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Die Lüge Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

26.03.2015

Verlag

Fischer Taschenbuch Verlag

Seitenzahl

384

Maße (L/B/H)

19/12,5/2,7 cm

Gewicht

425 g

Auflage

2. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-596-18842-0

Beschreibung

Rezension

Es ist ein hochgradig irritierendes und hoch interessantes Buch zu gleich geworden. ("Zeit Online")
Kolbe vermittelt, wie ein Überwachungssystem bis in die intimsten Beziehungen hinein wirkte, und was es hieß, in der Windstille der Geschichte zu verharren. ("Deutschlandradio Kultur")
Wie Uwe Johnson auf Speed (…). Kolbe will es dem Leser nicht zu einfach machen, seine Prosa hat keinerlei Liebreiz und kennt keine falsche Harmonie. ("Spiegel Online")
Ohne moralischen Zeigefinger erzählt Uwe Kolbe von der verführbaren Eitelkeit der Kreativen in der DDR (…). Nie verliert er sich in ideologischen Theorien. ("Freie Presse")
Diese poetischen, treffenden, präzisen Beschreibungen, die haben mir gefallen. ("Hessischer Rundfunk, hr 2")
In zahlreichen Episoden wird die Gemengelage aus Stallwärme, Kleingeisterei und Freiheitsdrang eindrucksvoll lebendig. ("Der Tagesspiegel")
Mit diesem Roman schreibt Uwe Kolbe Literaturgeschichte. ("Mitteldeutsche Zeitung")

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

26.03.2015

Verlag

Fischer Taschenbuch Verlag

Seitenzahl

384

Maße (L/B/H)

19/12,5/2,7 cm

Gewicht

425 g

Auflage

2. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-596-18842-0

Herstelleradresse

FISCHER Taschenbuch
Hedderichstr. 114
60596 Frankfurt
DE

Email: produktsicherheit@fischerverlage.de

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emotional schwierig

Bewertung am 26.03.2015

Bewertungsnummer: 266247

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Sympathieträger sind sie nun gerade beide nicht - Vater und Sohn - und auch im Laufe des Buches wird man nicht so richtig warm mit ihnen. Der Vater Hinrich ist überzeugter Funktionär der DDR und für die Kultur der SED zuständig. Hinrich schanzt seinem Sohn Harry, einem begabten jungen Musiker die Aufträge zu . Der richtet sich bei allem Unbehagen in einem privilegiertem Leben mehr oder weniger perfekt ein , doch alles hat seinen unbarmherzigen Preis. Harry soll seine Kollegen bespitzeln und der der Stasi berichten ! Auch jetzt , an dieser Schnittstelle bricht der Konflikt zwischen Vater und Sohn nicht offen aus, die Chance einer echten Beziehung wird vergeben und alles bleibt in der Schwebe. Beide kennen die Abgründe des jeweilig anderen, beide können keine stabilen Beziehungen aufbauen und hinterlassen eine Spur von verlassenen Frauen , ungelebten Vaterschaften und enttäuschten Freunden... Bei aller Tristesse hat das Buch einen Sog , dem man sich nicht entziehen kann. Emotional kühl , distanziert ,und nicht zuletzt auch durch die eigenwillige , manchmal sperrige Sprache wird hier sehr klar und deutlich wie ein diktatorisches System enge mitmenschliche Bindungen verhindert ,sogar zerstört und Leben ungelebt bleibt !

