Somers Leben ist genauso, wie sie es sich immer vorgestellt hat. Frisch verheiratet, mit einem neuen Job als Ärztin in San Francisco. Doch dann stellt sie fest, dass sie keine Kinder bekommen kann. Zur gleichen Zeit wird in einem abgelegenen indischen Dorf ein Mädchen geboren. Kavita, die Mutter, erkennt, dass sie das Leben ihrer Tochter nur retten kann, wenn sie sie weggibt. Als Somer und ihr Ehemann ein Foto des Mädchens in einem Waisenhaus in Mumbai sehen, entscheiden sie sich für eine Adoption. Somer ahnt, dass dieser Weg nicht leicht wird. Aber sie hofft, dass Liebe alle Probleme lösen kann.
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Familiengeschichte zwischen zwei Kulturen
Bewertung aus Esslingen am Neckar am 11.01.2021
Bewertungsnummer: 790849
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
In "Geheime Tochter" von Shilpi Somaya Gowda tauchen wir in zwei Welten ab, die einiges gemeinsam haben. Während die eine Welt exotisch, andersartig und fremd anmutet, ist die zweite dem Leser dann doch eher vertrauter und "näher". Wie diese zwei Welten miteinander verwoben sind, das erzählt diese berührende Familiengeschichte.
Kavita und Jasu sind ein indisches Ehepaar, die Eltern werden. Allerdings ist das Kind ein Mädchen, die Familie ist arm und könnte niemals eine Mitgift aufbringen. Schweren Herzens beschließt die Mutter, das Kind in ein Waisenhaus zu bringen, nur so kann das Mädchen überleben.
In den USA erfahren der indischstämmige Kris und seine Frau Somer, dass sie keine Kinder bekommen können. Es ist ein herber Schlag für das glückliche Ärztepaar. Sie entschließen sich für eine Adoption in Indien.
Wie das Ganze sich nun verbindet - man braucht kein Hellseher zu sein, um den weiteren Verlauf der Story zu ahnen, denn die Versatzstücke dazu sind wohlbekannt. Eine Adoption, ein Kind, das erfährt, dass es adoptiert ist und seine wahren Eltern kennenlernen will, eine Mutter, die nie verkraftet hat, dass sie ihr Kind weggeben musste, das alles auch noch kulturübergreifend - wahrlich nichts Neues.
Warum dieses Buch trotzdem eine sehr gute Wertung von mir erhält? Ganz einfach, weil es berührend und frei von Kitsch die einzelnen Schicksale beschreibt. Die Entwicklung der Menschen, die Denkweisen, der Umgang mit dem Leben und seinen Verwicklungen wirkte auf mich zu jeder Zeit glaubhaft und echt. Sei es Somer, die von der selbstbewußten Ärztin zur traurigen und ängstlichen Frau mutiert, seien es die indischen Eltern, die versuchen, für sich und ihren später geborenen Sohn ein besseres Leben zu erarbeiten. Ich kann mir ansatzweise vorstellen, wie Asha sich fühlen muss unter den ganzen blonden US-Beauties, sie mit ihrem exotischen Aussehen. Dass Kris immer kompromissloser und härter wird, in diesem Land, was nicht seine Heimat ist, mit einer Frau, die sich so verändert, wie er es nie für möglich gehalten hätte.
Würde ich das Buch als kulturelles Kaleidoskop sehen, hätte ich in meiner Wertung durchaus Abzüge vornehmen müssen. Das Buch legt weitaus mehr Augenmerk auf die amerikanische Seite, beschreibt in Indien nur das Nötigste, auch wenn eine farbenprächtige Welt entsteht. Aber Indien ist eben genau das nicht, eine nur farbenprächtige, exotische Welt. Die Schattenseiten werden im Buch fast komplett außer Acht gelassen. Klar, durchaus ein Kritikpunkt, betrachtet man das Buch wie gesagt als Spiegelbild einer Kultur.
Da für mich aber die Familiengeschichte wichtig war, sehe ich das Buch eher losgelöst von seinen Handlungsorten. Und die Geschichte, die erzählt wird, hat mich zutiefst bewegt, die Charaktere, die alle so sehr nach ihrem Platz im Leben suchen, nach Glück streben, das nicht immer gelingt, haben mich wirklich für sich eingenommen. Da ich rein diese Geschichte bewerte, kann ich nicht anders als die Höchstnote ziehen. Denn diese ganzen Schicksalsverwicklungen so wohltuend kitschfrei zu erzählen, noch dazu mit einer Art Happy-End, die aber doch vieles offenlässt, das schafft nicht jede Autorin. Für mich ein kleines, gefühlvolles Highlight des beginnenden Leseherbstes!
Sehr schöne Geschichte
Bewertung aus Zorneding am 30.08.2018
Bewertungsnummer: 1129571
Bewertet: eBook (ePUB 3)
Ich habe das Buch innerhalb ein paar Tage durchgelesen. Ich finde die Geschichte sehr gut geschrieben und ich finde es sehr gut das sie aus der Sicht mehrerer Beteiligten geschrieben worden ist. Auch wird sehr gut dargestellt wie die Lebensumstände in Indien sind. Kann das Buch nur weiterempfehlen.
Meinung aus der Buchhandlung
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Eine sehr bewegende Geschichte von einer nicht alltäglichen Adoption. Ein indisches Waisenmädchen wird von einem kalifornischen Arztehepaar adoptiert. Es ist wirklich interessant mitzuerleben, wie das Mädchen in Amerika aufwächst. Zeitgleich erfährt man auch über das Schicksal bzw. Lebensweg der indischen Familie. Da diese unter schwierigen fast "erzwungenen " Umständen ihre Tochter in ein Waisenhaus gegeben haben. Bewegend, erschütternd und glaubwürdig, das es so was wirklich gibt.
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Angenehm und leicht zu lesen ist dieser Roman, der sich mit dem Thema "Adoption" beschäftigt. Die hier erzählte Geschichte kommt realistisch rüber und gibt Einblicke in die indische Kultur. Lesenswert.
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