Werteverständnis und Ethik innerhalb der Mensch-Tier-Beziehung Solidarität und Alterität als Grundlagen der Tierethik
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
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Nein
Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
09.10.2014
Verlag
GRINSeitenzahl
29 (Printausgabe)
Dateigröße
511 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783656765394
eine alternative natur-u. tierethische Fragestellung entwickelt ("Gibt es überzeugungsfähige (also plausible) Gründe dafür, dass wir der Natur einen moralischen Status zubilligen wollen, der unser Handeln in, an und mit ihr orientiert?"). Diese Frage wird im Rahmen der Philosophie des Amerikanischen Pragmatismus, wie Richard Rorty ihn im Hinblick auf die Frage
nach der Solidarität unter Menschen entwickelte, kontextualisiert. Das Solidaritätsverständnis Rortys wird dabei auf die Tierethik angewendet, wodurch zu einer Ethik der Alterität gelangt wird, welche sich als Alternative zu klassischen Argumentationsfiguren der Tierethikdebatte
versteht. Vor allem utilitaristische und darunter die dominierenden pathozentrischen Argumente werden im Kontext ihrer subtilen metaphysischen Suche nach Objektivität kritisch untersucht. Ihre Leistungsfähigkeit im Hinblick auf die Beantwortung zentraler Fragen der Tierethik wird in Frage gestellt, wobei vor allem angezweifelt wird, dass diese Argumente langfristig für eine stetige Erneuerung und Entwicklung des begrifflichen Apparates dienlich sind,
mittels dessen wir die tierethischen Problemlagen beschreiben, diskutieren und lösen. Stattdessen etablieren sie, so die These, eine weltanschaulich nicht neutrale anthropozentrische Voreinstellung, die zur fragwürdigen moralischen Diskriminierung vieler Lebewesen führt. Die entwickelte
Alternative soll im Vergleich dazu eine angemessenere Möglichkeit eröffnen, sowohl dem Menschen als auch dem Tier in der Tierethik gerecht zu werden. Die Grundlage dafür, so
wird behauptet werden, liegt im Einnehmen einer grundlegend solidarischen Haltung gegenüber dem Anderen als Anderem. Diese Haltung soll an die Stelle einer verdinglichenden Einstellung treten, durch die der Andere in der Begegnung immer bloß zum Objekt der eigenen moralischen Willkür degradiert wird. Die Arbeit stellt einen ersten Durchlauf der Richtung dar, die sich ergibt, wenn der solidarische Pragmatismus Rortys auf Mensch-Tier-Verhältnisse angewendet wird.
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