um Menschen in Extremsituationen. Er beschreibt die Leidensgeschichte eines Mannes, der sich langsam aber sicher zu Grunde richtet, bzw. den Kampf gegen sich selbst verliert. Seine Hauptperson ist Tim Farnsworth, ein anerkannter Partner einer angesehenen New Yorker Rechtsanwaltskanzlei, verheiratet mit Jane, einer Immobilienmaklerin und Vater einer pubertierenden Tochter. Eigentlich hat diese Familie alles, was man angeblich zum Glücklich sein braucht: viel Geld, eine heile Familie, eine Arbeit, die einem Spaß macht und ein ansehnliches Haus im grünen Speckgürtel. Doch dieses Idyll täuscht. Tim arbeitet fast bis zum Umfallen und vernachlässigt seine Familie. Irgendwann fängt sein Körper oder seine Psyche an zu rebellieren, und er bricht einfach aus. Und dies tut er im wahrsten Sinne des Wortes, er geht einfach, ggf. auch mitten in einem Gespräch, los und läuft bis sein Körper erschöpft ist. Dann schläft er auf der Stelle ein, egal wo er sich gerade befindet. Natürlich ist dies völlig außerhalb der gesellschaftlichen Normen und Toleranzen und passt auch nicht zu seinem sonst zu durchgeplanten Leben, aber er hat einfach keine andere Wahl. Also verschleiert er seine Krankheit und rennt von Arzt zu Arzt, aber keiner hat eine Idee, was dahinter steckt. Seine Frau hält zu ihm und sammelt ihn nach seinen unfreiwilligen Ausflügen immer wieder ein. Danach päppelt sie ihn wieder auf. Doch ohne jede Vorwarnungen geht es wieder von vorne los. Aber irgendwann geht es so nicht mehr weiter und alles bricht zusammen. Dieses Szenario beschreibt Joshua Ferris so was von beeindruckend. Man zittert mit den Hauptpersonen mit und wünscht sich so sehr, dass es irgendwann eine Lösung gibt. Am Ende des Buches war ich völlig erschlagen – hat Tim Farnsworth jetzt gesiegt oder nicht? Mich hat dieses Buch sehr gefesselt, aber auch verstört zurückgelassen. Ist dieses Buch jetzt eine hervorragend geschriebene Psychostudie oder will uns der Autor damit einen Spiegel unseres heutigen Lebens vorhalten?

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