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Produktbild: Bartleby, Der Schreiber
Artikelbild von Bartleby, Der Schreiber
Herman Melville

1. Bartleby, Der Schreiber

Bartleby, Der Schreiber

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Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

Gesprochen von

Ueli Jäggi

Spieldauer

57 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

22.08.2007

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

20

Verlag

Hastings AG

Sprache

Deutsch

EAN

4056198021774

Beschreibung

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Family Sharing

Ja

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Gesprochen von

Ueli Jäggi

Spieldauer

57 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

22.08.2007

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

20

Verlag

Hastings AG

Sprache

Deutsch

EAN

4056198021774

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Bartleby – die passive Verweigerung

Bewertung (Mitglied der Orell Füssli Book Circle Community) am 18.06.2026

Bewertungsnummer: 3171228

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Wer kennt ihn nicht, Bartleby? Zumindest den Namen oder diesen berühmten Satz: „Ich möchte lieber nicht.“ Ich kannte ihn natürlich auch irgendwie, gelesen hatte ich ihn aber erst jetzt. Mit Moby Dick hatte ich meine Mühe. Das war für mich stellenweise wirklich ein Kampf. Bartleby ist ganz anders: kürzer, zugänglicher, fast locker erzählt – und trotzdem wird diese Geschichte immer unheimlicher und trauriger. Was mich so beeindruckt hat: Bartleby rebelliert nicht laut. Er hält keine Rede, er erklärt nichts, er bietet keine Alternative an. Er sagt einfach immer wieder, dass er lieber nicht möchte. Das klingt zuerst fast harmlos, bringt aber nach und nach das ganze System aus Arbeit, Gehorsam, Büro, Pflicht und Normalität ins Wanken. Für mich gehört Bartleby zu diesen literarischen Figuren, die nicht so funktionieren, wie die Gesellschaft es verlangt. Aber gerade weil er nicht kämpft und sich nicht rechtfertigt, wirkt er so stark. Er ist kein Held, eher eine stille Störung in einer Welt, die nur funktioniert, wenn alle mitmachen. Ich fand das erstaunlich modern. Eine kurze Erzählung, aber eine, die einen sofort zum Nachdenken über Arbeit, Anpassung und Gesellschaft bringt.

Bartleby – die passive Verweigerung

Bewertung (Mitglied der Orell Füssli Book Circle Community) am 18.06.2026
Bewertungsnummer: 3171228
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Wer kennt ihn nicht, Bartleby? Zumindest den Namen oder diesen berühmten Satz: „Ich möchte lieber nicht.“ Ich kannte ihn natürlich auch irgendwie, gelesen hatte ich ihn aber erst jetzt. Mit Moby Dick hatte ich meine Mühe. Das war für mich stellenweise wirklich ein Kampf. Bartleby ist ganz anders: kürzer, zugänglicher, fast locker erzählt – und trotzdem wird diese Geschichte immer unheimlicher und trauriger. Was mich so beeindruckt hat: Bartleby rebelliert nicht laut. Er hält keine Rede, er erklärt nichts, er bietet keine Alternative an. Er sagt einfach immer wieder, dass er lieber nicht möchte. Das klingt zuerst fast harmlos, bringt aber nach und nach das ganze System aus Arbeit, Gehorsam, Büro, Pflicht und Normalität ins Wanken. Für mich gehört Bartleby zu diesen literarischen Figuren, die nicht so funktionieren, wie die Gesellschaft es verlangt. Aber gerade weil er nicht kämpft und sich nicht rechtfertigt, wirkt er so stark. Er ist kein Held, eher eine stille Störung in einer Welt, die nur funktioniert, wenn alle mitmachen. Ich fand das erstaunlich modern. Eine kurze Erzählung, aber eine, die einen sofort zum Nachdenken über Arbeit, Anpassung und Gesellschaft bringt.

Unwiderstehlich - Der sanfte Widerstand.