emotional schwierig

Bewertung am 26.03.2015
Bewertungsnummer: 266247
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Sympathieträger sind sie nun gerade beide nicht - Vater und Sohn - und auch im Laufe des Buches wird man nicht so richtig warm mit ihnen. Der Vater Hinrich ist überzeugter Funktionär der DDR und für die Kultur der SED zuständig. Hinrich schanzt seinem Sohn Harry, einem begabten jungen Musiker die Aufträge zu . Der richtet sich bei allem Unbehagen in einem privilegiertem Leben mehr oder weniger perfekt ein , doch alles hat seinen unbarmherzigen Preis. Harry soll seine Kollegen bespitzeln und der der Stasi berichten ! Auch jetzt , an dieser Schnittstelle bricht der Konflikt zwischen Vater und Sohn nicht offen aus, die Chance einer echten Beziehung wird vergeben und alles bleibt in der Schwebe. Beide kennen die Abgründe des jeweilig anderen, beide können keine stabilen Beziehungen aufbauen und hinterlassen eine Spur von verlassenen Frauen , ungelebten Vaterschaften und enttäuschten Freunden... Bei aller Tristesse hat das Buch einen Sog , dem man sich nicht entziehen kann. Emotional kühl , distanziert ,und nicht zuletzt auch durch die eigenwillige , manchmal sperrige Sprache wird hier sehr klar und deutlich wie ein diktatorisches System enge mitmenschliche Bindungen verhindert ,sogar zerstört und Leben ungelebt bleibt !

Die Ehrlichkeit der Lüge

Bewertung aus Potsdam am 05.01.2016

Bewertungsnummer: 902555

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Ein spannendes Buch, das mich auch ein paar Tage nach dem Ende der Lektüre noch sehr bewegt. Und es hat mich ratlos zurück gelassen. Aber dazu später. Man merkt, Herr Kolbe versteht sich auf Lyrik: seine Sprache ist dicht und er schafft es, mit wenigen Worten Bilder und Gefühle entstehen zu lassen. Das hatte ich lange so nicht. Da sich unsere Wege im Berlin der 80er Jahre gekreuzt haben dürften, ohne sich zu berühren, war ich immer auf der Suche nach einem bekannten Menschen in dem Buch. Fehlanzeige.Vielleicht auch besser so. Zwei Dinge habe ich nicht verstanden: Warum der Laufe der Geschichte durch Zeitsprünge verwirrt werden musste und warum bei Menschen und Orten manchmal die Klarnamen und manchmal andere verwandt wurden. Biermann heißt Riebmann und Bhf-Lichtenberg Trichterberg. Kommt doch sonst alles ziemlich dokumentarisch daher. Meine Ratlosigkeit entspringt der sonderbaren Schwebe, in der er seine Familiengeschichte in Bezug auf Stasi- und Systemverstrickung belässt. Ich finde, er bleibt da zu sehr die loyale Sohn von …

Die Ehrlichkeit der Lüge

Bewertung aus Potsdam am 05.01.2016
Bewertungsnummer: 902555
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Ein spannendes Buch, das mich auch ein paar Tage nach dem Ende der Lektüre noch sehr bewegt. Und es hat mich ratlos zurück gelassen. Aber dazu später. Man merkt, Herr Kolbe versteht sich auf Lyrik: seine Sprache ist dicht und er schafft es, mit wenigen Worten Bilder und Gefühle entstehen zu lassen. Das hatte ich lange so nicht. Da sich unsere Wege im Berlin der 80er Jahre gekreuzt haben dürften, ohne sich zu berühren, war ich immer auf der Suche nach einem bekannten Menschen in dem Buch. Fehlanzeige.Vielleicht auch besser so. Zwei Dinge habe ich nicht verstanden: Warum der Laufe der Geschichte durch Zeitsprünge verwirrt werden musste und warum bei Menschen und Orten manchmal die Klarnamen und manchmal andere verwandt wurden. Biermann heißt Riebmann und Bhf-Lichtenberg Trichterberg. Kommt doch sonst alles ziemlich dokumentarisch daher. Meine Ratlosigkeit entspringt der sonderbaren Schwebe, in der er seine Familiengeschichte in Bezug auf Stasi- und Systemverstrickung belässt. Ich finde, er bleibt da zu sehr die loyale Sohn von …

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Die Lüge

von Uwe Kolbe

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