Bewertung (Mitglied der Book Circle Community) am 07.01.2026

Bewertungsnummer: 2695395

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Diese Erzählung (erste Erscheinung 1853) vereint so viel Humorvolles, Verschrobenes, Tragisches und Liebvolles in sich – eine zeitlose Lesefreude über einen Menschen, der bis zum bitteren Ende einfach lieber nicht(s) möchte. Unglaublich, dass diese Geschichte über 170 Jahre alt ist. Ein mitfühlender, der christlichen Nächstenliebe verpflichteter Notar, beschäftigt vier ungewöhnliche Mitarbeiter in seiner Kanzlei in London. Und dies trotz derer skurrilen und störenden Animositäten: Turkeys Temperament ist am Morgen gemäßigt und nachmittags cholerisch, während der gereizte Nippers jeweils morgens durch giftige Kommentare auffällt und da ist noch der Junge namens Ginger Nut. Ein Lehrling, der die Botengänge erledigt und dazu gehörte auch, Pfeffernüsse für alle zu besorgen. Bartleby, der zwar ein unauffälliger und fleißiger Schreiberling ist, versteht es vortrefflich, sich von allen anderen Arbeiten zu drücken. Seine konsequente Haltung vertritt er ohne Rechtfertigung oder Erklärung, doch durchaus freundlich mit der Bemerkung: „Ich möchte lieber nicht.“ Diese sanft vorgebrachte Weigerung bringt den toleranten und barmherzigen Chef völlig durcheinander und schlussendlich an den Rand der Verzweiflung. Bartleby ist eine interessante Figur, die viele Fragen aufwirft. Die werden auch nie beantwortet. Etwas spannender fand ich jedoch den Notar: wie er versucht, Bartleby zu bewegen, wie er nach kreativen Lösungen sucht, wie er versucht, sich mit der Situation abzufinden, und wie es ihm einfach nicht gelingt, diesem passiven Widerstand etwas Wirkungsvolles entgegenzusetzen. Die zwischenmenschliche, sich auf das Umfeld immer weiter ausbreitende Dynamik ist fantastisch beschrieben. Hübsches Büchlein mit Essay über viele Deutungsversuche im Laufe der Zeit (was mir aber nicht so gut gefallen hat).

Unwiderstehlich - Der sanfte Widerstand.

Bewertung (Mitglied der Book Circle Community) am 07.01.2026
Bewertungsnummer: 2695395
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Diese Erzählung (erste Erscheinung 1853) vereint so viel Humorvolles, Verschrobenes, Tragisches und Liebvolles in sich – eine zeitlose Lesefreude über einen Menschen, der bis zum bitteren Ende einfach lieber nicht(s) möchte. Unglaublich, dass diese Geschichte über 170 Jahre alt ist. Ein mitfühlender, der christlichen Nächstenliebe verpflichteter Notar, beschäftigt vier ungewöhnliche Mitarbeiter in seiner Kanzlei in London. Und dies trotz derer skurrilen und störenden Animositäten: Turkeys Temperament ist am Morgen gemäßigt und nachmittags cholerisch, während der gereizte Nippers jeweils morgens durch giftige Kommentare auffällt und da ist noch der Junge namens Ginger Nut. Ein Lehrling, der die Botengänge erledigt und dazu gehörte auch, Pfeffernüsse für alle zu besorgen. Bartleby, der zwar ein unauffälliger und fleißiger Schreiberling ist, versteht es vortrefflich, sich von allen anderen Arbeiten zu drücken. Seine konsequente Haltung vertritt er ohne Rechtfertigung oder Erklärung, doch durchaus freundlich mit der Bemerkung: „Ich möchte lieber nicht.“ Diese sanft vorgebrachte Weigerung bringt den toleranten und barmherzigen Chef völlig durcheinander und schlussendlich an den Rand der Verzweiflung. Bartleby ist eine interessante Figur, die viele Fragen aufwirft. Die werden auch nie beantwortet. Etwas spannender fand ich jedoch den Notar: wie er versucht, Bartleby zu bewegen, wie er nach kreativen Lösungen sucht, wie er versucht, sich mit der Situation abzufinden, und wie es ihm einfach nicht gelingt, diesem passiven Widerstand etwas Wirkungsvolles entgegenzusetzen. Die zwischenmenschliche, sich auf das Umfeld immer weiter ausbreitende Dynamik ist fantastisch beschrieben. Hübsches Büchlein mit Essay über viele Deutungsversuche im Laufe der Zeit (was mir aber nicht so gut gefallen hat).

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